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Weinwissen | Rebsorten-Special: Regent

In unserem heutigen Rebsorten-Special befassen wir uns mit einer Rebsorte, die es schon seit 1967 gibt. In der Vergangenheit hat sie es aber leider nie geschafft, große Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein für die Weinbranche spannendes Thema, welches wir heute mit Euch angehen wollen… #nachhaltigkeit 

TODAY IT’S ALL ABOUT… REGENT 

Regent ist eine rote Traube, die in Siebeldingen gezüchtet wurde. Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wo das liegt, es ist eine Gemeinde an der südlichen Weinstraße. Gekreuzt wurde der Wein aus den Rebsorten “Diana” und “Chambourcin”. Viel schlauer sind wir jetzt aber immer noch nicht, oder? Kein Problem, wir klären Euch auf. 

Die Rebsorte “Diana” ist wiederum eine Kreuzung aus “Silvaner x Müller-Thurgau“. Diese zwei sehr bekannten Rebsorten kennt Ihr ja alle und wenn nicht, könnt Ihr einen Blick in unseren Blog werfen. Dort haben wir zu Silvaner und Müller-Thurgau jeweils ein Rebsorten-Special für Euch.

“Chambourcin” ist eine französische Zuchtsorte, von der der Regent seine tiefdunkle Farbe, sein weiches Tannin und seinen körperreichen Charakter hat. 

Regent ist bekannt für sein hohes Mostgewicht (=der natürliche Zuckergehalt in der Beere), der sogar das des Spätburgunders übertrifft. Die Erträge hingegen sind verhalten, sodass die Weine entsprechend gehaltvoll ausfallen. Eine milde Säure schmeichelt der schönen Regent-Traube. Der Ausbau dieser Sorte bringt nur erfreuliche Fakten mit sich, denn sie zeigt eine ebenso große Widerstandsfähigkeit gegenüber Winterfrösten. Aber wieso dann diese Unbekanntheit in den vergangenen Jahren? 

Die ersten Regent-Reben standen ausschließlich in Versuchsweinbergen und waren somit noch gar nicht weit verbreitet und auch nicht bekannt. Heute befindet sie sich in fast allen Anbaugebieten. Versuchsweinberge? – Wir kommen der Sache auf die Spur! 

Das allerbeste haben wir Euch nämlich noch gar nicht verraten, der Regent gehört zur Gruppe der PIWI- Sorten! Habt Ihr schon einmal etwas von PIWIs gehört? PIWI bedeutet Pilzwiderstandsfähig. Sie weisen alle eine Resistenz gegenüber falschem Mehltau (=Peronospora), Oidium und Botrytis auf. Das bedeutet, dass bei diesen Rebsorten die Pflanzenschutzmittel sowie die Traktorfahrten während der Bearbeitung des Weinbergs um 80% reduziert werden können. Den Pflanzenschutz zu reduzieren oder sogar ganz wegzulassen bedeutet auch, etwas für Insekten zu machen. Wir wollen es “Summen” hören. Wir wirken somit dem Klimawandel entgegen!

Da das Thema Nachhaltigkeit einfach so wichtig ist und bei den Menschen immer mehr ins Bewusstsein rücken sollte, wollen die Winzer verstärkt darauf aufmerksam machen und diese Rebsorten fördern. Das geht natürlich auch nur, wenn eine gewisse Nachfrage dieser Rebsorten vorhanden ist. Der Schlüssel des Ganzen ist wie so oft die Kommunikation. Nur wenn Ihr alle wisst, was es für coole Rebsorten gibt und was PIWIs sind und welche dazu gehören, könnt ihr diese auch nachfragen…

Um das Ganze zu stärken, haben sich ein paar Winzer zusammengetan und “Zukunftsweine” ins Leben gerufen. Wenn Euch das Thema interessiert, dann schaut doch gerne mal unter folgendem Link bei den Zukunftsweinen vorbei. Wir als GW-Team sind bereits überzeugt und ihr?

HIER zu den Zukunftsweinen

Ja, und der Regent ist natürlich auch einer davon. Wenn wir nun eine ganz andere Sicht über den Regent geben konnten und Euch auch das Thema PIWI neugierig gemacht hat, dann schaut doch bei uns im Shop bei den Zukunftsweinen und den für Euch ausgesuchten Regents vorbei…

DREIKLANG

Jürgen Hofmann

Eine Symphonie aus drei Rebsorten, die eher selten kombiniert werden. Jürgen Hofmann beweist hiermit sein praktisches Gespür für harmonische Rotweine. Die Cuvée bietet Aromen von dunklen Früchten und Röstnoten. 

ROT

Weingut Weinreich

Rotwein muss nicht immer fett sein! Schlank, fruchtig und weich steht dieser Vertreter im Glas. Der perfekte Wein für eine Sommernacht.

GABELFLUG

Weingut Baumberger

Der Gabelflug von Baumberger verbindet, wie der Name schon sagt, drei Destinationen aka Weinberge miteinander. Herausgekommen ist ein Charmeur von einem Wein, der einen einwickelt, aber sich nicht anbiedert. In die Nase steigt einem erst ein süßlich-fruchtiger Duft mit einem etwas blumigen Touch. Das Ganze kippt aber nicht ins kitschige, sondern wird auf der Zunge von einer frischen Würze eingefangen und durch weiche Gerbstoffe unterfüttert. So ein Fläschchen ist schnell weg…

Weinwissen | Rebsorten-Special: Merlot

Es wird weich im Abgang und beeindruckend … 😉 Ja, so würden wir es beschreiben. Diese Woche haben wir eine Rebsorte von Weltrang für Euch am Start:

ALL ABOUT… MERLOT!

Der Merlot kommt rein namentlich von der “Merle”, bzw. “Merleau” = der “kleinen Amsel”. Dieses Vögelchen hat in der Gegend um Médoc in Frankreich nämlich eine besondere Vorliebe für die Trauben dieser Rebsorte und nascht ab und zu vom Rebstock. Tja, die Träublein schmecken nun mal nicht nur uns.

Wir starten gedanklich also in Bordeaux. Hier wurde die Rebsorte Merlot das erste Mal urkundlich erwähnt. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Merlot schon. Wir haben es mit einer Rebsorte zu tun, die jede Menge Erfahrung in der Weinwelt hat. Eine Rebsorte, die nicht nur einige Trends der Weinbranche miterlebt, sondern diese auch überlebt hat, weil sie immer noch gefragt ist und nie uninteressant wurde. Zusätzlich hat sie auch in Sachen Klimawandel und Weinbaupolitik schon einiges miterlebt.

Merlot ist international sehr stark vertreten. 2021 wurden 836 ha bestockte Rebfläche in Deutschland gemessen. Mit 388 ha in der Pfalz und 221 ha in Rheinhessen nehmen die zwei größten deutschen Weinanbaugebiete mehr als die Hälfte der deutschen Merlot Rebfläche ein!

Relativ zu Beginn der Lese macht sich der Merlot schon einmal bemerkbar. Eine recht frühe Reife zeichnet die Trauben aus. Eine Rebsorte, welche mit einem weichen und schon fast samtigen Charakter verzaubert.

Einen besseren Cuvéepartner kann man sich gar nicht wünschen. International bekannt und DAS französische Cuvée, das sich durchgesetzt hat, ist die Kombi aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Besonders die extrem kantigen Rotweinsorten, die reich an Gerbstoffen und Tanninen sind, werden durch Merlot perfekt ergänzt. Denn der Merlot verleiht einem Cuvée oft die richtige Balance und den letzten Schliff durch das weiche, harmonische Mundgefühl.

