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GEILE WEINE

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Weinwissen | Perlwein, Schaumwein?!

Wir sind sehr große Freunde des blubbernden Rebensaftes und wollen diese Freude mit euch teilen. In diesem Blogbeitrag findet ihr alles Wissenswerte, damit ihr ohne Probleme durch die Welt von Perl- und Schaumwein navigieren könnt. Außerdem kann man mit dem Wissen auch sehr gut bei der nächsten Party auftrumpfen, wenn einem das Smalltalk-Material ausgegangen ist. Über das Wetter reden will ja wirklich niemand…

Schaum- bzw. Perlweine zeichnen sich dadurch aus, dass sie sprudeln, also Kohlendioxid enthalten. Darum sind sie auch so erfrischend und lecker. In der Herstellung gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen Perlweinen und Schaumweinen. Bei Perlweinen wird die Kohlensäure zugesetzt. Die Bläschen sind meist etwas weniger fein und es ist insgesamt weniger Druck in der Flasche, nämlich zwischen einem und zweieinhalb bar. Unter diese Produktart fällt auch Prosecco Frizzante (nicht Spumante!). Perlweine sind in der Regel etwas günstiger als Schaumweine, da die Herstellung weniger aufwändig ist und auch keine Sektsteuer anfällt. Und die beträgt in Deutschland immerhin 1,02 € pro Flasche!

Bei Schaumweinen, zu denen z.B. Sekt, Crémant, Cava, Champagner und Prosecco Spumante zählen, stammen die Bubbles immer aus einer Gärung unter Druck. Diese findet in einem geschlossenen Behälter statt, wobei es sich um einen Tank oder eine Flasche handeln kann. Während der Gärung wird Zucker in Alkohol und CO2 abgebaut. Kann das Kohlendioxid nicht entweichen, löst es sich im Wein, was zu den Bubbles führt. Es gibt verschiedene Wege, das zu erreichen. Der einfachste ist die sogenannte Méthode Rurale. Hierbei wird der noch gärende Most in Flaschen gefüllt bzw. einfach der Tank, in dem er gärt, verschlossen. Eine andere Möglichkeit ist, dem fertigen Wein nochmals Zucker und Hefe zuzusetzen und ihn so in eine zweite Gärung zu schicken. Diese kann dann ebenfalls im Tank (sog. Charmat-Methode) oder in der Flasche stattfinden.

Die Variante im Tank ist deutlich weniger aufwändig und eignet sich gut, um größere Mengen einfacheren Schaumweins herzustellen. Findet die Gärung in der Flasche statt, hat man etwas mehr zu tun. Der zeitraubendste Teil daran ist, den Hefesatz rauszuholen. Zu diesem Zweck werden die Flaschen nach der Gärung entweder geöffnet und in einen Tank geleert, von wo dann die Hefe abfiltriert wird (Transvasierverfahren) oder man nimmt den noch etwas komplizierteren Weg der klassischen Flaschengärung. In diesem Fall wird der Hefesatz einzeln aus den Flaschen entfernt. Dazu muss die Hefe zunächst in den Flaschenhals gebracht werden, was klassischerweise durch das sogenannte Rütteln geschieht: Heißt, die Flaschen werden schräg in ein Pult gesteckt, nach und nach gedreht und steiler gestellt, bis die Hefe sich komplett im Hals gesammelt hat, was in der Regel ca. 21 Tage dauert. Anschließend wird der Flaschenhals im Eisbad eingefroren, die Flasche geöffnet und so der gefrorene Hefepfropfen durch den Druck aus der Pulle befördert. Diesen Vorgang nennt man degorgieren. Der nun fehlende Schluck wird wieder aufgefüllt, wobei man auch den Restzucker, also die Süße des End- produkts, einstellen kann. Danach wird die Flasche verkorkt, mit einer Agraffe (dem Drahtkorb) versehen und fertig ist der Prickler.

