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Weinwissen | Rebsorten-Special: Kerner

wir wollen Euch heute erklären, wieso es so wichtig ist, an Wunder zu glauben! 😉 Die Lösung verrät uns dazu unser heutiges Rebsorten-Special:

ALL ABOUT… KERNER !

Aber was hat diese Rebsorte mit einem Wunder zu tun? Die Rebsorte Kerner wurde im Jahr 1929 von August Herold gezüchtet. Und das Verrückte ist, dass die beiden Eltern, sprich die Kreuzungspartner, eine rote und eine weiße Traube sind. Normalerweise dominieren die roten Komponenten häufig, hier aber nicht! Der Trollinger, als rote Rebsorte, wurde mit der weißen Riesling-Traube gekreuzt. Riesling wird nicht umsonst als die Königin der weißen Rebsorten bezeichnet. Sie hat Power in der Frucht, eine tolle Aromatik und eine hervorstechende und prägnante Fruchtsäure. Die setzt sich auch hier wieder einmal durch.

Der nächste coole Fakt, bei dem man weiterhin im Staunen bleiben muss, ist die Vielseitigkeit dieser Traube. Keine andere Rebsorte könnt ihr so vielseitig einsetzen wie Kerner. In manchen Regionen wird sie sogar bewusst als ‚easy drinking wine‘ für die Weinschorle / als Schoppenwein ausgebaut.

Die Weine haben tolle Aromen von grünem Apfel, reifer Birne und Aprikose, bis hin zu dem typischen Eisbonbon Geschmack (genau, die aus eurer Kindheit). Wenn ihr an einem Wein diesen Eisbonbon-Geschmack feststellt, beispielsweise bei einer Blindprobe, könnt ihr Euch sicher sein, dass ihr einen Kerner im Glas habt. Ganz selten erinnert das Aroma auch an Muskat.

Nicht nur qualitative Spätlesen und Auslesen werden ausgebaut – Kerner bildet bedingt durch die tolle und spürbare Fruchtsäure einfach die perfekte Grundlage für den Ausbau von Süßweinen. Und wenn wir Süßwein sagen, dann meinen wir das auch so. 😉 Wir sprechen von Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen mit einem natürlichen Zuckergehalt von bis zu 150 Oechsle und mehr. Sozusagen ein flüssiges Dessert, welches an sehr feinen Honig erinnert. Durch die belebte Säure ist trotz der hohen Restsüße ein toller Trinkfluss zu erwarten.

Ebenso ein Ausbau als Schaumwein mit einem langen Hefelager ist durchaus sehr gut vorstellbar und wird in einigen Regionen auch sehr gerne mit der Kerner Traube praktiziert. Durch die geprägten Aromen von Apfel, Birne, teilweise auch Quitte und Aprikose wird der Kerner gerne als Cuveépartner bevorzugt. Er gibt vielen Weinen einen besonderen Schliff.

Das einzige Problem – was aber keines – ist die Bekanntheit der Traube. Kerner ist in Deutschland und Österreich sowie im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt und auch verbreitet, darüber hinaus aber leider gar nicht. Es ist keine internationale Rebsorte und daher richtet sich leider auch ihre Nachfrage. Aber wir sehen das Potenzial und einige junge Winemaker auch. Also sind wir mal gespannt, was vielleicht hier doch noch zukünftig passieren wird…

Hier noch ein paar weinbauliche und fachliche Informationen zur Rebsorte: Neben der relativ langen Vegetationszeit liefert die Sorte auch tolle und kontinuierliche Erträge. Trotz der dickschaligen Beere ist die Schwachstelle der ‚Echte Mehltau‘, in der Fachsprache als Oidium bezeichnet, eine Pilzkrankheit im Weinberg. Die Folge dessen kann das Absterben der Blätter sein und somit zu einer verminderten Funktion der Fotosyntheseleistung führen, was dann wiederum als Folge eine minimierte Zuckereinlagerung in der Beere mit sich bringt. Weniger Zucker in der Beere bedeutet weniger Oechsle ( = natürlicher Restzuckergehalt in der Beere) und somit auch eine geringere Qualitätsstufe bei der Ernte.

Food Pairing: Wozu passt Kerner? Wenn ihr kulinarisch noch eine Schippe draufsetzen wollt, dann muss es zu einem coolen Glas Kerner unbedingt ein Fischgericht sein! Meeeega gut und einfach schön, wie die Aromen sowie die Fruchtsäure zu einem weißen Fischfilet passen.

Da am Ende sowieso alles nur Geschmackssache ist, gibt’s hier unsere Weinempfehlungen:

 

ZWITSCHERN WEISS

WEINGUT MICHEL

Der weisse Einsteiger von Sebastian ist einfach ein freundlicher Wein! Helle und klare Frucht, leichtes Zuckerschwänzchen (obwohl trocken) und süffiger Trinkfluss. Davon kann man gut mal eine Flasche nehmen, sich ins Grüne setzen und den Vögeln beim Singen zuhören. Das Cuvée besteht neben Kerner aus Silvaner & Müller-Thurgau.

 

 

JUWEL CUVÉE WEISS

JULIANE ELLER WEINE

Dieses Schmuckstück aus der JuWel-Linie spiegelt das wider, was für uns den puren Weingenuss darstellt: einfach lecker, lecker und nochmal lecker! Ideal für jeden Moment, in dem man schlichtweg Lust auf Wein hat. Süffig, ohne Schminke, mit spritziger Frucht und schmatzigem Schmelz. Ein Cuvée aus Riesling, Grauburgunder, Kerner & Müller-Thurgau.

 

 

TACHELES

WEINGUT WEINREICH

Hier kommt ein bisschen schräges Zeug aus dem Hause Weinreich. In der ´Natürlich Weinreich`Linie werden Weine ohne jegliche Zusätze hergestellt, also sogenannte Naturweine, Natural oder Raw Wines. Wer Lust hat, sich diesem Teil der Weinwelt zu näheren und Neues erleben will, sollte zu dieser Flasche greifen.

Tacheles ist ein maischevergorener (auf den Traubenschalen vergorenen wie Rotwein) Weisswein, der unfiltriert und ohne Zugabe von Schwefel auf die Flasche kommt. Einige Vertreter dieser Weinspezies können sehr sperrig und herausfordernd sein, aber Marc und Jan haben einen extrem zugänglichen und trinkigen Orange hergestellt, was eine große Kunst ist.Aus dem Glas strömt euch ein funky Duft von Curryblatt, Grapefruit und Kaktusfeige entgegen. Durch die feinen Gerbstoffe ist der Wein herb und erfrischend. Ungewöhnlicher Stoff, der aber irre viel Spaß macht und viel zu lernen und entdecken bietet. Rebsorten:Riesling, Bacchus und natürlich Kerner.

Weinwissen |Was geht ab im Weinkeller ?…

Was passiert eigentlich nach der Traubenlese im Weinkeller?

Wenn das Lesegut aus dem Weinberg im Keller ankommt, muss es zunächst gekeltert werden, d.h. die festen Bestandteile der Trauben müssen vom wertvollen Saft getrennt werden. Schon ab dieser Stelle unterscheidet sich die Herstellung von Weiß- & Rotwein erheblich.