Neben den Cuvées macht der Merlot selbstverständlich auch eigenständig eine gute Figur. Im Glas könnt ihr eine satte dunkelrote Farbe erwarten und im Geschmack ein dichtes Pflaumen- und Kirscharoma, welches von den weichen Tanninen unterstützt wird.

Ein Merlot mit fruchtbetontem Ausbau würden wir Euch ohne passende Essensempfehlung ans Herz legen, weil es einfach cool ist, in gemütlicher Runde einen solchen Tropfen entspannt zu süffeln.

Wenn es aber ein Merlot ist, der im Barrique ausgebaut wurde und sich die etwas schwere und komplexere Ausbauart auf der Zunge zeigt, dann auf jeden Fall mit Essen paaren. Zum Beispiel mit einem gegrillten Stück Fleisch, mit deftigen Röstaromen oder – für die Veggies unter uns – mit gegrillter Aubergine – mhhhh … lecker!

Merlot gilt also nicht zu Unrecht als beliebteste Rotwein-Rebsorte der Welt…Liebt ihr ihn auch? Überzeugt euch selbst:

LE COQUIN

Domaine La Louvière

Der Le Coquin von unseren Freunden aus Südfrankreich ist zwar technisch gesehen ihr „kleinster“ Rotwein, was aber nicht heißt, dass er ein belangloses Stöffchen ist. Der Cayman ist ja auch der kleinste Porsche und trotzdem immer noch geil… Reinsortiger Merlot mit schöner Nase (Pflaume, Erdbeere, Würze) und leicht verspielter Art. Insgesamt sehr rund.

 

PETIT ROSÉ

Weingut Uli Metzger

Der kleine Rosé vom Metzger ist ein rundum charmanter Wein, d.h. er ist weder zu laut oder aufdringlich, aber auch nicht zu blass. Die Nase ist dezent duftig, mit roten Birnen, Brombeeren und einem Hauch Blütenblättern. Im Mund fühlt er sich zunächst leicht cremig an, bleibt aber auf der frischen Seite. Insgesamt wunderbar verspielt. Genau das Richtige für den Nachmittag im Segelclub 😉 

BLUTSBRUDER ROT

Weingut Karl May

Wenn zwei Brüder in Winnetou-Old-Shatterhandartigem Einvernehmen in der ewigen Weite des Wonnegaus ein Weingut bewirtschaften, das echt und ehrlich „Karl May“ heißt, dann muss es dort doch auch Weine namens „Blutsbruder“ geben. Der Blutsbruder Rot ist einfach gelungen. Leichte Beerenfrucht trifft auch würzig-rauchige Noten und eine komplexe Tanninstruktur. Ein kräftiger, aber dennoch sehr runder und samtiger Wein zum dahinschmelzen. 

ROSÉ

IMI Winery

Der IMI Rosé ist das Wein-Äquivalent zum Sprung in den Pool an einem heißen Tag. Irre erfrischend! Schon die Farbe lässt an Liegestühle und Sonnenbrillen denken. Dazu duftet er nach Wassermelone und frischen Kräutern, was seine herb-saftige Art noch mehr betont. Wir sind völlig hin&weg von dem Zeug und wollen keinen Sommer mehr ohne ihn durchstehen müssen. 

BRDX – CRÉMANT ROSÉ

Château de Lisennes

Feiner, herrlich unkomplizierter Schaumwein! Die leuchtend-helle Farbe macht alleine schon Lust auf den ersten Schluck und laufen die Perlen erstmal die Kehle hinunter, gibt es eh kein Halten mehr. Kleine rote Beeren kullern über die Zunge, gefolgt von Aprikosen und einem Schnittchen Biskuit. Absolute Leichtigkeit verpackt in einem prickelnden Erfrischungsgetränk. Wenn man irgendwann mal in der Zeitschleife eines sonnigen Nachmittags gefangen sein sollte, dann hat man davon besser einen Vorrat zur Hand!

Weinwissen | Rebsorten-Special: Portugieser

In unserem heutigen Rebsorten-Special befassen wir uns mit einer Traube, die von vielen zuerst einmal in eine falsche Schublade gepackt wird… Na, habt Ihr eine Idee, um welche Rebsorte es sich handeln könnte?

ALL ABOUT… PORTUGIESER!

Der Name macht fälschlicherweise den Anschein, dass die blaue Traube ihren Ursprung im schönen Portugal haben muss. So einfach ist es aber nicht, denn ganz genau ist die Herkunft bis heute nicht geklärt. Viele Untersuchungen und Schriften besagen, dass die Portugieser Traube aus dem heutigen Nordost-Slowenien kommt. Über Österreich im 18. Jahrhundert hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts auch den Weg nach Deutschland geschafft.

Worüber wir mehr als glücklich sind! Denn der Portugieser ist hinsichtlich der Rebfläche nach dem Spätburgunder und dem Dornfelder die drittwichtigste Rotweinrebsorte in Deutschland. Sehr gerne werden genau diese drei Rebsorten auch in Kombi als Cuveépartner miteinander verschnitten. Sie ergänzen sich gut und stellen in der Symbiose ein sau cooles Rotwein-Trio dar. Hauptsächlich wird der Portugieser heute in den deutschen Weinanbaugebieten Pfalz und Rheinhessen angebaut.

Auf den Etiketten könnte Euch neben der Bezeichnung ‚Portugieser‘ eben auch ‚Blauer Portugieser‘ begegnen. Es handelt sich dabei um die gleiche Traube, der Begriff ist einfach nur ein Synonym, wie so oft im Weinbau. Die Blaue Zimmettraube und der Grüne Silvaner sind nach jüngsten Erkenntnissen des Julius- Kühn-Instituts die „Eltern“ des Portugiesers / Blauen Portugiesers.

Zudem ist die Traube so unkompliziert, dass sie von jedem Winzer direkt ins Herz geschlossen wird. Eine Sorte, die im Anbau Spaß macht, weil sie geringe Ansprüche an den Boden stellt. Nur bei schweren Böden hat sie etwas zu kämpfen. Selbst mit nährstoffarmen Sandböden kommen die Reben gut zurecht. Wenn die Winzer von Winterfrösten verschont bleiben, gilt der Portugieser als wüchsig und ertragssicher.

Allerdings ist die Begeisterung für diese Traube leider nicht schon immer da gewesen. Für eine lange Zeit gab es keine große Nachfrage und der Portugieser wurde kritisch beäugt. Aber wieso? Das Problem lag in seiner sehr hellen und blassen Farbe. Anders als bei den  Rebsorten Dornfelder, Merlot, Cabernet Sauvignon usw., welche international mit ihrer dunklen Farbe und Kräftigkeit glänzen, bringt der Portugieser ein zartes / leuchtendes rubinrot mit sich.

Doch davon ließ er sich nicht unterkriegen: “Schwächen zu Stärken machen” ist das Motto des Portugiesers und das mit großem Erfolg! Die helle Schale und somit die helle Farbe des Portugiesers ist für die Herstellung von Blanc de Noir und Rosé fast so perfekt wie bei keiner anderen Traube.

Die Trauben werden nach der Lese umgehend oder nach ganz kurzer Standzeit abgepresst, um möglichst wenig Farbe und Tannin zu extrahieren. Die hellrote Farbe setzt dann das perfekte Fundament für einen schönen Sommerrosé oder Blanc de Noir.