Je länger man den Sekt auf dem Hefelager in der Flasche lässt, desto feiner wird die Perlage, was zu einem samtigen Mundgefühl führt. Außerdem bekommt der Schaumwein dadurch die klassischen Champagner-Noten von Brioche, Nüssen und (oxidiertem) Apfel.

Zur Theorie, gehört natürlich auch die Praxis. Probiert doch mal!

P E R L-,  U N D  S C H A U M W E I N E M P F E H L U N G E N:

Schaumwein: Kiste Sprudel

Weinger Schaumwein: 1/2 Kiste Sprudel

Perlwein: Fritz Müller

Schaumwein von Lukas Krauß (Beitragsbild): Sekt Brut

Food Friday | Gefüllte Süßkartoffel

Zum Start vergangene Woche hat sich unser Prince Charming Sascha in die Küche gewagt und nach all dem deftigem Essen der letzten Wochen etwas Leichteres gezaubert. Sehr passend für alle, die detoxen wollen: Gefüllte Süßkartoffel.

Und so geht’s:

Süßkartoffeln mit einer Gabel anstechen und kochen (ein Scheibchen Zitrone im Kochwasser verhindert das Braunwerden). Champignons in einer Pfanne anbraten, nach kurzer Zeit Kidney-Bohnen hinzugeben und würzen. Ruccola mit etwas Olivenöl und Balsamico anmachen und als Salatbett drappieren. Gegarte Süßkartoffel obendrauf platzieren und mit zwei dicken Scheiben Brie-Käse füllen und schmelzen lassen. Derweil ein Ei pochieren (viel Glück dabei!), die Kartoffel mit der Pilz-Bohnen-Mischung füllen und letztlich das Ei on top draufgeben – voilà!

W E I N E M P F E H L U N G E N: 

Wein.Beginner | Destination Red: Würze, Heidelbeere, Leichte Schwere! Im Destination Red stecken Dornfelder und Regent. Die beiden machen den Wein toll würzig und spannend.

Wein.Lover | Spätburgunder Rosé von Bettina Schuhmann: Das ist kräftiger Wein für starke Charaktere. Furztrocken, kräftiges Rückgrat, Würze und Bumms vom Holz. Einfach ein Hammer von Rosé, den man das ganze Jahr beruhigt trinken kann.

Wein.Nerd | Sylvaner Maischevergoren vom Weingut Michel: Grüner Tee, Piment, Orangenzeste! Der maischevergorene Sylvaner von Michel ist der optimale Einstieg in die Welt der orangenen Weine. Sebastian hat einfach top-gesunde Weisswein Trauben genommen und sie dann verarbeitet wie einen Rotwein. Das Ergebnis ist ein leicht oranger, klarer Wein mit der Gerbstoffstruktur eines Rotweins und abgefahrenen Aromen von Tee, Gewürz und herber Frucht. Nehmt euch etwas Zeit, dekantiert ihn und geniesst ihn bei ca. 10°C.

Weinreise | Israel

Solltet ihr für dieses Jahr noch einen Urlaub planen und seid noch auf der Suche nach einem passenden Reiseziel, so können wir euch wärmstens Israel ans Herz legen. Ein GW-Crew-Mitglied war gerade dort und kam schwer begeistert zurück. Nicht nur, dass das Land und die Menschen wahnsinnig spannend sind und die kulinarische Szene umwerfend ist, auch als Weinliebhaber hat man in Israel leichtes Spiel. In einem Land, in dem zu biblischen Zeiten schon Wein gemacht wurde, müssen sie ja wissen, wie’s geht, oder? Trotzdem zählt Israel in der Weinsprache zur ‚Neuen Welt‘. Dazu zählen die Weinbauregionen, zu denen vor allem zur Zeit der Kolonialisierung das Wissen um den Weinbau aus Europa mitgebracht wurde, zum Beispiel die USA, Australien oder Südafrika.