Weiße Trauben werden direkt abgepresst. Rote Trauben werden entrappt (also vom Stiel entfernt) und anschließend gemahlen. Hierbei entsteht die sogenannte Maische, eine Mischung aus Fruchtfleisch, Kernen, Schalen und Saft. Die Gärung auf der Maische ist hier erwünscht, denn beim Gärprozess werden Farbe & Gerbstoffe aus der Beerenhaut gezogen. Dafür gibt’s eine ganz einfache Faustregel: Je länger der Most mit der Schalenhaut in Kontakt ist, desto dunkler wird der Wein. Möchte man also einen Roséwein herstellen, sollte man den Most bei rosaroter Farbe abpressen.

Nach dem Keltern kommen alle Weinsorten entweder ins Holzfass, Barrique, Betonei oder den Edelstahltank. Hier vollzieht sich die Gärung, in der aus dem Traubensaft Wein entsteht. Das passiert durch die Umwandlung von Zucker in Alkohol und CO2.

Die Gärung wird durch Hefen in Gang gesetzt. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Verfahren: Spontangärung oder zugesetzten Reinzuchthefen. Leitet man den Vorgang mit Reinzuchthefen direkt und kontrolliert ein, weiß man genau, welche Hefen arbeiten. Bei der Spontangärung weiß man dies nicht, was zwar ein größeres Risiko bedeutet, aber auch spannendere Ergebnisse liefern kann. Die Entscheidung liegt allein beim Kellermeister. In beiden Fällen lässt sich durch die Gärung das schöne Blubbern im Keller belauschen, da das Kohlendioxid oben aus den Tanks sprudelt.

Nun lässt man die Weine entweder durchgären und wandelt somit den kompletten Zucker in Alkohol um, oder man unterbricht den Prozess, um für süße oder feinherbe Weinen noch Zucker im Wein zu erhalten. Der Wein bleibt anschließend weiterhin auf der Hefe und wird so geschmeidiger und bekommt seine Cremigkeit.

 

Weinwissen | Rebsorten-Special: Roter Riesling

heute geht es um einen ‚Jungspund‘. Wir haben für Euch eine Rebsorte, die besonders interessant und gleichzeitig noch relativ unbekannt ist. Wir sind uns sicher, dass die meisten von Euch diese noch nicht probiert haben oder gar kennen. Na, haben wir Euch jetzt ein bisschen neugierig gemacht? Wir lüften das Geheimnis:

ALL ABOUT… ROTER RIESLING !

Riesling ist klar und Euch allen ein Begriff. Aber Roter Riesling? Das erste Bild, welches einem in den Kopf schießt, ist eine rote Beere. Aber es ist kein Rotwein, der aus diesem Riesling produziert wird, so viel können wir Euch direkt sagen.

Der Rote Riesling ist eine sehr seltene Variante des Rieslings, die vermutlich durch zahlreiche Mutationen entstanden ist. Vermutlich? – Ja, denn es laufen nach wie vor zahlreiche Forschungsprojekte um und mit dem Roten Riesling, um Genaueres über dessen Herkunft und Verwandschaft zu erfahren.

Seit dem Jahr 2000 sind die Rheingauer Winzer in Verbindung mit der Forschungsanstalt der Universität Geisenheim daran, die Rebsorte Roter Riesling, sprich die „Urform“ des Rieslings, in Deutschland wieder heimisch zu machen. Seit 2003 wird er daher vorrangig im Rheingau selbst angebaut. Durch den Erfolg der Rheingauer Winzer sowie deren Arbeit, die sie in das Projekt hineinstecken, wurde die Rebsorte am 15.01.2018 offiziell zugelassen, genau deswegen hatten wir zu Beginn auch die Rede von einem ‚Jungspund‘. Erst seitdem ist unser vermeintlicher Exot im Bundessortenamt für Rebsorten eingetragen.

Der Name kommt von der Beerenfarbe bzw. Beerenschale, welche lachsfarben ist und einen leicht rötlichen Schimmer wirft. Die Sensorik kommt dem uns allen bekannten Riesling nah.

An dieser Stelle wollen wir ein paar coole Weinwissens-Facts loswerden und damit für Klarheit sorgen: Es gibt rote Weintrauben, aus denen geile Rotweine, fruchtige Rosés und elegante Blanc de Noirs produziert werden. Dann haben wir weiße Weintrauben für den Weisswein und ganz besonders drei lachsfarbene Trauben, aus denen auch Weißwein hergestellt wird. Neben dem eben erwähnten Roten Riesling schauen so auch die Beerenschale des Grauburgunders und die des Gewürztraminers aus.

Das Thema Roter Riesling ist cool, trotzdem wollen wir gerne noch etwas mindestens genauso interessantes anschließen, weil es einfach perfekt dazu passt. Ihr seht, dieser Newsletter hat es in sich… 😉

Der Rote Riesling ist nämlich eine von sieben Rebsorten, die in einem Vino aus unserem Weinregal stecken, nämlich in dem „Historischen Rebensatz“. Ja, ihr habt richtig gehört – ein Wein, der bewusst aus sieben Rebsorten besteht. Das ist kein neumodischer Trend oder irgendeine neue Erfindung. Nein, dahinter steckt eine lange historische Geschichte des Weinbaus.

Früher – und zwar wirklich früher, vor Jahrhunderten, standen die Rebsorten, die man eben hatte, alle zusammen auf einem Feld. Es war einfach praktisch und kostengünstig. Wenn der Herbst vor der Tür stand, wurden die Trauben auch alle zusammen gelesen, gepresst und abgefüllt. Der Hintergedanke war der, dass verschiedene Sorten mit verschiedenen klimatischen Ansprüchen sich gegenseitig ausgleichen können. Diese historische Form ist heute unter dem „Historischen Rebensatz“ – oder auch „Gemischten Satz“ (in Österreich) – bekannt.

Eine traditionelle Ausbauart, die das Weingut Baron Knyphausen mit einem schönen geschichtlichen Gedanken wieder aufgenommen hat und durch eine einzigartige Kombination der unterschiedlichen Rebsorten einen wahnsinnig interessanten Wein geschaffen hat.

 

HISTORISCHER REBENSATZ

WEINGUT BARON KNYPHAUSEN

Der Duft von Nektarinen, exotischem Obst und blühenden Obstbäumen. Gleichzeitig überraschend herb und super lebendig. Keine Sorte drängt sich in den Vordergrund, sondern alle gehen im harmonischen Ganzen auf. Aber probiert ihn am besten selbst.

 

 

P.S. Es sind übrigens alles alte Sorten: Riesling, Roter Riesling, Gewürztraminer, Silvaner, Heunisch, Elbling und Gelber Orleans.
Die Bilder sprechen für sich – genauso auch der Wein!

 

Weinwissen | PIWI`s – Pilzwiderstandsfähige Rebsorten & Zukunftsweine

PIWI – Lights on… für neue Rebsorten!

Die Weinbranche steht mit ihrem tollen Produkt – dem Wein – nicht nur für puren Genuss, sondern auch für Heimatliebe und Kulturgut, das immer stärker Anziehungspunkt für Tourismus wird. Die Winzer bezeichnen sich zurecht als „Landschaftsgärtner“ der Region. Ihr Arbeitsplatz ist für die Menschen ein Ort zum Spazieren gehen, Natur erleben, Wohlfühlen und Kraft tanken.

