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Weinwissen | Rebsorten-Special: Sauvignon Blanc

Unser Rebsorten-Special geht in die nächste Runde. Heute auf dem Plan:

ALL ABOUT… SAUVIGNON BLANC!

Sauvignon Blanc, auch Fumé Blanc genannt, ist eine Weißweinsorte und gehört zu den 20 am häufigsten angebauten Rebsorten weltweit. Die Aroma-Rebsorte wird auf circa 111.000 Hektar an fast allen Ecken der Welt angebaut: Man findet die Rebe beispieweise in Neuseeland und Australien, in Frankreich, Spanien und Italien sowie in Chile, Argentinien und den USA.

Bei uns in Deutschland ist der Anbau von Sauvignon Blanc in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit nunmehr über 1.600 Hektar macht die Rebsorte mittlerweile mehr als 1,5% unseres heimischen Rebsortenspiegels aus. Was erstaunlich ist, da bis zum Anfang der 2000er Jahre gar kein Sauvignon Blanc in Deutschland angebaut wurde. Vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen fühlt sich die Rebe offensichtlich sehr wohl.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Rebsorte erstmals urkundlich – der Name lässt die Herkunft vermuten – in Frankreich erwähnt, wo sie auch ihren Ursprung hat. Bis heute ist Frankreich das Land, das mit über 31.000 Hektar Rebfläche führend im Sauvignon Blanc-Anbau ist. Dicht gefolgt von Neuseeland, wo erst seit knapp 40 Jahren kommerzieller Weinbau betrieben wird. Sauvignon Blanc ist eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Chenin Blanc.

Sauvignon Blanc ist eine extrem vielseitige Rebsorte, bei der man grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Ausbauarten unterscheidet: Laut und exotisch, wie es vor allem in Neuseeland gemacht wird (ganz bekannt ist der Kultwein ‚Cloudy Bay‘ aus Marlborough), oder elegant, würzig und ‚grün‘, wie es die Franzosen insbesondere an der Loire bevorzugen. Dabei reichen die Aromen von Maracuja, Grapefruit und Stachelbeere über Paprika, Gras und Limette bis hin zu Pfirsich und Melone.

Oftmals erfreut einen beim Trinken neben den präsenten, fruchtigen Aromen auch eine knackige Säure. Aber Sauvignon Blanc ist keine ganz unkomplizierte Rebsorte, wenn es darum geht, die Balance zu finden. Er darf nicht zu laut werden, aber auch nicht zu leise. Wenn Frucht, Frische & Säure in einem wunderbaren Verhältnis stehen, ist das Ergebnis pure Trinkfreude! Wir haben für Euch mal ein paar interessante Sauvignon Blancs aus unserem Sortiment zusammen getrommelt:

Aus Neuseeland:

Foggy River

Ein perfektes Beispiel für Neuseelands Sauvignon Blanc-Erfolg: Knackig, erfrischend, exotisch (Litschi, Stachelbeere, Zitronengras, Paprika) und einfach unfassbar schmatzig!

 

 

 

 

 

Aus Frankreich:

Le Libertin

Ein Frei- und Schöngeist in der Flasche. Irre Aromatik mit Litschi, Heu und Paprika. Am Gaumen dann grüner Apfel, Zitrus und Mandarine mit grünen Einschlägen.

 

 

 

 

 

Aus der Pfalz:

Widder – Sauvignon Blanc

Das ist mal ein abgefahrener Sauvignon Blanc. Erst kommt einem Stachelbeere und Brennnessel entgegen. Dann folgen reife, exotische Früchte wie Mango und Ananas, um dann gleich ein intensiv rauchigen Punch abzubekommen. Man wundert sich kurz, schnuppert wieder rein und dann ist alles wieder ganz anders. Verrücktes Zeug, aber unbedingt probierenswert!

 

Weinwissen | Rebsorten-Special: Burgunderfamilie

Willkommen zurück zu unserem Rebsorten-Special!

Wir erinnern uns, was wir bereits gelernt haben: Es gibt Tausende verschiedener Rebsorten weltweit. Die Top 3 Sorten in Deutschland sind Riesling, Müller-Thurgau & Spätburgunder, verteilt auf einer Anbaufläche von circa 103.000 Hektar.

Fast ein ganzes Drittel des deutschen Rebsortenspiegels macht die Reben-Familie aus, mit der wir uns heute beschäftigen wollen. Heute erfahrt ihr ALL ABOUT… BURGUNDER!

Bei der Burgunderfamilie geht es um eine Gruppe von Rebsorten, die auch Pinotsorten genannt werden. Ursprung dieser ist das Burgund, also das Weinanbaugebiet im Mittleren Osten Frankreichs. Dieses kann man grob abstecken durch die Städte Sens, Nevers, Mâcon und Dijon (falls ihr auf Google Maps schauen wollt… ;-)).

Die Gruppe ist relativ breit gefächert und umfasst (je nach zählweise) rund ein Dutzend verschiedene Rebsorten, sowohl weiße als auch rote. Einige Eigenschaften finden sich jedoch in allen Sorten wieder, wodurch die Verwandtschaft auch beim Trinken deutlich wird.