Beim Besuch der Golan Heights Winery in Katzrin auf den Golanhöhen kamen wir nicht aus dem Staunen heraus: Auf weit über 600 Hektar werden mehr als 20 verschiedene Rebsorten auf unterschiedlichsten Höhenmetern angebaut. Das Weingut ist eine preisgekrönte Winzergenossenschaft und besteht seit 1983, was verglichen mit unseren hiesigen Verhältnissen noch sehr jung ist. Und doch entstehen hier faszinierende Weine in feinster Qualität. Sogar eine eigene Reben-Baumschule hat die Golan Heights Winery gegründet: Nach einem Virus-Befall der Pflanzen vor vielen Jahren beschlossen die Winzer, dass sie sich ihre Jungpflanzen selbst heranziehen müssen und gründeten die ‚Nursery‘. Auch die Reise zum Weingut selbst ist sehr anschaulich: Ganz in der Nähe befinden sich der umwerfende See Genezareth und – wenn man wie wir aus Richtung Tel Aviv kommt – auch das Städtchen Nazareth. Alles in allem ist Israel ein Land, das sich wunderbar bereisen lässt, da es gerade mal so groß ist wie das Bundesland Hessen. Sei es Jerusalem, das tote Meer oder die Hafenstädte, Israel ist geschichtsträchtig und vor allem eins: gastfreundlich. Mehr Infos zu dem Weingut gibes HIER. Wenn ihr einmal israelischen Wein probiert, dann passen dazu natürlich Oliven und Ziegenkäse.

 

 

 

 

 

 

Exkurs: Was ist kosherer Wein?

Wenn ein Wein kosher ist, bedeutet das, dass er nur von gläubigen Juden bearbeitet wurde. Das beginnt mit der Traubenlese, bei der ausschließlich gläubige Juden helfen, bis hin zur Verarbeitung im Keller. Darüber hinaus kommt bei der Weinbehandlung keine Hausenblase (vom Fisch), Gelatine (vom Schwein) oder Casein zum Einsatz. Koshere Weine sind deshalb auch vegan. Das gilt jedoch nicht für kosheres Essen, das nicht automatisch vegan sein muss. Außerdem ist nicht jeder israelische Wein auch kosher. Viele Weingüter in Israel haben dieses Zertifikat natürlich und ein entsprechender Hinweis ist dann auch auf der Flasche zu finden.

F A K T E N:

  • ca. 5.000 Hektar Rebfläche
  • ca. 36 Millionen Flaschen werden pro Jahr produziert.
  • Häufigste Rebsorten sind vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot (Rotweine), sowie Chardonnay und Sauvignon Blanc (Weißweine).

Food Friday | Kürbissüppchen mit Ziegenkäse

Ihr habt noch nicht zehn verschiedene Kürbissuppen-Rezepte zuhause rumfliegen? Hervorragend! Denn hier kommt noch ein weiteres von uns: Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch und optional Chilli in Olivenöl anbraten, Kürbiswürfel und Karottenscheibchen mit andünsten. Gemüsebrühe aufgießen, bis alles weich geworden ist. Pürierstab zücken, Kokosmilch unterrühren und mit Gewürzen abschmecken. Nach erneutem Erhitzen darf angerichtet werden.

Wir garnieren das Süppchen mit angerösteten Kürbiskernen, Balsamico-Creme und einer dicken Scheibe Ziegenkäserolle. Wenn die schmilzt, schmeckt es nämlich besonders cremig. Mhhh… dazu getoastetes Walnuss-Brot.

W E I N E M P F E H L U N G: 

 Wein.Beginner | Charming Pinot Gris: Susi und Strolch! Dieser Grauburgunder ist der Wein für ein Abendessen bei Kerzenlicht in einem romantischen Hinterhof. Die Frucht ist so reif wie Susi, der Holzeinsatz so verschmitzt wie Strolch, ein gutes Paar also.

Wein.Lover | Weisser Burgunder von Jürgen Hofmann: Wild, Grapefruit, Cashewmus! Dieser Wein ist kein rundgelutschte Zeug, sondern etwas Ursprüngliches. Neben Limette und Grapefruit findet sich ein Mix an bunten Aromen, wie Cashew(-mus), Kerbel und Fenchelgrün, eingerahmt durch ein cremiges Mundgefühl und etwas Salz im Abgang.