Wenn die Traube als Rotwein ausgebaut wird, findet ihr tolle fruchtbetonte und leichtere Rotweine. Perfekt für Rotweintrinker im Sommer.  Gerne wie in Italien leicht gekühlt genießen. Jeder Italiener würde Euch einen schönen, leicht gekühlten Portugieser zur Pizza empfehlen. Aber überzeugt Euch einfach selbst: Die letzten Sommerabende stehen vor der Tür. Wie wäre es mit Portugieser, Pizza und eurer Terrasse? 😉

Wenn wir nun hoffentlich Eure Neugier geweckt haben, möchten wir euch auch ein paar Exemplare zum Testen an die Hand geben:

ROSÉ

Weingut Luff

Dieser Wein hat uns beim Probieren ein kleines Schmunzeln entlockt, denn er ist einfach so herrlich geradeaus. Kein Schnickschnack, keine Überraschungen, sondern die pure Freude am Rosé – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Rote Beeren und blühende Obstwiesen duften aus dem Glas. Im Mund frisch, saftig und gleichzeitig schmeichelnd. Freundlich, offen und irre lecker. Die ungekünstelte Art ist sowas von lässig, dass man sich sofort wohl fühlt. Ein Buddy-Wein für alle sonnigen Tage. Und ist das Wetter mal nicht so toll, kann man sich mit ihm den Sommer ins Glas holen.

URBULLE

Weingut Uli Metzger

„Ich wusste garnicht, dass man sowas aus Portugieser machen kann.“ So klang die erste Reaktion auf den Wein und die trifft auch gleich ins Schwarze. Dicht, samtig und anscheinend mit Urkraft kommt dieser Wein daher. Stark! Muss wohl von den alten Reben kommen.
ROSÉ

Hinterland Connection

Für die Frau Schumann ist das ein ziemlich fruchtiger Wein! Denkt jetzt aber bitte nicht an einen knalligen Obstsalat, sondern an eine Schale Mirabellen im Nachbarraum. Das ist viel subtiler, macht einen aber trotzdem glücklich. Dazu kommt ein Hauch von Holz, der ihm eine feine Würze gibt und zusätzlich knackige Säure und ein bisschen Salz. Kann man halt bis in die Puppen trinken…

ZWITSCHERN ROT 

Weingut Michel

Wer sagt denn eigentlich, dass Rotwein immer fett sein muss? Manchmal ist eine schlankere Variante auch ganz schön. Vor allem, wenn er mit solch einer Frische und Würze daher kommt, wie dieser hier. Den kann man dann im Sommer auch einfach leicht gekühlt zu Tapas reichen.

P.S. Die Ausstattung der Flaschen wird gerade geändert, möglicherweise sieht die Flasche, die bei euch ankommt, anders aus. Aber keine Sorge: Der Inhalt ist unverändert. 🙂

Weinwissen | Rebsorten-Special: Weissburgunder

Heute widmen wir uns einem eleganten Familienmitglied aus der Burgunderfamilie. Eine sehr vielseitige Rebsorte, die besonders als leichter Sommerwein und zu fast allen Lebenslagen passt:

ALL ABOUT… WEISSBURGUNDER!

Pinot Blanc, Weißer Burgunder, Weißburgunder, Pinot Bianco oder Klevner
Weissburgunder hat viele Namen und wird in vielen Ländern dieser Erde geliebt und gelebt. Damit ihr euch einen groben Überblick verschaffen könnt, was einen Weissburgunder ausmacht, möchten wir euch ein bisschen was über diese geschichtsträchtige Rebsorte erzählen. Wir laden euch herzlich dazu ein, mit uns zusammen diesen fantastischen Wein kennenzulernen und euch einen kleinen Einblick in die Welt der Burgunder-Rebsorte zu verschaffen.

Die Geschichte des Weißburgunder
In Deutschland heißt er Weissburgunder, in Frankreich und Teilen der Schweiz wird er Pinot Blanc genannt, die Italiener nennen ihn Pinot Bianco und in Österreich ist es gelegentlich der Klevner. Hinter diesen zahlreichen Namen verbirgt sich eine außergewöhnliche und hochwertige Weinrebe mit besonderen Vorfahren. Experten gehen davon aus, dass der Weissburgunder aufgrund seiner Ansprüche an Boden und Klima vom Pinot Noir (Spätburgunder) abstammt. Zwischen dem französischen Rhônetal und dem Genfer See (Schweiz) ist diese besondere Rebe entstanden. Die Zisterziensermönche haben ihn schon früh mit in den Rheingau gebracht, wo er bis heute angebaut wird. Anschließend verbreitete sich der Weissburgunder auch in anderen europäischen Ländern. Im 19. Jahrhundert hatte sich der Weissburgunder bereits einen Namen gemacht und begeisterte immer mehr Winzer und Weinfreunde.

Die Regionen des Weißburgunder
In der heutigen Zeit wird der Weissburgunder in vielen Ländern Europas angebaut. Österreich, Slowenien, die Schweiz, Italien, Frankreich und natürlich auch Deutschland wissen seine Eleganz und Individualität zu schätzen. In Deutschland wird die bestockte Rebfläche ständig vergrößert. Aktuell sprechen wir von ca. 5.747 Hektar oder 5,6% der deutschen Rebfläche. Damit hat Deutschland weltweit die umfangreichste bestockte Weissburgunder-Rebfläche. Die Region Baden gilt mit ca.1.600 Hektar als eine Hochburg des Weissburgunders, ebenso Rheinhessen und die Pfalz mit jeweils etwa 1.500 und 1.350 Hektar.

Der Anbau und das Ergebnis
Was den Anbau betrifft verhält sich der Weissburgunder verhältnismäßig unkompliziert und gedeiht überall dort, wo es für den Riesling schon zu heiß ist. Dennoch stellt auch diese Rebsorte einige Ansprüche an den Standort. Er bevorzugt kalkhaltige Böden mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Diese Böden ermöglichen dem Weissburgunder aromatische Trauben zu entwickeln und somit bestes Lesegut, mit hohem Qualitäts-Potenzial. Leichte Böden mit eher trockenen Gegebenheiten mag er hingegen nicht besonders. Die Winzer:innen müssen deshalb ein besonderes Augenmerk auf die richtige und geeignete Lage legen, damit die Voraussetzungen für herausragenden Weissburgunder gegeben sind. Wenn dies der Fall ist, entstehen delikate und sehr elegante Weine. Im Glas präsentiert es sich meist blass – bis hellgelb, im Duft zart und verhalten. Frische Zitrus- und Steinfruchtnoten (Apfel, Birne, Quitte, Aprikose) sind ebenso typisch für Nase als auch Gaumen, wie leicht nussige Mandel-Aromen.

Weißburgunder zum Essen
Eine Begleitung zum Weissburgunder ist nicht zwingend notwendig. Als frischer Sommerwein weiß er auch gemütlich auf der Terrasse oder dem Balkon zu überzeugen. Trotz dessen gelten Weine dieser Rebsorte als fantastische Begleiter zu Speisen. Die angenehme Zurückhaltung, verbunden mit seiner angeborenen Kraft lassen ihn sowohl zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch oder einem Salat mit Meeresfrüchten hervorragend wirken. Wählt man einen besonders kräftigen Weissburgunder, passt dieser Weißwein auch sehr gut zu Wildgerichten. Besonders die im Barrique gereiften Weine bringen eine kräftige, holzige Note mit. Auch das Dessert kann mit einem Glas Weissburgunder Wein sehr gut komplettiert werden. Obstsalate, Fruchtkompott oder helle, sahnige Cremes passen sehr gut zu diesem Tropfen.