Ein wichtiges Thema für die Weinbranche sowie für uns alle ist das Thema der NACHHALTIGKEIT. Nachhaltigkeit im Weinbau muss genauso wie in jeder anderen Branche unter dem Gesichtspunkt der drei Nachhaltigkeitssäulen betrachtet werden: dem Sozialen, der Ökonomie und der Ökologie. Gerade die Ökologie ist für die Weinbranche aber von größter Bedeutung.

Deswegen möchten wir Euch heute einen Einblick in das Thema ‚PIWIs‚ geben. PIWI ist eine Abkürzung und bedeutet ‚pilzwiderstandsfähig‘. PIWIs sind also Rebsorten, die von Natur aus eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten aufweisen. Dies bedeutet, dass der übliche Pflanzenschutz bei diesen Rebsorten extrem reduziert werden kann. Also eine ziemlich geile Sache, die mit Blick in die Zukunft immer mehr an Bedeutung und Aufmerksamkeit bekommen sollte. Warum genau und was dahinter steckt, erklären wir Euch jetzt:

Bereits im 19. Jahrhundert wurden sogenannte Wildreben aus Amerika hier bei uns in Deutschland eingeschleppt und haben sich seitdem im europäischen Weinbau etabliert. Zuerst brachte das ganze jedoch eine negative Folge mit sich, weil durch die Einfuhr dieser Wildreben die Reblaus nach Europa kam. Ein Schädling, der sich sehr breit machte und weitreichenden Schaden angerichtet hat. Dies hat man heute zum Glück alles wieder im Griff! Die Forschung hat durch spezielle ‚Unterlagen‘ (so bezeichnet man den unteren Teil der Reben, welcher sich in der Erde befindet) eine Resistenz gegen die Reblaus gefunden.

An der Redewendung „Alles Schlechte bringt auch immer etwas Gutes mit sich“ möchten wir anknüpfen, denn die Einfuhr der Wildrebe nach Europa bereichert uns heute und gibt uns die Möglichkeit, PIWIs (neue Rebsorten) zu züchten.

Also zusammengefasst: Wildreben aus Amerika wurden mit der Vitis Vinifera, der europäischen Rebe, sowie mit natürlichen Resistenzen gegen die Erreger gekreuzt. Durch diesen Erfolg und weitere Forschungsarbeit konnten in den letzten Jahren neue nachhaltige Rebsorten gezüchtet werden. Das Ganze passiert hierzulande zum Beispiel im Rheingau, in Geisenheim. Hier werden heute die PIWIs oder auch als Hybridreben bezeichnete Rebsorten gezüchtet.

Kritik gibt es vor allem bei der Namensgebung. Den meisten Weintrinkern sind Namen wie Laurot, Solaris, Sauvignac und Satin Noir nicht bekannt und wecken daher auch deren Interesse nicht. Mit der geringen Nachfrage kommt natürlich auch eine gewisse Sorge bei den Winzern auf, diese überhaupt anzubauen, wenn internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon, Grauburgunder und Merlot Selbstläufer sind… Aber genau das ist der Knackpunkt und das Einzige, was fehlt, ist die passende Kommunikation – wie so oft! Das Ziel sollte sein, für mehr Aufklärung in Sachen PIWIs zu sorgen und diese als Marke zu etablieren.

 

Zukunftsweine = PIWIs bei GEILE WEINE

Schon vor ein paar Wochen haben wir Euch die Zukunftsweine vorgestellt: Sie sind neu in unserem Weinregal vertreten wacker die PIWI-Front. Ins Leben gerufen wurden sie unter anderem von unserem ehemaligen Weinfuzzi und GW-Urgestein Felix. Er widmet sich diesem Projekt mittlerweile mit all seinem Herzblut, und wir möchten das gerne unterstützen.

 

 

CROWDFUNDING FÜR DIE Zukunftsweine bei STARTNEXT

Worum geht es bei dem Projekt und warum eigentlich Crowdfunding?

Der Anbau von Wein benötigt extrem viel Pflanzenschutz, bei dessen Anwendung natürlich viel CO2 ausgestoßen wird, z.B. durch die Fahrten mit dem Traktor. Es gibt neue, nachhaltige Rebsorten, die von Natur aus widerstandsfähiger sind, also weniger Pflanzenschutz brauchen. Damit wird die Umwelt geschont.

Die ZUKUNFTSWEINE Bewegung kämpft dafür, möglichst viele dieser Reben in den Anbau zu bringen und so die Weinwelt nachhaltiger zu machen. Und. Zwar. JETZT!

Dazu müssen möglichst viele Weingenießer:innen, Weinhändler:innen und Winzer:innen mitwirken und von den neuen Reben erfahren. 16 Winzer:innen machen schon mit. Aber das reicht noch nicht. Aus der noch kleinen Bewegung soll eine große werden! Je mehr Zukunftsreben in den Boden kommen und je mehr Zukunftsweine nachgefragt werden, desto größer der Impact auf den Klimaschutz. Deshalb brauchen wir Euch, um ZUKUNFTSWEINE in die Welt zu brüllen. Wir müssen jetzt handeln… denn die Klimakrise wartet nicht auf uns!

 Rebvoluzzer

APFEL – APRIKOSE – MUSKAT

Die Re(b)volution im Weinberg packt den Klimawandel bei der Wurzel. Zukunftsweine werden nämlich aus neuen, widerstandsfähigen Rebsorten gemacht, die deutlich weniger Pflanzenschutz brauchen. Das schont die Umwelt und schmeckt auch noch lecker. In diesem Fall nach Apfel, Aprikosen und ein bisschen Gewürz. Super süffig, entspannt und unverkopft. #saufenfürsklima

 

Rosige Zukunft

BEEREN – ORANGENSCHALE – TERRASSE

Mit diesem Rosé sieht die Zukunft rosig aus. Und das gleich im doppelten Sinne! Denn der Wein ist nicht nur mega lecker, sondern schont Dank dem Anbau neuer, widerstandsfähiger Rebsorten auch noch die Umwelt. Die knallige Farbe zeigt dabei schon auf den ersten Blick, wo die Reise geschmacklich hingeht. Saftige Beeren, herbe Orangenschale und ein kleiner Kräutertouch. Dazu angenehme Frische und ein dezentes Süßeschwänzchen. Perfekt für das Nachmittagsschläfchen um Halbschatten…

 

 

Rebellin

KIWI – STACHELBEERE – MARACUJA

Zukunftsweine sind gut für die Umwelt und gleichzeitig super lecker. Besonders Cabernet Blanc – die Rebsorte aus der die REBELLIN gemacht wird – ist eine absolute Wucht. Bunt, exotisch und gleichzeitig herb-würzig. Zusammen ist das irre spannend und absolut erfrischend. Das taugt ganz hervorragend zum Picknick, denn die ausgeprägten Aromen können mit fast allem mithalten, was die Fingerfood-Welt so zu bieten hat!

 

 

Weinwissen | Rebsorten-Special: Monastrell

Unser Rebsorten-Special geht in die nächste Runde und bringt Euch die Sonne ins Glas. Heute auf dem Plan:

ALL ABOUT… MONASTRELL!

Monastrell hört sich fast an wie der Name einer Kirche oder einer Stadt im Süden. Aber nein, wir haben es hier mit einer südländischen Rebsorte zu tun, besser gesagt, einer autochthonen Rebsorte.