Wein.Nerd | Viognier von La Fontaine des Loupes: Frisch, Zitrone, Aprikose! Viognier ist hierzulande eine (zu unrecht) unbekannte Rebsorte. Die Weine sind meist unheimlich erfrischend, mit einer wunderbar zitronigen Note. Bei diesem hier kommt noch etwas herbe Aprikose und etwas blumiges dazu. Ganz famoser Wein, wenn man unter der Woche nett kochen möchte.

Weinwissen | Verschnitt

Wenn man in Deutschland über Verschnitt redet, denken alle gleich an einen gummigestiefelten Winzer, der in seinem Keller die Reste zusammen schüttet. Dabei hat ein Verschnitt mit diesem Bild herzlich wenig zu tun! Aber fangen wir doch am Anfang an – nämlich dem Namen.

Verschnitt klingt einfach nicht so schön, also reden Weinmenschen in der Regel lieber über Cuvée, Assemblage oder (bei Champagner) Marriage. Dabei geht es immer um das Gleiche – einen Wein aus mehreren Rebsorten. Letzterer Punkt lohnt sich, etwas genauer zu betrachten, denn er sagt mehr aus, als man auf den ersten Blick denkt. Bei reinsortigen Weinen wird auch ein Verschnitt gemacht – aus verschiedenen Tanks oder verschiedenen Weinbergen. Allerdings immer nur aus einer Rebsorte. Wobei auch das nicht ganz stimmt: Wenn eine Rebsorte auf dem Etikett angegeben ist, muss mindestens 85 % des Inhalts auch aus dieser Rebsorte sein. Der Rest ist künstlerische Freiheit.

Das Künstlerische ist bei Cuvées ein gutes Stichwort. Man stelle sich einen Maler vor, der aus verschiedenen Farben ein Bild komponiert. Ähnlich arbeitet der Winzer, nur das seine Farben eben unterschiedliche Rebsorten mit unterschiedlichen Charakteristika und Aromen sind. Der Prozess, daraus ein harmonisches Ganzes zu formen ist aber ähnlich kompliziert und braucht genauso viel Feingefühl, Detailverliebtheit und Erfahrung. Zusammengefasst kann man sagen: Ein reinsortiger Wein ist weder besser noch schlechter als eine Cuvée. Der Grundgedanke ist eben ein anderer. Beides, sowohl reinsortiger Wein als auch Cuvées haben ihre Berechtigung und können beide großartig schmecken. 

Probiert doch selbst mal, wie unterschiedlich ein Cuvée und ein reinsortiger Wein schmecken können. Die Bilder aus dem Keller stammen vom Weingut Karl May, deshalb hier zwei Empfehlungen aus dem Weingut.

Cuvée | Blutsbruder Weiss: Diese Weißwein-Cuvée präsentiert sich dicht und stoffig im Glas mit einem Duft von Zitrus, Mango und Akazienholz. Samtig und ausgewogen schmiegt sich der Wein an den Gaumen.

Reinsortig | Weissburgunder: Dieser Weißburgunder ist das Ergebnis intensiver Selektion. Zarter Duft nach Ananas und Quitte strömt den Geschmackspapillen entgegen. Ein Weißwein, der auch zum Essen passt.

Food Friday | Sabich

Suzan war dran etwas für den Food Friday zu zaubern und hat uns ein Rezept von ihrer Israel-Reise mitgebracht. Ein Fast Food-Klassiker ist in Israel, neben den allseits bekannten Falafel, das Sabich. Das israelische Sandwich, das dort auch gerne zum Frühstück gegessen wird, ist im Handumdrehen gemacht und schmeckt einfach genau so, wie sich Israel anfühlt: Bunt, vielseitig und spannend.