Wenn Grauburgunder ‚Everybodys Darling‘ ist, dann ist der Weissburgunder der elegante Klassiker in der Familie. Wir haben euch ein paar unserer Lieblinge zusammengestellt:

PINOT BLANC

IMI Winery

Weißburgunder ist eine wunderbare Rebsorte! Meist gutmütig, so man sie nicht allzusehr triezt, aber doch feiner, eleganter und tiefsinniger als ihr grauer, etwas behäbiger Bruder. Jonathan kitzelt hier durch sponatne Gärung im Holzfass ein paar zusätzliche Kanten aus ihr heraus, was den Wein irre spannend macht, ohne Trinkfluss zu verlieren. Ein bisschen Luft tut ihm übrigens durchaus gut. 

WEISSBURGUNDER

Weingut Wörner

Weissburgunder ist eine tolle Rebsorte, die leider viel zu wenig Menschen kennen und schätzen. Zum Glück hat Doro diesen tollen Vertreter der Rebsorte auf die Flasche gebracht, um alle Menschen von Weissburgunder zu überzeugen. Alleine das Riechen macht hier schon irre Spaß. Eine elegante Nase mit Aromen von reifem Apfel und Holunderblüten. Am Gaumen bleibt der Wein elegant und tänzelt die Zunge herunter. Bitte mehr davon! 

WEISSER BURGUNDER – BIS IN DIE PUPPEN

Weinhaus Bettina Schumann

Für die Frau Schumann ist das ein ziemlich fruchtiger Wein! Denkt jetzt aber bitte nicht an einen knalligen Obstsalat, sondern an eine Schale Mirabellen im Nachbarraum. Das ist viel subtiler, macht einen aber trotzdem glücklich. Dazu kommt ein Hauch von Holz, der ihm eine feine Würze gibt und zusätzlich knackige Säure und ein bisschen Salz. Kann man halt bis in die Puppen trinken… 

WOLFSHEIMER WEISSBURGUNDER 

Weingut Bernhard

Ein Weissburgunder mit ordentlich Power. Über 30 Millionen Jahre alte Ablagerungen des Urmeers prägen die Böden, auf denen dieser Weissburgunder wächst. Der Wein ist schön kräftig, hat eine mineralische Frische und Zitrus-und Pfirischaromen. Der Geschmack von reifen Birnen bekommt durch den Ausbau im Holzfass eine schöne Cremigkeit und animiert zum ersten Schluck. Gut ausbalanciert macht der Wein Lust auf einen sonnigen Nachmittag. 

WEISSBURGUNDER GOLDSTÜCK 

Weingut Bernhard

Für den Weißburgunder Goldstück von Markus sollte man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen, denn das ist alles andere als ein Allerwelts-Burgunder. Kamille, Mandelmus, reife Birne, Brioche und leicht röstige Note strömen aus dem Glas und machen einem bereits nur vom Riechen glücklich. Nimmt man einen Schluck, merkt man, dass der Wein durch seine Zeit im Holz eine tolle Cremigkeit bekommen hat. Der Wein hat Kraft und Fülle, aber durch die elegante Säure und feine Salzigkeit bekommt er einen überraschenden Trinkfluss und macht nach jedem Schluck Lust auf mehr. Ein grandioser Wein für besondere Momente.

Weinwissen | Rebsorten-Special: Müller-Thurgau

Es geht bei unserem heutigen Rebsorten-Special um eine Sorte mit Doppelnamen:

ALL ABOUT… GEWÜRZTRAMINER!

Bevor wir zu diversen Facts und coolen Informationen der Rebsorte kommen, müssen wir kurz die Benennung thematisieren. Die Rebsorte Müller-Thurgau hat nämlich ein Synonym, welches gerne verwendet wird auch immer mehr für die Vermarktung genutzt wird: Rivaner. Es gibt auch eine Müllerrebe, diese ist allerdings ein Synonym zur Rebsorte Schwarzriesling, hat also nichts in diesem Rebsorten-Special zu tun. In der Weinwelt gibt es für einige Rebsorte mehr als einen Namen, auch wenn es sich um ein und dieselbe Traube handelt. Um Eure verwirrten Gesichtszüge zu entspannen, hier nochmal kurz und knapp:

Müller-Thurgau = Rivaner
Müllerrebe = Schwarzriesling
Grauburgunder = Ruländer

Jetzt aber back to MÜLLER-THURGAU! Wie kam es zu dem Namen und wer steckt hinter dem Ganzen?
Ein Professor namens Müller hat die Rebsorte in Geisenheim gezüchtet. Er kommt aus dem Thurgau, einem Kanton in der Schweiz. Lange Zeit hat man Riesling und Silvaner als die Elternteile gesehen, weshalb auch der Synonymbegriff Rivaner geboren wurde. Durch viele Experimente und Genforschungen wurde dies widerlegt.
Wir haben es mit einer Kreuzung aus Riesling x Madeleine royale zu tun.

11,5% macht der Flächenanteil an Müller-Thurgau in Deutschland aus, also jede Menge Trauben! In Deutschland ist Rivaner am meisten im größten deutschen Weinanbaugebiet Rheinhessen vertreten. Baden liegt auf Platz zwei, dicht gefolgt von der Pfalz. Es ist eine Rebsorte, die im Weinbau sowie in der deutschen Weinbaugeschichte eine tragende Rolle spielt. Leider war die Rebsorte früher als “der Massenwein” schlechthin bekannt. Er wurde in großen Mengen produziert und zu sehr günstigen Preisen verkauft.

Die Zeiten sind zum Glück vorbei und die heutige Winzergeneration probiert in den letzten Jahren den Imagewandel bestmöglich umzusetzen und sorgt für Aufklärung. Das ist auch der Grund, weshalb heute zur Vermarktung viele Weingüter gerne die Bezeichnung Rivaner nutzen, da viele Endkonsumenten die Rebsorte dann nicht mit Müller-Thurgau bzw. seiner Vergangenheit in Verbindung setzen.

Unser Motto ist ganz klar: Müller-Thurgau sollte nicht für Masse, sondern für Klasse stehen! Eine Aromarebsorte, welche so viel zu bieten hat und die Basis für klasse Weine bildet. Es kommt wie immer im Leben auf die Arbeit an, die man sich macht oder wie viel Mühe und Zeit man in etwas hineinsteckt. Die Winzer entscheiden sich heute bei dieser Rebsorte für minimale Erträge um so gesundes, qualitativ hochwertiges und aromenkonzentriertes Traubenmaterial zu bekommen. Die Müller-Thurgau-Rebe macht es da mit ihrem einzigartigen Aroma den Winzern so gar nicht schwer. Die Farbe ist eher blass bis hin zu einem kleinen verspielten Gelbschimmer, aber in der Aromatik weisen die Weine meist tolle gelbe Früchte wie Birne und auch ein Hauch von Citrus auf.

Am Beeindruckendsten ist eigentlich die Vielfältigkeit des Müller-Thurgaus. Diese Rebsorte ist sowohl reinsortig cool, ihr steht aber auch eine Perlage als Schaumwein super gut und gleichzeitig brilliert sie auch noch als perfekter Verschnittpartner, der jeder anderen Rebsorte in einem Cuveé gut tut. Müller-Thurgau bringt eine gute fruchtige Basis in jedes Cuveé.

Müller-Thurgau Weine sind einfach unkomplizierte Alltagsbegleiter, die man wirklich “all day long” süffeln kann. Und wie schaut’s aus mi möglichen Food-Pairings? Ein gegrillter mediterraner Feta passt genauso gut dazu wie eine Pizza.