Kleiner Exkurs: Autochthone Rebsorten

Lagrein ist beispielsweise eine autochthone Rebsorte der Weinregion Südtirol. Autochthon kann mit ‚einheimisch‘ oder ‚beheimatet‘ übersetzt werden. Es sind Rebsorten, die in bestimmten Weinanbaugebieten zu Hause sind und ausschließlich dort angebaut werden. Cabernet Sauvignon, Merlot, Sauvignon Blanc, Grauburgunder und viele weitere zeigen das Gegenteil auf: Sie sind internationale Rebsorten, die mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut werden und sehr anpassungsfähig sind.

Back to Monastrell

Ihr könnt Euch bestimmt alle gedanklich in den Urlaubsmodus begeben, denn es geht nach Spanien, in die Region Murcia. Dort ist die Heimat des Monastrell und die Region ist bekannt für ihre extreme Hitze. Es ist so heiß und trocken, dass es sogar an eine Halbwüste erinnert.

Ihr merkt schon, mit Trockenstress hat die autochthone Rebsorte Monastrell nicht zu kämpfen, im Gegenteil: Sie liebt und braucht diese Temperaturen. Im Hinblick auf den Klimawandel ist das gar nicht so doof… wer weiß, was in Zukunft weinrechtlich so passiert und ob der Monastrell ausschließlich in Spanien bleibt.

Der Monastrell wird landesweit auf ca. 65.000 ha angebaut und ist nach Tempranillo, Garnacha und Bobal die viert beliebteste Rotweinrebsorte Spaniens.

Im Weinglas zeigt sich der Monastrell mit einer tiefroten und eleganten Farbe und hat tolle kräftige, kräutrige  Aromen mit einer schönen und sehr feinen, würzigen Note.

Wenn ihr diesen Südländer mit einem Essen kombinieren wollt, dann empfehlen wir Euch passend dazu schöne spanische Tapas oder auch eine tolle Pasta mit frischem Knoblauch. Am besten ausprobieren und unseren Monastrell-Weine dazu genießen:

 

ESSENCIAL 4 MESOS

CAN LEANDRO

Diesem reinrebsortigen Monastrell merkt man die Nähe zum Meer und die Höhe, in der er angepflanzt wird, an. Denn die kalte Brise vom Meer und die kühleren Nächte lassen die sonst so schwere Rebsorte Monastrell fruchtbetont und ausgewogen im Glas wirken. Das viermonatige Barriquelager gibt dem Wein den letzten Feinschliff. Ein echter Volltreffer!

 

LA TRIBUNA

BODEGA EL ANGOSTO

»La Tribuna« ist wörtlich übersetzt »Die Tribüne«. Passt eigentlich ganz gut – bisschen wild, bisschen bunt und etwas ungehobelt. Insgesamt ist das ein moderner spanischer Wein, wie man ihn haben will: dunkel, reif, würzig, mit etwas mehr Alk und viel Spaß beim Trinken. Die Rebsorten sind Monastrell & Syrah.

 

 

CAN LEANDRO

Die beiden Can Leandro Brüder Gabriel und Alberto sind Quereinsteiger und haben es sich auf die Fahne geschrieben alte, regionale Rebsorten wieder in den Fokus zu holen. In diesem Fall ist es neben Monastrell noch Bonicaire. Der Wein duftet wie ein Gewürzschrank. Frisch gemahlener Pfeffer, Piment, Balsamico, Maggikraut. Frucht spielt hier eine eher untergeordnete Rolle, was aber überhaupt nicht stört, denn sie fehlt einfach nicht. Wirklich geiles, super eigenständiges Zeug. Gerade zu Steak, Braten und Geschmortem ein absoluter Hammer!

Weinwissen | Rebsorten-Special: Regent

In unserem heutigen Rebsorten-Special befassen wir uns mit einer Rebsorte, die es schon seit 1967 gibt. In der Vergangenheit hat sie es aber leider nie geschafft, große Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein für die Weinbranche spannendes Thema, welches wir heute mit Euch angehen wollen… #nachhaltigkeit 

TODAY IT’S ALL ABOUT… REGENT 

Regent ist eine rote Traube, die in Siebeldingen gezüchtet wurde. Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wo das liegt, es ist eine Gemeinde an der südlichen Weinstraße. Gekreuzt wurde der Wein aus den Rebsorten “Diana” und “Chambourcin”. Viel schlauer sind wir jetzt aber immer noch nicht, oder? Kein Problem, wir klären Euch auf. 

Die Rebsorte “Diana” ist wiederum eine Kreuzung aus “Silvaner x Müller-Thurgau“. Diese zwei sehr bekannten Rebsorten kennt Ihr ja alle und wenn nicht, könnt Ihr einen Blick in unseren Blog werfen. Dort haben wir zu Silvaner und Müller-Thurgau jeweils ein Rebsorten-Special für Euch.

“Chambourcin” ist eine französische Zuchtsorte, von der der Regent seine tiefdunkle Farbe, sein weiches Tannin und seinen körperreichen Charakter hat. 

Regent ist bekannt für sein hohes Mostgewicht (=der natürliche Zuckergehalt in der Beere), der sogar das des Spätburgunders übertrifft. Die Erträge hingegen sind verhalten, sodass die Weine entsprechend gehaltvoll ausfallen. Eine milde Säure schmeichelt der schönen Regent-Traube. Der Ausbau dieser Sorte bringt nur erfreuliche Fakten mit sich, denn sie zeigt eine ebenso große Widerstandsfähigkeit gegenüber Winterfrösten. Aber wieso dann diese Unbekanntheit in den vergangenen Jahren? 

Die ersten Regent-Reben standen ausschließlich in Versuchsweinbergen und waren somit noch gar nicht weit verbreitet und auch nicht bekannt. Heute befindet sie sich in fast allen Anbaugebieten. Versuchsweinberge? – Wir kommen der Sache auf die Spur! 

Das allerbeste haben wir Euch nämlich noch gar nicht verraten, der Regent gehört zur Gruppe der PIWI- Sorten! Habt Ihr schon einmal etwas von PIWIs gehört? PIWI bedeutet Pilzwiderstandsfähig. Sie weisen alle eine Resistenz gegenüber falschem Mehltau (=Peronospora), Oidium und Botrytis auf. Das bedeutet, dass bei diesen Rebsorten die Pflanzenschutzmittel sowie die Traktorfahrten während der Bearbeitung des Weinbergs um 80% reduziert werden können. Den Pflanzenschutz zu reduzieren oder sogar ganz wegzulassen bedeutet auch, etwas für Insekten zu machen. Wir wollen es “Summen” hören. Wir wirken somit dem Klimawandel entgegen!

Da das Thema Nachhaltigkeit einfach so wichtig ist und bei den Menschen immer mehr ins Bewusstsein rücken sollte, wollen die Winzer verstärkt darauf aufmerksam machen und diese Rebsorten fördern. Das geht natürlich auch nur, wenn eine gewisse Nachfrage dieser Rebsorten vorhanden ist. Der Schlüssel des Ganzen ist wie so oft die Kommunikation. Nur wenn Ihr alle wisst, was es für coole Rebsorten gibt und was PIWIs sind und welche dazu gehören, könnt ihr diese auch nachfragen…

Um das Ganze zu stärken, haben sich ein paar Winzer zusammengetan und “Zukunftsweine” ins Leben gerufen. Wenn Euch das Thema interessiert, dann schaut doch gerne mal unter folgendem Link bei den Zukunftsweinen vorbei. Wir als GW-Team sind bereits überzeugt und ihr?