Die Fladenbrot-Tasche kann mit allerlei Zutaten gefüllt werden: Frittiertem Gemüse (hier z.B. Aubergine), dem klassischen Tomate-Gurke-Kräuter-Salat, Zwiebeln, Knoblauch, Granatapfel, Kartoffeln oder Kichererbsen (in der Pfanne angeröstet) und Ei. Auch bei der Soße gibt es verschiedenste Varianten, manchmal ist es eine fruchtige Mango Soße, ein andermal Joghurt oder Hummus. Was allerdings nie fehlen darf auf dem Sabich: Tahini (eine Sesam-Paste) – was auch sonst. 😉 Na dann: בתיאבון! (Hebräisch für: Guten Appetit!)

W E I N E M P F E H L U N G 

Wein.Beginner | Destination White: Pomelo, Minze, Läuft! Im Destination White stecken vor allem Morio-Muskat und Bacchus – zwei wunderbar aromatische Rebsorten, die einen beim Probieren dorthin entführen, wo es duftet und blüht. Oder eben an einen Straßenstand in Israel.

Wein.Lover | Riesling feinherb von der Hinterland Connection: Saftig, Spritzig, Riesling! Ein tolles Süße-Säure-Spiel. Gerade das macht diesen Riesling extrem trinkig und perfekt zu etwas schärferen, exotischen Speisen.

Wein.Nerd | In Pork We Trust Rosso von Zio Porco Wines: Frisch, Kräutrig, Rote Beeren! Eher schlank und fruchtig, aber schon mit einer gehörigen Portion Würze und Kräutern. Trinkig und trotzdem mit Anspruch.

Weinwissen | Rebschnitt

Denkt man an den Winzerberuf, hat man häufig ein romantisches Bild von braungebrannten Leuten im Kopf, die in kurzen Hosen im Weinberg stehen und durch Sonnenbrillen ihre blühenden Reben betrachten. Fährt man allerdings aktuell durch die Weinberge, bietet sich ein etwas anderes Bild. Die Armen stapfen zur Zeit in dick gefütterten Gummistiefeln und eingemummelt wie Inuit durch matschig zugeschneite Zeilen und schneiden ihre Reben. Aber warum machen sie das?

Der Rebschnitt hat mehrere Funktionen bzw. Gründe, aber fangen wir vorne an. Beim Rebschnitt werden die Reben zurückgeschnitten, d.h. das ganze Holz, was im nächsten Jahr nicht benötigt wird, kommt weg. Was man benötigt, hängt davon ab, in welchem Erziehungssystem die Reben stehen, also in welche Form sie gebracht werden sollen.

In Deutschland ist es meist ein Spaliersystem, also eine Erziehung in Reihen, bei der die Trauben auf gleicher Höhe hängen und die Laubwand in einem Drahtrahmen gehalten wird. Dazu lässt man beim Rebschnitt nur den Knorz (den Stamm) und ein oder zwei Triebe, sogenannte Fruchtruten stehen. Je nachdem wie lang und wie viele Fruchtruten stehen bleiben, bestimmt man schon grob den Ertrag des nächsten Jahres und damit auch entscheidend die Konzentration, also tendenziell auch die Qualität der Trauben.

Der Rebschnitt ist eine der wichtigsten Arbeiten des Jahres und bestimmt folgende wichtige Punkte:

– das Erziehungssystem

– das Ertragsniveau und damit auch in nicht unerheblichem Maße die Qualität

–die Lebensdauer der Reben

– die Anzahl der Finger am Winzer 🙂

Die hübschen Bilder stammen von unserem nicht minder hübschen GW-Winzer Lukas Krauß. Probiert doch mal was dabei herauskommt, wenn die Reben alle ordentlich geschnitten wurden: Hier lang!

Food Friday | Bloody Mary Miesmuscheln

Das GW Design-Office liegt in Mainz am schönen Fischtor-Platz. Unser Werkstudent Jonas hat sich davon inspirieren lassen, ist zum Fisch-Jakob um die Ecke und kam mit 1,5 kg Miesmuscheln wieder. In einer Bloody Mary-Soße gegart mit Feldsalat und Weißbrot war das Mittagessen nicht nur lecker, das GW-Team hat sich auch ordentlich dekadent gefühlt in der Mittagspause Miesmuscheln zu schnabulieren. Dabei ist das Rezept super easy, wir zeigen’s euch.