Wir wollen Euch das Potential der Rebsorte erlebbar machen und haben Euch mal ein paar interessante Weine zusammengestellt. Eine vielseitige Mischung reinsortigen Müller-Thurgau’s sowie etwas Prickelndes und ein Cuvée:

MÜLLER-THURGAU

Angelina Schmücker

Müller-Thurgau wird so häufig unterschätzt, aber dieser hier ist einer der Sorte, der seine Kritiker zum Nachtrinken bringen wird. Eine längere Maischestandzeit und ein gemütliches Lagern auf der Hefe geben dem Müller Schmelz und Substanz. Die fast schon untypische Säure macht ihn spritzig und auf der Zunge jongliert er mit grünem Apfel, reifer Nektarine und Mango. Ihr merkt schon, dieser Müller-Thurgau ist ernstzunehmen und macht trotzdem Spaß. Für mehr Müller!

STIER – MÜLLER THURGAU

Weingut Hörner

Müller-Thurgau ist verschrien als Massensorte. Lange Zeit hat sich kaum einer getraut den Namen überhaupt zu erwähnen, geschweige denn ihn auf das Etikett zu schreiben. Dass es aber durchaus gute Gründe gibt die Rebsorte anzubauen, zeigt Thommy Hörner. Sein Müller ist ein sympathischer Süffelwein voll von frischer Frucht, angenehmer Säure und fabelhaftem Trinkfluss. Macht halt einfach Spaß, also traut euch an den Müller-Thurgau!

 

FRITZ MÜLLER PERLWEIN

Fritz Müller

Der Perlwein von Jürgen Hofmann und Guido Walter wird in der Presse als „deutsche Antwort auf Prosecco“ gehypt. Der Gedanke dahinter ist, einen richtig guten deutschen Perlwein zu einem fairen Preis herzustellen und nicht irgendeinen billigen Verschnitt ausländischer Fassware. Das Ergebnis ist spritzig, frisch, fruchtig und einfach trinkig.

 

ZWITSCHERN WEISS

Weingut Michel

Der weisse Einsteiger von Sebastian ist einfach ein freundlicher Wein! Helle und klare Frucht, leichtes Zuckerschwänzchen (obwohl trocken) und süffiger Trinkfluss. Davon kann man gut mal eine Flasche nehmen, sich ins Grüne setzen und den Vögeln beim Singen zuhören.

P.S. Die Ausstattung der Flaschen wird gerade geändert, möglicherweise sieht die Flasche, die bei euch ankommt, anders aus. Aber keine Sorge: Der Inhalt ist unverändert. 🙂

 

Weinwissen | Rebsorten-Special: Gewürztraminer

Diesmal steht eine Rebsorte auf dem Programm, mit der ihr Euch wunderbar in die Sonne fläzen und die Seele baumeln lassen könnt:

ALL ABOUT… GEWÜRZTRAMINER!

Zu Beginn wollen wir Euch direkt verraten, wodurch sich jetzt in der Reifephase der Gewürztraminer von anderen Rebsorten abhebt. Riesling, Bacchus, Sauvignon Blanc sowie alle anderen weißen Rebsorten werden in der Reifephase noch etwas größer, bekommen mehr Süße durch die Zuckereinlagerung und werden aromatischer bzw. intensiver im Geschmack. Aber der Gewürztraminer und auch der Grauburgunder haben eine Besonderheit: Sie verändern während der Reife noch mal ihre Farbe. Gewürztraminer ist ein Weißwein, welcher eine elegante rosé- bis rötliche Traubenfarbe annimmt. Auf unserem Foto könnt ihr es schön erkennen. Er ist eine Mutation aus dem Traminer und wird durch die spezielle Färbung daher auch gerne als ‚Roter Traminer‘ bezeichnet. In dem Weinanbaugebiet Baden wird die Rebsorte unter dem Namen ‚Clevner‘ vermarktet.

Der Gewürztraminer hat eine extrem harte Beerenschale, was die perfekten Voraussetzungen für erlesene und hochqualitative Weine wie beispielsweise Auslesen und Beerenauslesen darstellt. Durch die kräftige Schale ist die Gewürztraminertraube gegenüber Pilzkrankheiten resistent und weist nach längerer Zeit am Stock immer noch gesundes Lesegut auf. Auch ihr Ertrag ist sehr reduziert, sodass wir hier meistens gerade einmal die Hälfte des zulässigen Hektarertrags im Weinberg antreffen. Dadurch intensiviert sich das Aroma – also einfach geil!

Der Gewürztraminer gehört zu den hochwertigsten und ältesten Rebsorten der Welt. Seine Weinbaugeschichte geht bis ins 5. Jahrhundert vor Christus zurück. Ihr merkt also, wir haben es heute mit etwas Großem zu tun, also Geschmacksknospen an und einfach genießen!

Über die Herkunft der Rebsorte wird sich bis heute noch gestritten. Die Rebsorte soll wohl ihren Ursprung in Südtirol in der Gemeinde Tramin haben, allerdings wird auch behauptet, dass der Ursprung in Griechenland liegt. Hauptsächlich wird heute der Gewürztraminer aber im Elsass, in Südtirol, in Australien und in Kalifornien kultiviert. In Deutschland macht er mit 1.100 Hektar nur ein 1% der deutschen Rebfläche aus. Hierzulande wurde er in der Vergangenheit fast ausschließlich mild und supersüß ausgebaut. Heute baut man ihn auch gerne mal – wie in Italien, speziell in Südtirol –  trocken aus.

Jetzt reden wir die ganze Zeit darüber, wie toll die Rebsorte eigentlich ist und wie intensiv sie schmeckt, aber haben Euch immer noch nicht verraten, wonach denn eigentlich. Ein typisches Aroma, welches Ihr alle bei einer Blindprobe heraus riechen würdet, ist Rose bzw. Rosenblätter, ganz floral mit einer, wie der Name schon verrät, würzigen untermalenden Note. Es kann teilweise schon sehr seifig riechen, wenn der Rosenduft sehr intensiv ist, wenn die Gewürztraminertrauben bspw. eine Zeit lang auf der Maische standen. Genau wegen diesem einzigartigen Aroma wird der Gewürztraminer auch sehr gerne als Verschnittpartner verwendet. Er verleiht den Cuveés eine extrem geile aromatische Note. Besonders gut harmonieren Gewürztraminer und Riesling miteinander. Hier stimmt die Chemie einfach. 😉 Der Riesling bringt eine tolle Säurestruktur, Mineralität und eine Eleganz mit sich. Der Gewürztraminer hingegen das Rosenaroma und die florale Note, die das Ganze interessant mit seiner feinen Würze abrundet.

In Sachen Food-Pairing würden wir euch Gewürztraminer zu einem leichten Geflügelgericht oder – für die Süßen unter Euch – mit Marzipan und Vollmilchschokolade empfehlen.

Um es für Euch am unkompliziertesten zu machen, haben wir Euch hier einige unserer Favoriten aus dem Shop herausgesucht. Unsere Wein-Tipps für Euch:

PIW – HÖRNER – GEWÜRZTRAMINER SPÄTLESE

Partner In Wine

Thommy Hörner ist einer unserer PARTNER IN WINE. Er zaubert die perfekte Gewürztraminer Spätlese. Exotische süße kombiniert mit frischer Litschi ergeben eine echte Explosion des intensiven Geschmacks im Mund. Die milde Säure und die Fruchtsüße mit Akzenten nach Honig geben den Wein Volumen und Spaß am Trinken. Ein echter Schmeichler!!

 

 

GEWÜRZTRAMINER & RIESLING

Dambach SOPS

“Es ist doch okay, wenn du lieber trockenen Wein magst. Wenn das deine Meinung ist, dann ist das eben so. Entschuldige mich jetzt aber bitte. Ich muss meine Sonnenbrille richten und mir noch ein Glas einschenken…” So in etwa könnte ein Gespräch ablaufen, wenn man diese Flasche zwischen sich stehen hat. Die Kunst beim restsüßen Wein liegt darin, dass trotz Süße Trinkfluss da ist. Den hat man hier. Und er steht auch noch mit einem Blumenstrauß auf deiner Zunge.