HIER zu den Zukunftsweinen

Ja, und der Regent ist natürlich auch einer davon. Wenn wir nun eine ganz andere Sicht über den Regent geben konnten und Euch auch das Thema PIWI neugierig gemacht hat, dann schaut doch bei uns im Shop bei den Zukunftsweinen und den für Euch ausgesuchten Regents vorbei…

DREIKLANG

Jürgen Hofmann

Eine Symphonie aus drei Rebsorten, die eher selten kombiniert werden. Jürgen Hofmann beweist hiermit sein praktisches Gespür für harmonische Rotweine. Die Cuvée bietet Aromen von dunklen Früchten und Röstnoten. 

ROT

Weingut Weinreich

Rotwein muss nicht immer fett sein! Schlank, fruchtig und weich steht dieser Vertreter im Glas. Der perfekte Wein für eine Sommernacht.

GABELFLUG

Weingut Baumberger

Der Gabelflug von Baumberger verbindet, wie der Name schon sagt, drei Destinationen aka Weinberge miteinander. Herausgekommen ist ein Charmeur von einem Wein, der einen einwickelt, aber sich nicht anbiedert. In die Nase steigt einem erst ein süßlich-fruchtiger Duft mit einem etwas blumigen Touch. Das Ganze kippt aber nicht ins kitschige, sondern wird auf der Zunge von einer frischen Würze eingefangen und durch weiche Gerbstoffe unterfüttert. So ein Fläschchen ist schnell weg…

Weinwissen | Rebsorten-Special: Merlot

Es wird weich im Abgang und beeindruckend … 😉 Ja, so würden wir es beschreiben. Diese Woche haben wir eine Rebsorte von Weltrang für Euch am Start:

ALL ABOUT… MERLOT!

Der Merlot kommt rein namentlich von der “Merle”, bzw. “Merleau” = der “kleinen Amsel”. Dieses Vögelchen hat in der Gegend um Médoc in Frankreich nämlich eine besondere Vorliebe für die Trauben dieser Rebsorte und nascht ab und zu vom Rebstock. Tja, die Träublein schmecken nun mal nicht nur uns.

Wir starten gedanklich also in Bordeaux. Hier wurde die Rebsorte Merlot das erste Mal urkundlich erwähnt. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Merlot schon. Wir haben es mit einer Rebsorte zu tun, die jede Menge Erfahrung in der Weinwelt hat. Eine Rebsorte, die nicht nur einige Trends der Weinbranche miterlebt, sondern diese auch überlebt hat, weil sie immer noch gefragt ist und nie uninteressant wurde. Zusätzlich hat sie auch in Sachen Klimawandel und Weinbaupolitik schon einiges miterlebt.

Merlot ist international sehr stark vertreten. 2021 wurden 836 ha bestockte Rebfläche in Deutschland gemessen. Mit 388 ha in der Pfalz und 221 ha in Rheinhessen nehmen die zwei größten deutschen Weinanbaugebiete mehr als die Hälfte der deutschen Merlot Rebfläche ein!

Relativ zu Beginn der Lese macht sich der Merlot schon einmal bemerkbar. Eine recht frühe Reife zeichnet die Trauben aus. Eine Rebsorte, welche mit einem weichen und schon fast samtigen Charakter verzaubert.

Einen besseren Cuvéepartner kann man sich gar nicht wünschen. International bekannt und DAS französische Cuvée, das sich durchgesetzt hat, ist die Kombi aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Besonders die extrem kantigen Rotweinsorten, die reich an Gerbstoffen und Tanninen sind, werden durch Merlot perfekt ergänzt. Denn der Merlot verleiht einem Cuvée oft die richtige Balance und den letzten Schliff durch das weiche, harmonische Mundgefühl.

Neben den Cuvées macht der Merlot selbstverständlich auch eigenständig eine gute Figur. Im Glas könnt ihr eine satte dunkelrote Farbe erwarten und im Geschmack ein dichtes Pflaumen- und Kirscharoma, welches von den weichen Tanninen unterstützt wird.

Ein Merlot mit fruchtbetontem Ausbau würden wir Euch ohne passende Essensempfehlung ans Herz legen, weil es einfach cool ist, in gemütlicher Runde einen solchen Tropfen entspannt zu süffeln.

Wenn es aber ein Merlot ist, der im Barrique ausgebaut wurde und sich die etwas schwere und komplexere Ausbauart auf der Zunge zeigt, dann auf jeden Fall mit Essen paaren. Zum Beispiel mit einem gegrillten Stück Fleisch, mit deftigen Röstaromen oder – für die Veggies unter uns – mit gegrillter Aubergine – mhhhh … lecker!

Merlot gilt also nicht zu Unrecht als beliebteste Rotwein-Rebsorte der Welt…Liebt ihr ihn auch? Überzeugt euch selbst:

LE COQUIN

Domaine La Louvière

Der Le Coquin von unseren Freunden aus Südfrankreich ist zwar technisch gesehen ihr „kleinster“ Rotwein, was aber nicht heißt, dass er ein belangloses Stöffchen ist. Der Cayman ist ja auch der kleinste Porsche und trotzdem immer noch geil… Reinsortiger Merlot mit schöner Nase (Pflaume, Erdbeere, Würze) und leicht verspielter Art. Insgesamt sehr rund.

 

PETIT ROSÉ

Weingut Uli Metzger

Der kleine Rosé vom Metzger ist ein rundum charmanter Wein, d.h. er ist weder zu laut oder aufdringlich, aber auch nicht zu blass. Die Nase ist dezent duftig, mit roten Birnen, Brombeeren und einem Hauch Blütenblättern. Im Mund fühlt er sich zunächst leicht cremig an, bleibt aber auf der frischen Seite. Insgesamt wunderbar verspielt. Genau das Richtige für den Nachmittag im Segelclub 😉 

BLUTSBRUDER ROT

Weingut Karl May

Wenn zwei Brüder in Winnetou-Old-Shatterhandartigem Einvernehmen in der ewigen Weite des Wonnegaus ein Weingut bewirtschaften, das echt und ehrlich „Karl May“ heißt, dann muss es dort doch auch Weine namens „Blutsbruder“ geben. Der Blutsbruder Rot ist einfach gelungen. Leichte Beerenfrucht trifft auch würzig-rauchige Noten und eine komplexe Tanninstruktur. Ein kräftiger, aber dennoch sehr runder und samtiger Wein zum dahinschmelzen. 

ROSÉ

IMI Winery

Der IMI Rosé ist das Wein-Äquivalent zum Sprung in den Pool an einem heißen Tag. Irre erfrischend! Schon die Farbe lässt an Liegestühle und Sonnenbrillen denken. Dazu duftet er nach Wassermelone und frischen Kräutern, was seine herb-saftige Art noch mehr betont. Wir sind völlig hin&weg von dem Zeug und wollen keinen Sommer mehr ohne ihn durchstehen müssen. 