R E Z E P T (für 4 Personen)

1,5-2kg Miesmuscheln (entbartet und gesäubert)
300 ml passierte Tomaten
3 gehäufte TL Meerrettich
1 frische rote Chilischote
1/2 Staudensellerie
4 Knoblauchzehen
1 Zitrone
1 kleines Bund glatte Petersilie

1 Schuss Rotwein
1 kräftiger Schuss Wodka200g Feldsalat
100g Cocktailtomaten
Olivenöl & Balsamico Essig
200g Weißbrot

 

Und so geht´s:

Muscheln auspacken. Geöffnete und beschädigte Muscheln aussortieren. In einer Schüssel oder einem Topf die Bloody Mary-Soße vorbereiten: die passierten Tomaten und den Meerrettich hineingeben. Chilischote klein hacken, Staudensellerie in dünne Scheiben scheneiden und einen Teil des Selleries für den Salat weglegen. Chilischote und geschnittenen Sellerie in die Soße geben sowie 4 Knoblauchzehen hineinpressen. Einen kräftigen (!) Schuss Wodka zugeben sowie circa 100ml Rotwein und den Saft einer halben Zitrone. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun die Muscheln in einen vorgeheizten Topf geben. Die Bloody Mary-Soße darüber geben. Den Topf kräftig durchrütteln, bei starker Hitze und geschlossenem Decke die Muscheln 10 Minuten garen, bis sie sich geöffnet haben. Nach 10 Minuten noch einmal kräftig rütteln. Haben sich die Muscheln geöffnet, die Muscheln mit einer großen Kelle herausholen. Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, aussortieren. Den Sud bei starker Hitze noch etwas einkochen. Die Petersilie abbrausen, fein hacken. Den kochendheißen Sud über die Muscheln gießen und die Petersilie darüber streuen. Am besten alles in einer großen Schale servieren.

Den Feldsalat waschen. Das Dressing mit Öl, Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Cocktailtomaten vierteln, den restlichen Sellerie sowie die restliche Petersilie dazu geben und alles gut vermengen.

Das Brot in Scheiben schneiden zum Tunken in die Muschelsoße auf den Tisch stellen. Schon kann das das Schlemmen beginnen!

W E I N E M P F E H L U N G: 

Wein.Beginner | Riesling feinherb von der Hinterland Connection: Saftig, Spritzig, Riesling! Ein tolles Süße-Säure-Spiel. Gerade das macht diesen Riesling extrem trinkig und perfekt zu etwas schärferen, exotischen Speisen.

Wein.Lover | Sole et Luna von Karl May: Samtig, Kirsche, Vanille! Der Wein hat Kraft und Struktur, ist aber gleichzeitig herrlich samtig. Passt perfekt zur ausgefallenen Muschelsoße.

Wein.Nerd | Méthode Rurale Sauvignon Blanc von Motzenbäcker: Maracuja, Nesselblüte, Physalis! Die Fülle an Aromen, die einem aus dem Glas anspringt ist alleine schon einzigartig. Um mal einen kleinen Auszug zu geben: Maracuja, Nesselblüte, Multivitaminsaft, Physalis – kurzum ein exotischer Fruchtkorb. Hinzu kommt aber die unverschämte Lebendigkeit und das feine, fast filigrane Bitzeln. Wenn man sich schon Muscheln gönnt, kann es auch mal einen extravaganten Sekt dazu geben!