GEWÜRZTRAMINER SPÄTLESE

Weingut Krebs

Gewürztraminer ist schon etwas Spezielles. Aber nur wenn man es richtig macht, der absolute Hammer! Die Aromen sind so krass und intensiv, dass eigentlich schon der ganze Raum riecht, kaum dass man die Pulle aufgezogen hat. Dabei reden wir über Rosenblüten, Mandarine, Litschi und und und… Dazu ein molliger Körper. Respekt!

 

OBERHÄUSER ROTENBERG SPÄTLESE

Weingut Stein

Es gibt süße Weine, die sind einfach nur plump. Das hier ist genau das Gegenteil. Trotz der Restsüße ist der Wein super lebendig und erfrischend, was auch durch den geringen Alkoholgehalt unterstrichen wird. Die Rebsorten Riesling und Gewürztraminer passen perfekt zueinander. Ersterer bringt die Säure (die er bei dem Restzucker braucht) und der Traminer ist verantwortlich für die abgefahrenen Aromen von Rosen, Mango und Litschi. Krasser Wein, der nicht unbedingt zum Dessert getrunken werden muss.

 

Weinwissen | Rebsorten-Special: Dornfelder

Damals unbekannt, heute kaum wegzudenken: Ihr erfahrt jetzt

ALL ABOUT… Dornfelder!

Vor den 1970er Jahren führte der Dornfelder ein Schattendasein. Gerade einmal 100 Hektar wurden der vielversprechenden Rebsorte gewidmet. Doch im Laufe der Siebziger erkannte man das Potential des Dornfelders und lernte ihn wegen seiner hervorragenden Eigenschaften als Speisewein zu schätzen. Heute bedecken seine Reben rund 7% der gesamten deutschen Rebfläche. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das etwa 7.500 ha.

Der Dornfelder gilt als die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung der Rotweinsorten. August Herold züchtete sie 1955 an der Weinbauschule im württembergischen Weinsberg. Benannt ist sie nach dem Gründer eben jener Schule, nämlich Imanuel Dornfeld.

Der Dornfelder ist eine Kreuzung aus Heroldrebe und Helfensteiner. Einige Jahre nach der Züchtung etablierte sich die neu geschaffene Rebsorte bei den deutschen Winzern, wurde zunächst allerdings eher als Deckrotwein genutzt. Das heißt, er wurde im Wesentlichen genutzt, um hellen Rotweinen eine dunklere Farbe zu verleihen, ohne dabei durch zu kräftige aromatische Muster aufzufallen. Hierzu eignet er sich aufgrund seiner tiefroten Färbung wunderbar.

Der Anbau

Der Dornfelder stellt zwar einige Ansprüche an seinen Standort, ist aber insgesamt genügsam. Es ist eine wachstumsstarke Sorte mit hohem Ertragsniveau. Lässt man ihm in seinem Wachstumsdrang alle Freiheiten, trägt jede Rebe sehr viele Früchte. Deshalb schneiden qualitätsbewusste Winzer zu Beginn des Reifeprozesses einen Teil der Trauben ab, damit sich die mineralische und aromatische Vielfalt des Dornfelder-Weins auf wenige Trauben konzentriert und somit sehr viel kraftvoller wird.

Ansprüche stellt Dornfelder an den Boden – nur ungern gibt sich diese Rebe mit sandigen oder steinigen Böden zufrieden. Außerdem sollte man Dornfelder nicht in frostgefährdeten Lagen pflanzen. Die Trauben wachsen recht lockerbeerig, weshalb das Risiko eines Fäulnisbefalls vergleichsweise gering ausfällt. Alles in allem handelt es sich also um einen Wein, der Dank seines großen Ertragspotenzials viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet und bei den richtigen Rahmenbedingungen gute Ergebnisse erzielen kann.

Ausbau — Das Entwicklungspotenzial des DornfeldersyDornfelder wird meist trocken ausgebaut, wobei sich die Sorte auch für halbtrockene Rotweine eignet. Grundsätzlich unterscheiden die Winzer zwei unterschiedliche Ausbaustile des Dornfelder. Einige konzentrieren sich voll und ganz auf die harmonischen Fruchtaromen des Dornfelders, nämlich Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Diese Weine werden meist jung getrunken, gerne auch leicht gekühlt. Andere Winzer wiederum bevorzugen den Ausbau im klassischen Holzfass. Dieser ‚Barrique-Ausbau‘ fördert vor allem die Gerbstoffe und die Struktur des Weins, während die fruchtigen Aromen eher die zweite Geige spielen. Die im Barrique ausgebauten Dornfelder-Rotweine sind als gehaltvoll, aromatisch und geschmeidig bekannt.

Wo, wie und wann Dornfelder genießen?

Genau wie andere kräftige Rotweine wird auch der im Barrique ausgebaute Dornfelder gerne in der kalten Jahreszeit getrunken. Da Dornfelder trotz seiner Kraft nicht zu aufdringlich ist, taugt er hervorragend als Speisenbegleiter. Wild, Braten oder Käse sind die klassischen Partner des Dornfelder. Wir sollten aber die fruchtigen Ausbauvarianten der jungen Dornfelder nicht vergessen. Dornfelder kann als junger Wein leicht gekühlt auch in den Sommermonaten vorzüglich schmecken!

SOLE ET LUNA

SOLE – LUNA – ECLIPSE

Rotwein muss nicht immer abends getrunken werden, sondern kann auch sehr gut tagsüber im Sonnenschein zu sich genommen werden – zum Beispiel mit vielen Freunden an einer langen Tafel im Grünen. Genau für solche Momente wurde Sole et Luna erschaffen. Der Wein hat Kraft und Struktur, ist aber gleichzeitig herrlich samtig. Das Ganze schmeckt, als ob man ein Stracciatella-Eis mit frischen Kirschen und etwas Vanille Soße trinken würde. Kurzgesagt: ein süffiger Rotwein, der irre viel Spaß macht, aber dabei nicht belanglos wirkt.

 

PORNFELDER

Lukas Krauss

»Man müsste mal ’nen Pornfelder machen«. Ein Cuvée aus PORtugieser und dorNFELDER – der ewige Kalauer unter Winzern. Getraut hat sich keiner. Doch da gibt’s ja noch den Mann mit Hut – Lukas Krauß aus der Pfalz. Das Ergebnis? Ein geiler Rotwein. Walderdbeeren, Kräuter = pornös!

 

ALTER SCHWEDE – HILDUR

Weingut Schwedhelm

Hildur ist die glorreichste Heldin des bunten Haufens. Ihr lieblicher Anblick schmeichelt den Augen und ihr Duft ist betörend, aber unter der weichen Schale liegt ein beinharter Kern. Schon mancher junger Krieger wurde von ihr umgelegt, aber die meisten hatten dabei Spaß.

Weinwissen | Rebsorten-Special: Scheurebe

heute heißt es „Scheu… Aber Geil“! Unser Rebsorten-Special geht in die nächste Runde:

ALL ABOUT… Scheurebe !