BRDX – CRÉMANT ROSÉ

Château de Lisennes

Feiner, herrlich unkomplizierter Schaumwein! Die leuchtend-helle Farbe macht alleine schon Lust auf den ersten Schluck und laufen die Perlen erstmal die Kehle hinunter, gibt es eh kein Halten mehr. Kleine rote Beeren kullern über die Zunge, gefolgt von Aprikosen und einem Schnittchen Biskuit. Absolute Leichtigkeit verpackt in einem prickelnden Erfrischungsgetränk. Wenn man irgendwann mal in der Zeitschleife eines sonnigen Nachmittags gefangen sein sollte, dann hat man davon besser einen Vorrat zur Hand!

Weinwissen | Rebsorten-Special: Portugieser

In unserem heutigen Rebsorten-Special befassen wir uns mit einer Traube, die von vielen zuerst einmal in eine falsche Schublade gepackt wird… Na, habt Ihr eine Idee, um welche Rebsorte es sich handeln könnte?

ALL ABOUT… PORTUGIESER!

Der Name macht fälschlicherweise den Anschein, dass die blaue Traube ihren Ursprung im schönen Portugal haben muss. So einfach ist es aber nicht, denn ganz genau ist die Herkunft bis heute nicht geklärt. Viele Untersuchungen und Schriften besagen, dass die Portugieser Traube aus dem heutigen Nordost-Slowenien kommt. Über Österreich im 18. Jahrhundert hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts auch den Weg nach Deutschland geschafft.

Worüber wir mehr als glücklich sind! Denn der Portugieser ist hinsichtlich der Rebfläche nach dem Spätburgunder und dem Dornfelder die drittwichtigste Rotweinrebsorte in Deutschland. Sehr gerne werden genau diese drei Rebsorten auch in Kombi als Cuveépartner miteinander verschnitten. Sie ergänzen sich gut und stellen in der Symbiose ein sau cooles Rotwein-Trio dar. Hauptsächlich wird der Portugieser heute in den deutschen Weinanbaugebieten Pfalz und Rheinhessen angebaut.

Auf den Etiketten könnte Euch neben der Bezeichnung ‚Portugieser‘ eben auch ‚Blauer Portugieser‘ begegnen. Es handelt sich dabei um die gleiche Traube, der Begriff ist einfach nur ein Synonym, wie so oft im Weinbau. Die Blaue Zimmettraube und der Grüne Silvaner sind nach jüngsten Erkenntnissen des Julius- Kühn-Instituts die „Eltern“ des Portugiesers / Blauen Portugiesers.

Zudem ist die Traube so unkompliziert, dass sie von jedem Winzer direkt ins Herz geschlossen wird. Eine Sorte, die im Anbau Spaß macht, weil sie geringe Ansprüche an den Boden stellt. Nur bei schweren Böden hat sie etwas zu kämpfen. Selbst mit nährstoffarmen Sandböden kommen die Reben gut zurecht. Wenn die Winzer von Winterfrösten verschont bleiben, gilt der Portugieser als wüchsig und ertragssicher.

Allerdings ist die Begeisterung für diese Traube leider nicht schon immer da gewesen. Für eine lange Zeit gab es keine große Nachfrage und der Portugieser wurde kritisch beäugt. Aber wieso? Das Problem lag in seiner sehr hellen und blassen Farbe. Anders als bei den  Rebsorten Dornfelder, Merlot, Cabernet Sauvignon usw., welche international mit ihrer dunklen Farbe und Kräftigkeit glänzen, bringt der Portugieser ein zartes / leuchtendes rubinrot mit sich.

Doch davon ließ er sich nicht unterkriegen: “Schwächen zu Stärken machen” ist das Motto des Portugiesers und das mit großem Erfolg! Die helle Schale und somit die helle Farbe des Portugiesers ist für die Herstellung von Blanc de Noir und Rosé fast so perfekt wie bei keiner anderen Traube.

Die Trauben werden nach der Lese umgehend oder nach ganz kurzer Standzeit abgepresst, um möglichst wenig Farbe und Tannin zu extrahieren. Die hellrote Farbe setzt dann das perfekte Fundament für einen schönen Sommerrosé oder Blanc de Noir.

Wenn die Traube als Rotwein ausgebaut wird, findet ihr tolle fruchtbetonte und leichtere Rotweine. Perfekt für Rotweintrinker im Sommer.  Gerne wie in Italien leicht gekühlt genießen. Jeder Italiener würde Euch einen schönen, leicht gekühlten Portugieser zur Pizza empfehlen. Aber überzeugt Euch einfach selbst: Die letzten Sommerabende stehen vor der Tür. Wie wäre es mit Portugieser, Pizza und eurer Terrasse? 😉

Wenn wir nun hoffentlich Eure Neugier geweckt haben, möchten wir euch auch ein paar Exemplare zum Testen an die Hand geben:

ROSÉ

Weingut Luff

Dieser Wein hat uns beim Probieren ein kleines Schmunzeln entlockt, denn er ist einfach so herrlich geradeaus. Kein Schnickschnack, keine Überraschungen, sondern die pure Freude am Rosé – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Rote Beeren und blühende Obstwiesen duften aus dem Glas. Im Mund frisch, saftig und gleichzeitig schmeichelnd. Freundlich, offen und irre lecker. Die ungekünstelte Art ist sowas von lässig, dass man sich sofort wohl fühlt. Ein Buddy-Wein für alle sonnigen Tage. Und ist das Wetter mal nicht so toll, kann man sich mit ihm den Sommer ins Glas holen.

URBULLE

Weingut Uli Metzger

„Ich wusste garnicht, dass man sowas aus Portugieser machen kann.“ So klang die erste Reaktion auf den Wein und die trifft auch gleich ins Schwarze. Dicht, samtig und anscheinend mit Urkraft kommt dieser Wein daher. Stark! Muss wohl von den alten Reben kommen.
ROSÉ

Hinterland Connection

Für die Frau Schumann ist das ein ziemlich fruchtiger Wein! Denkt jetzt aber bitte nicht an einen knalligen Obstsalat, sondern an eine Schale Mirabellen im Nachbarraum. Das ist viel subtiler, macht einen aber trotzdem glücklich. Dazu kommt ein Hauch von Holz, der ihm eine feine Würze gibt und zusätzlich knackige Säure und ein bisschen Salz. Kann man halt bis in die Puppen trinken…

ZWITSCHERN ROT 

Weingut Michel

Wer sagt denn eigentlich, dass Rotwein immer fett sein muss? Manchmal ist eine schlankere Variante auch ganz schön. Vor allem, wenn er mit solch einer Frische und Würze daher kommt, wie dieser hier. Den kann man dann im Sommer auch einfach leicht gekühlt zu Tapas reichen.

P.S. Die Ausstattung der Flaschen wird gerade geändert, möglicherweise sieht die Flasche, die bei euch ankommt, anders aus. Aber keine Sorge: Der Inhalt ist unverändert. 🙂

Weinwissen | Rebsorten-Special: Weissburgunder

Heute widmen wir uns einem eleganten Familienmitglied aus der Burgunderfamilie. Eine sehr vielseitige Rebsorte, die besonders als leichter Sommerwein und zu fast allen Lebenslagen passt:

ALL ABOUT… WEISSBURGUNDER!