Weinwissen | Flaschenformen

Fast genauso spannend wie der Inhalt von Weinflaschen, kann ihre Form und Farbe sein. Im Februar steht bei vielen Winzern nach der harten Arbeit im Weinberg und im Keller nun die Abfüllung des fertigen Produkts an. Dabei ist Flasche nicht gleich Flasche: Soll es eine Bordeauxflasche sein, ein traditioneller Boxbeutel oder doch die Schlegelflasche? Soll sie grün sein, braun oder doch durchsichtig? Bei der Beantwortung dieser Fragen geht es nicht nur darum, was gut aussieht. Dunkles Glas schützt insbesondere Rotweine vor zu viel Licht. Denn ein Rotwein kann durchaus in der Flasche noch etwas reifen und länger gelagert werden. Zu viel Licht beschleunigt jedoch den Verfallsprozess. Das dunkle Glas soll den Wein also vor zu viel schädlicher UV-Strahlung schützen und ihn so länger haltbar machen. Anders sieht das meist beim Rosé aus, das rosa Leuchten soll nicht erst im Glas zu sehen sein. Bei diesen Weinen, die meist jung (also direkt) getrunken werden, kann man mit einer durchsichtigen Flasche das knallige Pink hervorheben.

Bei der Form der meisten Flaschen spielt Tradition eine große Rolle. Früher konnte man anhand der Flaschenform die Region oder das Land erkennen, woher der Wein stammt. Diese Wiedererkennbarkeit war von den Winzern gewollt. Die Bordeauxflasche wurde eigens entwickelt, um sich von anderen Weinregionen wie zum Beispiel dem Burgund abzuheben. Die Burgunderflasche ist eher bauchig mit schmalem Hals, die Bordeauxflasche hat einen eher geradlinigen Körper und hohe Schultern. So heißt die Stelle, an der die Flasche zum Hals zusammenläuft.

In Deutschland weit verbreitet ist die Schlegelflasche (in braun oder grün), die sich optimal stapeln lässt. Das spielte vor allem früher bei dem Export der Weine über den Rhein eine große Rolle: viele Flaschen konnte man so auf wenig Platz exportieren. Und auch heute zu Zeiten des Onlinehandels passen schmale Flaschen natürlich besser in die Pakete und sind auch etwas leichter.

Auf dem Foto zu sehen:

Links: Der Rosé von 5 Elementos in einer durchsichtigen Bordeauxflasche.

Mitte: Das Tandem von Louis Max in einer grünen Burgunderflasche.

Rechts: Der Pornfelder von Lukas Krauß in einer braunen Schlegelflasche.

Vegane Weine | Weinpaket

Das Wort vegan ist seit einer geraumen Zeit in aller Munde. Und auch auf vielen Weinetiketten ist es zu finden. Doch was genau bedeutet das bei einem Wein, wenn er als vegan bezeichnet wird? Denn im Grunde besteht er doch nur aus Trauben.. oder?
Natürlich, jedoch können Weine auch nicht vegan hergestellt werden!
Bei der Gärung werden nämlich technische Hilfsstoffe eingesetzt wie Gelatine, Eiweiß oder Hausenblase – alles tierische Produkte. Zwar werden diese Schönungsmittel vor dem Füllen wieder entfernt, dennoch wurden sie zur Herstellung des Weins eingesetzt, sodass dieser nicht mehr vegan ist.

V E G A N E S W E I N P A K E T
Hier geht’s zum Paket!


Diesen Aspekt haben wir bei der Zusammenstellung unseres neusten Weinpakets besonders berücksichtigt. Wir präsentieren stolz einen bunten Mix aus vegan zertifizierten Weinen.
Jedoch aufpassen: Wo vegan drinnen ist, muss nicht auch immer vegan drauf stehen! Nicht alle Weingüter legen Wert auf diese recht teure Zertifizierung.
Bei diesem Paket könnt ihr euch aber sicher sein und direkt schon mal ein Weinglas herholen! Prost!

Hier haben wir noch mal alle veganen Weine aus unserem Paket aufgelistet:

SEKT BRUT | Lukas Krauß | Hier geht’s zum Sekt!

DAYDRINKING ROSÉ | Weingut Hörner | Hier geht’s zum Wein!

PIW – KRAUSS – GRAUBURGUNDER | Partner In Wine | Hier geht’s zu Wein!

STEINBOCK – SAUVIGNON BLANC | Weingut Hörner | Hier geht’s zum Wein!

PORNFELDER | Mann mit Hut | Hier geht’s zum Wein!

CHAPEAU KRAUSS | Lukas Krauß | Hier geht’s zum Wein!