Bevor wir zu diversen Facts kommen, wollen wir direkt mit dem größten Irrtum aufräumen. An Weinständen und auf Weinfesten hört man oft den Spruch „Ach nee, die Scheurebe nicht, die ist immer so süß“… Viele hören Scheurebe und denken direkt an einen viel zu süßen Wein, den sie dann ablehnen oder von vornherein nicht bestellen. Tja, ihr verpasst was und denkt da ganz falsch. Macht aber gar nichts, dafür gibt es uns und wir klären Euch gerne auf. 😉

Grundsätzlich kann natürlich jede Rebsorte trocken, halbtrocken oder lieblich ausgebaut werden. Natürlich gibt es Vorlieben, weil eine Ausbauart mit einem bestimmten Restzuckergehalt besonders gut zu einer Sorte passt. Aber im Kern ist es die Entscheidung des Winemakers, wie weit er die Weine bzw. Moste im Herbst vergären lässt. Bei der alkoholischen Gärung wird der Zucker der Beere nämlich in Alkohol umgewandelt. Beliebig kann der Most dann bei einem gewünschten Restzuckergehalt abgestoppt werden, was mittels Kälte zum Beispiel praktiziert wird. Die Scheurebe wurde in den vergangenen Jahrzehnten aber oft durch ihre süße Aromatik bekannt, daher auch der immernoch anhaltende Irrglaube, es gäbe sie nur in pappsüß.

Der Rebenzüchter Georg Scheu kreuzte in der Landesanstalt für Rebenzucht in Alzey diese Aromarebsorte. Der 88 Sämling war nach vielen Versuchen der Volltreffer! So wurde die Scheurebe aus Riesling und der Bukettrebe gekreuzt. Die Bukettrebe ist wiederum eine Kreuzung aus Trollinger x Silvaner. Neben dem Name Scheurebe ist diese Fruchtbombe deshalb vor allem in Österreich auch als ‚Sämling 88‘ oder ‚S88‘ bekannt.

Was sprechen aber die Aromen genau?
Die kräftige Aromatik erinnert an Cassis, Pfirsich und Maracuja, welche wiederum von einer grünen Aromatik untermalt werden können. Erinnert ihr euch das an eine andere exotische Rebsorte? Na überlegt mal, wir hatten sie vor gar nicht langer Zeit auch in unserem Rebsorten-Special… Ja genau richtig, Sauvignon Blanc!

Er steht für seine exotische oder aber auch geile grüne und kräutrige Aromatik. Seht Ihr die Parallele? Deswegen wird seit ein paar Jahren auch gerne „deutscher Sauvignon Blanc“ zur Scheurebe gesagt! Der Großteil wird von der Jungwinzergeneration trocken und ganz reduktiv ausgebaut.

Im Weinberg hingegen ähnelt die Rebsorte Ihrem einen Elternteil, dem Riesling. Die Traubenreife wird kurz vor dem Riesling erreicht, also relativ spät. Die Säure ist ebenfalls präsent und bringt Leben ins Glas! 😉 Scheurebe bevorzugt Lössböden und kalkhaltige Untergründe. Eine besonders große Gefahr sind die Winterfröste und die große Anfälligkeit an Oidium – und Botrytisbefall.

1985 erreichte die Scheurebe ihren größten Anteil an bestockter Rebfläche. Zurzeit sind ca. 1,417 ha Scheurebe in Deutschland angebaut. Rheinhessen hat davon stolze 698 ha. Der Flächenanteil der Scheurebe an der deutschen Rebfläche liegt derzeit bei 1,4 Prozent.

Allrounder – das Wort beschreibt die Scheurebe in Sachen Food Pairing ziemlich perfekt. Durch ihre zahlreichen charakteristischen Ausbaumöglichkeiten in diversen Qualitätsstufen kann kaum eine andere Rebsorte ihr das Wasser reichen. Durch den starken Charakter und die Aromenausprägung ist die Rebsorte der perfekte Partner zur asiatischen Küche, da sie den extremen Gewürzen locker standhält… Einfach genial!

Wir machen Euch die Vielfältigkeit der Rebsorte erlebbar und haben Euch mal ein paar interessante reinsortige Scheu’s zusammen gepackt. Überzeugt Euch am besten selbst:

 

SCHEUREBE

Weingut Zimmer-Mengel

Scheurebe kommt! Und zwar mit Schwung. Schönes Ding muss man da sagen. Die Sorte kann halt einfach was. Hier ist ein bisschen Exotik drin (Grapefruit und Ananas), dazu knackige Säure, ein paar Blumen und Mirabellen. Man hat das Gefühl, als ob einen der Wein anlächeln würde…

 

 

 

 

 

SCHEUREBE ZELLERTAL

Weingut Schwedhelm

Scheurebe ist eine dieser Sorten, die fast weg vom Fenster waren und nun (zum Glück) wieder auftauchen. Grade wenn man Sauvignon mag, kann man auch gut mal zur Scheu greifen. Exotischer Obstsalat (Grapefruit, Melone, Sternfrucht und Kaktusfeige) kommt hier zusammen mit einer knackigen Säure und einem Hauch von grünem Eistee. Sauguter Stoff!

 

 

 

 

ST. JOHANNER SCHEUREBE

Weingut Bernhard

Der Wein ist im Holzfass ausgebaut, was per se keine wirkliche Besonderheit mehr ist, aber in Kombination mit dieser Rebsorte doch sehr spannend. Denn üblicherweise wird die Scheurebe eher fruchtig im Edelstahltank ausgebaut. In unserem Fall hier verbindet sich aber die typische Exotik und Frische mit dem Aroma vom Holzfass. Das ist ziemlich aufregend und ein echter Genuss…

Weinwissen | Rebsorten-Special: Bacchus

ihr müsst nur kurz die Augen schließen und Euch entspannen. Wir nehmen Euch heute mit auf eine Zeitreise. Es geht bis in die Zeit der Römer zurück. Unsere Hauptfigur ist der römische Weingott Bacchus, welcher auf charmante Art und Weise die Bevölkerung verzaubert. Jetzt wisst ihr auch direkt, um welche Rebsorte es sich im heutigen Rebsorten-Special handelt:

ALL ABOUT… Bacchus !

Diese interessante und so charakterstarke Aromarebsorte verdankt ihren Namen tatsächlich der römischen Weingottheit Bacchus und hatte in den 1970er bis 80er Jahren einen richtigen Boom. Leider hatte sie im Jahr 1985 mit 3,6% der deutschen Rebfläche bereits ihren Höhepunkt erreicht. Seit den 90er Jahren sind auch die Rebflächen in Deutschland rückläufig. 2019 waren es mit 1.649 Hektar nur noch 1,6% der deutschen Rebfläche.

Aber wir sehen da Potenzial und einige junge Winemaker auch. Also sind wir mal gespannt, was zukünftig noch passieren wird… Jetzt aber zuerst einmal ein paar Informationen zu dieser göttlichen Rebsorte.

Bacchus ist aus der Kreuzung Riesling x Silvaner x Müller-Thurgau (auch Rivaner bezeichnet) entstanden. Wer diese blumige Rebsorte noch nicht kennt, kann die Aromen ein bisschen mit denen der Scheurebe, des Muskateller oder dem Traminer vergleichen. Eine Rebsorte mit Charakter und einer tollen floralen und fruchtigen Nase, welche von einem feinen Muskatton untermalt wird. Also kurz gesagt habt ihr mit Bacchus einfach ’ne Sommerparty im Glas!

Aber was sagt die Winemaker-Seite dazu? Bei durchschnittlichen klimatischen Bedingungen lässt der Bacchus das Winzerherz auf jeden Fall höherschlagen. Böden, die für den Riesling gänzlich ungeeignet sind, machen unserer Aromarebsorte  keine Umstände. Selbst in kühleren Lagen reift sie schnell, sodass die Bacchusrebe nicht nur zu den frühreifen Rebsorten zählt, sondern die Winzer und Winzerinnen auch noch mit einem hohen Reifegrad (= einen konstanten Säureabbau mit gleichzeitig steigendem Anstieg des natürlichen Zuckergehaltes in der Beere) bereichert werden. Wo aufgepasst werden muss bzw. was die Rebsorte gar nicht gerne hat, ist tatsächlich zu viel Sonne. Sie neigt zum Sonnenbrand.