Pinot Blanc, Weißer Burgunder, Weißburgunder, Pinot Bianco oder Klevner
Weissburgunder hat viele Namen und wird in vielen Ländern dieser Erde geliebt und gelebt. Damit ihr euch einen groben Überblick verschaffen könnt, was einen Weissburgunder ausmacht, möchten wir euch ein bisschen was über diese geschichtsträchtige Rebsorte erzählen. Wir laden euch herzlich dazu ein, mit uns zusammen diesen fantastischen Wein kennenzulernen und euch einen kleinen Einblick in die Welt der Burgunder-Rebsorte zu verschaffen.

Die Geschichte des Weißburgunder
In Deutschland heißt er Weissburgunder, in Frankreich und Teilen der Schweiz wird er Pinot Blanc genannt, die Italiener nennen ihn Pinot Bianco und in Österreich ist es gelegentlich der Klevner. Hinter diesen zahlreichen Namen verbirgt sich eine außergewöhnliche und hochwertige Weinrebe mit besonderen Vorfahren. Experten gehen davon aus, dass der Weissburgunder aufgrund seiner Ansprüche an Boden und Klima vom Pinot Noir (Spätburgunder) abstammt. Zwischen dem französischen Rhônetal und dem Genfer See (Schweiz) ist diese besondere Rebe entstanden. Die Zisterziensermönche haben ihn schon früh mit in den Rheingau gebracht, wo er bis heute angebaut wird. Anschließend verbreitete sich der Weissburgunder auch in anderen europäischen Ländern. Im 19. Jahrhundert hatte sich der Weissburgunder bereits einen Namen gemacht und begeisterte immer mehr Winzer und Weinfreunde.

Die Regionen des Weißburgunder
In der heutigen Zeit wird der Weissburgunder in vielen Ländern Europas angebaut. Österreich, Slowenien, die Schweiz, Italien, Frankreich und natürlich auch Deutschland wissen seine Eleganz und Individualität zu schätzen. In Deutschland wird die bestockte Rebfläche ständig vergrößert. Aktuell sprechen wir von ca. 5.747 Hektar oder 5,6% der deutschen Rebfläche. Damit hat Deutschland weltweit die umfangreichste bestockte Weissburgunder-Rebfläche. Die Region Baden gilt mit ca.1.600 Hektar als eine Hochburg des Weissburgunders, ebenso Rheinhessen und die Pfalz mit jeweils etwa 1.500 und 1.350 Hektar.

Der Anbau und das Ergebnis
Was den Anbau betrifft verhält sich der Weissburgunder verhältnismäßig unkompliziert und gedeiht überall dort, wo es für den Riesling schon zu heiß ist. Dennoch stellt auch diese Rebsorte einige Ansprüche an den Standort. Er bevorzugt kalkhaltige Böden mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Diese Böden ermöglichen dem Weissburgunder aromatische Trauben zu entwickeln und somit bestes Lesegut, mit hohem Qualitäts-Potenzial. Leichte Böden mit eher trockenen Gegebenheiten mag er hingegen nicht besonders. Die Winzer:innen müssen deshalb ein besonderes Augenmerk auf die richtige und geeignete Lage legen, damit die Voraussetzungen für herausragenden Weissburgunder gegeben sind. Wenn dies der Fall ist, entstehen delikate und sehr elegante Weine. Im Glas präsentiert es sich meist blass – bis hellgelb, im Duft zart und verhalten. Frische Zitrus- und Steinfruchtnoten (Apfel, Birne, Quitte, Aprikose) sind ebenso typisch für Nase als auch Gaumen, wie leicht nussige Mandel-Aromen.

Weißburgunder zum Essen
Eine Begleitung zum Weissburgunder ist nicht zwingend notwendig. Als frischer Sommerwein weiß er auch gemütlich auf der Terrasse oder dem Balkon zu überzeugen. Trotz dessen gelten Weine dieser Rebsorte als fantastische Begleiter zu Speisen. Die angenehme Zurückhaltung, verbunden mit seiner angeborenen Kraft lassen ihn sowohl zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch oder einem Salat mit Meeresfrüchten hervorragend wirken. Wählt man einen besonders kräftigen Weissburgunder, passt dieser Weißwein auch sehr gut zu Wildgerichten. Besonders die im Barrique gereiften Weine bringen eine kräftige, holzige Note mit. Auch das Dessert kann mit einem Glas Weissburgunder Wein sehr gut komplettiert werden. Obstsalate, Fruchtkompott oder helle, sahnige Cremes passen sehr gut zu diesem Tropfen.

Wenn Grauburgunder ‚Everybodys Darling‘ ist, dann ist der Weissburgunder der elegante Klassiker in der Familie. Wir haben euch ein paar unserer Lieblinge zusammengestellt:

PINOT BLANC

IMI Winery

Weißburgunder ist eine wunderbare Rebsorte! Meist gutmütig, so man sie nicht allzusehr triezt, aber doch feiner, eleganter und tiefsinniger als ihr grauer, etwas behäbiger Bruder. Jonathan kitzelt hier durch sponatne Gärung im Holzfass ein paar zusätzliche Kanten aus ihr heraus, was den Wein irre spannend macht, ohne Trinkfluss zu verlieren. Ein bisschen Luft tut ihm übrigens durchaus gut. 

WEISSBURGUNDER

Weingut Wörner

Weissburgunder ist eine tolle Rebsorte, die leider viel zu wenig Menschen kennen und schätzen. Zum Glück hat Doro diesen tollen Vertreter der Rebsorte auf die Flasche gebracht, um alle Menschen von Weissburgunder zu überzeugen. Alleine das Riechen macht hier schon irre Spaß. Eine elegante Nase mit Aromen von reifem Apfel und Holunderblüten. Am Gaumen bleibt der Wein elegant und tänzelt die Zunge herunter. Bitte mehr davon! 

WEISSER BURGUNDER – BIS IN DIE PUPPEN

Weinhaus Bettina Schumann

Für die Frau Schumann ist das ein ziemlich fruchtiger Wein! Denkt jetzt aber bitte nicht an einen knalligen Obstsalat, sondern an eine Schale Mirabellen im Nachbarraum. Das ist viel subtiler, macht einen aber trotzdem glücklich. Dazu kommt ein Hauch von Holz, der ihm eine feine Würze gibt und zusätzlich knackige Säure und ein bisschen Salz. Kann man halt bis in die Puppen trinken… 

WOLFSHEIMER WEISSBURGUNDER 

Weingut Bernhard

Ein Weissburgunder mit ordentlich Power. Über 30 Millionen Jahre alte Ablagerungen des Urmeers prägen die Böden, auf denen dieser Weissburgunder wächst. Der Wein ist schön kräftig, hat eine mineralische Frische und Zitrus-und Pfirischaromen. Der Geschmack von reifen Birnen bekommt durch den Ausbau im Holzfass eine schöne Cremigkeit und animiert zum ersten Schluck. Gut ausbalanciert macht der Wein Lust auf einen sonnigen Nachmittag. 

WEISSBURGUNDER GOLDSTÜCK 

Weingut Bernhard

Für den Weißburgunder Goldstück von Markus sollte man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen, denn das ist alles andere als ein Allerwelts-Burgunder. Kamille, Mandelmus, reife Birne, Brioche und leicht röstige Note strömen aus dem Glas und machen einem bereits nur vom Riechen glücklich. Nimmt man einen Schluck, merkt man, dass der Wein durch seine Zeit im Holz eine tolle Cremigkeit bekommen hat. Der Wein hat Kraft und Fülle, aber durch die elegante Säure und feine Salzigkeit bekommt er einen überraschenden Trinkfluss und macht nach jedem Schluck Lust auf mehr. Ein grandioser Wein für besondere Momente.

Weinwissen | Rebsorten-Special: Müller-Thurgau

Es geht bei unserem heutigen Rebsorten-Special um eine Sorte mit Doppelnamen:

ALL ABOUT… GEWÜRZTRAMINER!

Bevor wir zu diversen Facts und coolen Informationen der Rebsorte kommen, müssen wir kurz die Benennung thematisieren. Die Rebsorte Müller-Thurgau hat nämlich ein Synonym, welches gerne verwendet wird auch immer mehr für die Vermarktung genutzt wird: Rivaner. Es gibt auch eine Müllerrebe, diese ist allerdings ein Synonym zur Rebsorte Schwarzriesling, hat also nichts in diesem Rebsorten-Special zu tun. In der Weinwelt gibt es für einige Rebsorte mehr als einen Namen, auch wenn es sich um ein und dieselbe Traube handelt. Um Eure verwirrten Gesichtszüge zu entspannen, hier nochmal kurz und knapp:

Müller-Thurgau = Rivaner
Müllerrebe = Schwarzriesling
Grauburgunder = Ruländer

Jetzt aber back to MÜLLER-THURGAU! Wie kam es zu dem Namen und wer steckt hinter dem Ganzen?
Ein Professor namens Müller hat die Rebsorte in Geisenheim gezüchtet. Er kommt aus dem Thurgau, einem Kanton in der Schweiz. Lange Zeit hat man Riesling und Silvaner als die Elternteile gesehen, weshalb auch der Synonymbegriff Rivaner geboren wurde. Durch viele Experimente und Genforschungen wurde dies widerlegt.
Wir haben es mit einer Kreuzung aus Riesling x Madeleine royale zu tun.

11,5% macht der Flächenanteil an Müller-Thurgau in Deutschland aus, also jede Menge Trauben! In Deutschland ist Rivaner am meisten im größten deutschen Weinanbaugebiet Rheinhessen vertreten. Baden liegt auf Platz zwei, dicht gefolgt von der Pfalz. Es ist eine Rebsorte, die im Weinbau sowie in der deutschen Weinbaugeschichte eine tragende Rolle spielt. Leider war die Rebsorte früher als “der Massenwein” schlechthin bekannt. Er wurde in großen Mengen produziert und zu sehr günstigen Preisen verkauft.

Die Zeiten sind zum Glück vorbei und die heutige Winzergeneration probiert in den letzten Jahren den Imagewandel bestmöglich umzusetzen und sorgt für Aufklärung. Das ist auch der Grund, weshalb heute zur Vermarktung viele Weingüter gerne die Bezeichnung Rivaner nutzen, da viele Endkonsumenten die Rebsorte dann nicht mit Müller-Thurgau bzw. seiner Vergangenheit in Verbindung setzen.

Unser Motto ist ganz klar: Müller-Thurgau sollte nicht für Masse, sondern für Klasse stehen! Eine Aromarebsorte, welche so viel zu bieten hat und die Basis für klasse Weine bildet. Es kommt wie immer im Leben auf die Arbeit an, die man sich macht oder wie viel Mühe und Zeit man in etwas hineinsteckt. Die Winzer entscheiden sich heute bei dieser Rebsorte für minimale Erträge um so gesundes, qualitativ hochwertiges und aromenkonzentriertes Traubenmaterial zu bekommen. Die Müller-Thurgau-Rebe macht es da mit ihrem einzigartigen Aroma den Winzern so gar nicht schwer. Die Farbe ist eher blass bis hin zu einem kleinen verspielten Gelbschimmer, aber in der Aromatik weisen die Weine meist tolle gelbe Früchte wie Birne und auch ein Hauch von Citrus auf.

Am Beeindruckendsten ist eigentlich die Vielfältigkeit des Müller-Thurgaus. Diese Rebsorte ist sowohl reinsortig cool, ihr steht aber auch eine Perlage als Schaumwein super gut und gleichzeitig brilliert sie auch noch als perfekter Verschnittpartner, der jeder anderen Rebsorte in einem Cuveé gut tut. Müller-Thurgau bringt eine gute fruchtige Basis in jedes Cuveé.

Müller-Thurgau Weine sind einfach unkomplizierte Alltagsbegleiter, die man wirklich “all day long” süffeln kann. Und wie schaut’s aus mi möglichen Food-Pairings? Ein gegrillter mediterraner Feta passt genauso gut dazu wie eine Pizza.

Wir wollen Euch das Potential der Rebsorte erlebbar machen und haben Euch mal ein paar interessante Weine zusammengestellt. Eine vielseitige Mischung reinsortigen Müller-Thurgau’s sowie etwas Prickelndes und ein Cuvée:

MÜLLER-THURGAU

Angelina Schmücker

Müller-Thurgau wird so häufig unterschätzt, aber dieser hier ist einer der Sorte, der seine Kritiker zum Nachtrinken bringen wird. Eine längere Maischestandzeit und ein gemütliches Lagern auf der Hefe geben dem Müller Schmelz und Substanz. Die fast schon untypische Säure macht ihn spritzig und auf der Zunge jongliert er mit grünem Apfel, reifer Nektarine und Mango. Ihr merkt schon, dieser Müller-Thurgau ist ernstzunehmen und macht trotzdem Spaß. Für mehr Müller!

STIER – MÜLLER THURGAU

Weingut Hörner

Müller-Thurgau ist verschrien als Massensorte. Lange Zeit hat sich kaum einer getraut den Namen überhaupt zu erwähnen, geschweige denn ihn auf das Etikett zu schreiben. Dass es aber durchaus gute Gründe gibt die Rebsorte anzubauen, zeigt Thommy Hörner. Sein Müller ist ein sympathischer Süffelwein voll von frischer Frucht, angenehmer Säure und fabelhaftem Trinkfluss. Macht halt einfach Spaß, also traut euch an den Müller-Thurgau!

 

FRITZ MÜLLER PERLWEIN

Fritz Müller

Der Perlwein von Jürgen Hofmann und Guido Walter wird in der Presse als „deutsche Antwort auf Prosecco“ gehypt. Der Gedanke dahinter ist, einen richtig guten deutschen Perlwein zu einem fairen Preis herzustellen und nicht irgendeinen billigen Verschnitt ausländischer Fassware. Das Ergebnis ist spritzig, frisch, fruchtig und einfach trinkig.

 

ZWITSCHERN WEISS

Weingut Michel

Der weisse Einsteiger von Sebastian ist einfach ein freundlicher Wein! Helle und klare Frucht, leichtes Zuckerschwänzchen (obwohl trocken) und süffiger Trinkfluss. Davon kann man gut mal eine Flasche nehmen, sich ins Grüne setzen und den Vögeln beim Singen zuhören.

P.S. Die Ausstattung der Flaschen wird gerade geändert, möglicherweise sieht die Flasche, die bei euch ankommt, anders aus. Aber keine Sorge: Der Inhalt ist unverändert. 🙂