Bevorzugt und zum Großteil wird die Bacchusrebe halbtrocken ausgebaut. Ein wenig Fruchtsüße schmeichelt der Traube und macht diese zum perfekten und beliebten Sommerwein. Wenn ihr kulinarisch noch eine Schippe draufsetzen wollt, müsst ihr es mit  Mehlspeisen wie Gebäck und Kuchen sowie fruchtigen Desserts kombinieren. Ein perfekter Daydrinking-Wein, der auch gerne jung getrunken wird.

Habt Ihr denn schon einmal Bacchus getrunken? Wenn ihr es ausprobieren wollt, müsst ihr die Weinanbaugebiete Rheinhessen, Pfalz, Franken oder Nahe ansteuern. Oder ihr klickt euch ganz einfach durch unsere Empfehlungen:

 

BACCHUS-KABINETT

Weingut Baumberger

Mit süßen Weinen ist das so eine Sache. Man muss immer aufpassen, dass es nicht zu klebrig wird. Hier funktioniert das ganz famos! Der Wein ist ziemlich verspielt, trotz der Süße und ohne zu viel Säure. Dazu riecht er erstmal total abgefahren nach Feige und Spearmint. Hinzu kommt noch ein etwas blumiger Touch, der aber nicht parfümiert wirkt. Man könnte sagen ein Hawaiihemd für die Zunge. 🙂

 

 

 

WOLFSPAKT CUVÉE WEISS

Martina Bernhard

Der Party-Wein aus der Wolfspakt-Linie: Quirlig, etwas aufgedreht und spaßig. Die Rebsorten in dieser Cuvée ergänzen sich perfekt. Sauvignon Blanc und Bacchus bringen eine exotische Note, wie Maracuja und Quitte, und etwas leicht grasiges mit. Der Müller sorgt für Struktur und gibt der Cuvée den unfassbaren Trinkfluss. Mit dieser Flasche macht ihr jeden in eurem Party-Rudel glücklich.

 

 

DESTINATION WHITE

Destination Wine

In diesem Cuvée stecken Morio-Muskat und Bacchus – zwei wunderbar aromatische Rebsorten, die einen beim Probieren dorthin entführen, wo es duftet und blüht. In eine Straße in Marseille, wo du von einem über die Mauer wachsenden Baum eine reife Zitrone klauen kannst. An einen Markplatz in Marrakesch, auf dem es nach Muskat und Minze duftet. Auf eine Blumenwiese in den Alpen, wo du nach einem langen Fußmarsch verweilst. Oder an einen Straßenstand auf Bali, an dem du mit deinem Roller kurz Halt machst, um ein Stück frische Pomelo zu essen. Wohin soll die Reise gehen?

Weinwissen | Rebsorten-Special: Grüner Veltliner

sollte man nicht immer probieren über den Tellerrand zu schauen? Ja! Und deswegen machen wir das heute in unserem Rebsorten-Special. Wir schauen rüber in unser Nachbarland Österreich und wollen über dessen National-Rebsorte sprechen:

ALL ABOUT… Grüner Veltliner!

Die Rebfläche des Weinbaulandes Österreich ist zu einem Drittel mit Grüner Veltliner bestockt, was direkt den Stellenwert der Rebsorte in diesem Land zum Ausdruck bringt. Auch als „Weißgipfler“ bekannt, ist sie die wichtigste autochthone Rebsorte für die Winzer und Winzerinnen. Ganz klar ein Aushängeschild für das Weinland Österreich und bei der Anbaufläche scheinbar auch ein ganz feiner Tropfen – Angebot und Nachfrage und so, das kennt ihr ja alle… 😉

Der Ursprung des Grüner Veltliner liegt im Burgenland, dem am östlichst gelegenen Weinanbaugebiet Österreichs. 1998 wurde anhand von DNA-Analysen festgelegt, dass die Rebsorte Traminer ein Elternteil ist. Erst 9 Jahre später konnte man durch eine weitere Analyse eines alten Rebstocks in St. Georgen im Burgenland den zweiten Elternteil bestimmen. Grüner Veltliner ist also eine natürliche Kreuzung aus Traminer und St. Georgen.

Mittlerweile ist die Rebsorte auch vermehrt in Ungarn, Tschechien und der Slowakei vertreten. Kleine Teile könnt ihr in Deutschland finden sowie in Italien und Frankreich. In der Neuen Weinwelt wird sie besonders in Neuseeland und den USA angebaut.

Bei uns in Deutschland wird Grüner Veltliner hauptsächlich trocken ausgebaut. Hingegen ihr in Österreich auf eine Vielfalt von Ausbauarten stoßt. Neben dem trockenen Weinausbau ist es dort auch typisch, ihn zur Versektung einzusetzen – super interessant, da der Schaumwein dann ein tolles nussiges und leicht würziges Aroma mit sich bringt. Feinperlig werden dann die Aromen perfekt unterstützt und in Szene gesetzt. Einfach besonders!

Für ein sehr geiles Food Pairing empfehlen wir Euch – zurzeit mehr als passend – ein frisches Spargelgericht dazu. Diese Kombination ist ein echter Klassiker! Die Aromatik des Veltliners passt außerdem zur asiatischen Küche, da er scharfen Speisen ohne Probleme standhält!

Der Name Grüner Veltliner verrät im Übrigen so einiges über die Farbe im Glas! Wenn ihr die Tage also eine Flasche aufzieht, achtet einmal ganz genau auf die wunderschönen und charakteristischen grünen Reflexe im Glas. Cheers!

 

Um das zu prüfen und sich mit der Rebsorte vertraut zu machen, haben wir Euch mal ein paar interessante und vor allem unterschiedliche Ausbauarten des Grünen Veltliners aus unserem Sortiment zusammen gepackt:

 

GRÜNER VELTLINER WAGRAM

Eschenhof-Holzer

WIE EIN FLIEGENDER SCHMETTERLING

Der Einstiegs-Veltliner vom Eschenhof Holzer macht schonmal eine Ansage, wo die Reise hingeht! Natürlich ist das nicht brutal konzentriert, sondern macht einfach richtig Spass zu trinken, ohne dabei den Sortencharakter zu verleugnen. Konkret heisst das Zitrus, Blüten und weisser Pfeffer, verpackt in spritziger Säure und mit überraschendem Nachdruck. Geiler Scheiß für den langen Abend!

 

 

 

GRÜNER VELTLINER

Weingut Hinterbichler 

Der Hinterbichler hat eine flüssige Hommage an seine Wurzeln in die Flasche gebracht und sie schmeckt einfach grandios. Toller Veltliner, mit allem was dazu gehört, d.h. verspielte Säure, bunte Frucht, Pfeffer-Touch und erschreckend spaßige Trinkigkeit.

 

 

 

 

GRÜNER VELTLINER 2 HUT

Lukas Krauß

Ein wahrer Exot. Es gibt nur eine geringe Menge der österreichischen Erfolgsrebsorte Grüner Veltliner aus Deutschland. Lukas Krauß zeigt den Österreichern, dass auch Andere sehr gute Weine aus deren Rebsorte kreieren können. Reife Fruchtaromen gepaart mit einer dezenten Veltlinerwürze. Einmal gekostet bietet er viel Trinkvergnügen dank seinem langen Nachhall.