Grundsätzlich fühlen sich die Burgunder – ähnlich wie der Riesling – in den kühleren Weinbauregionen der Welt wohl. Überraschend ist: Kein Land baut so viel Weissburgunder an wie Deutschland (auf mehr als 5.000 ha). Und auch beim Spät- und Grauburgunder stehen wir an dritter Stelle.

Hier kommen nun ein paar wissenswerte Details zu den Burgunder-Sorten, mit denen ihr später angeben könnt:

1. Die Familie der Burgundersorten umfasst rund 12 Rebsorten, wobei als Kern der Gruppe der Spätburgunder (Pinot Noir), Weissburgunder (Pinot Blanc) und der Grauburgunder (Pinot Gris) gelten.

2. Ursprung der Sorten ist nach neueren Erkenntnissen eine Kreuzung aus Gewürztraminer und Schwarzriesling, aus der dann die drei Kernsorten durch Mutation entstanden sind.

3. Weitere Weißweinsorten der Burgunderfamilie sind: Chardonnay, Auxerrois, Aligoté, Melon de Bourgogne, Fromenteau.

4. Weitere Rotweinsorten der Familie sind: Frühburgunder, Blauer Arbst, Pinot Liéblot, Samtrot.

5. Die Weine aus den weissen Burgundersorten zeichnen sich meistens durch einen runden Geschmack und eine nicht zu krasse Säure aus. Wenn sie im Holz ausgebaut werden, können sie aber durchaus mal kräftiger sein.

6. Die Rotweine aus den Burgundersorten sind meist eher schlank und elegant. Auch die Farbe ist häufig nicht so dunkel. Das bedeutet übrigens nicht, dass sie weniger komplex oder qualitativ nicht so gut sind.

7. Aus dem Burgund stammen einige der teuersten Weine der Welt, wie z.B. der Henri Jayer’s Richebourg Grand Cru (ca. 14.400 $) oder Romanée-Conti (ca. 12.000$).

8. In Deutschland werden die Burgundersorten in allen Anbaugebieten mehr oder weniger ausgeprägt kultiviert. Ausreißer nach oben ist die Ahr (fast nur Spätburgunder), nach unten die Mosel (fast nur Riesling).

9. Gerade beim Spätburgunder lassen sich zwei Stile unterscheiden: Burgundisch und Deutsch. Ersterer ist etwas schlanker, kühler und hat mehr Säure und Gerbstoff. Letzterer ist eher reif, höher im Alkohol und hat eine eher marmeladige Frucht.

Um euch geschmacklich selbst davon zu überzeugen, haben wir für euch unsere Weinprobe: Burgunderfamilie zusammengestellt. In dem Paket stecken: Chardonnay, Grauburgunder, Frühburgunder, Weissburgunder und Spätburgunder (als rosé und roter). Also ladet euch ein paar Freunde ein und los geht die Entdeckungsreise!

WEINPROBE: BURGUNDERFAMILIE

Weinwissen | Rebsorten-Special: Riesling

Willkommen zu unserem Rebsorten-Special!

Wein wird aus den Früchten der Edlen Weinrebe (Vitis vinfera) gewonnen. Von dieser Pflanze gibt es verschiedene, unterscheidbare Sorten, die entweder durch Kreuzung oder durch Mutation und anschließende Selektion entstanden sind. Diese nennt man Rebsorten – die bekanntesten wollen wir euch in den nächsten Wochen und Monaten vorstellen.

Die genaue globale Anzahl der unterschiedlichen Rebsorten zu bestimmen, ist etwas kniffliger. Es werden immer wieder Sorten entdeckt, Vergessene wiedergefunden, Neue gezüchtet und vermeintlich unterschiedliche als gleich enttarnt (z.B. Primitivo und Zinfandel). Manch ein Experte spricht von rund 10.000 verschiedenen Sorten, andere liegen in ihrer Einschätzung deutlich darunter. Fest steht, dass es Tausende sind.

In Deutschland sind aktuell 112 Ertragsrebsorten zugelassen, wobei nicht alle davon wirtschaftlich relevant sind. Alleine die Top 10 Sorten belegen knapp 79% der Fläche, auf der Wein angebaut wird. Und wir beginnen heute mit dem absoluten Spitzenreiter Deutschlands. Ihr erfahrt heute ALL ABOUT… RIESLING!

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts wird die Rebsorte bei uns angebaut. Mittlerweile sind ein Viertel der deutschen Rebflächen mit Riesling bestockt, um die 23.596 Hektar. Aber warum ist der Riesling so beliebt?

Das liegt an seiner fruchtigen Säure. Diese Kombination macht den Riesling zum unangefochtenen Repräsentanten des deutschen Weins. Rassige Säure und der Duft von heimischen Fruchtaromen wie Apfel oder Pfirsich. Aber nicht nur die Traube selbst, sondern auch die Böden, auf denen die Rebstöcke stehen, und das Klima, in denen sie aufwachsen, spielen eine wichtige Rolle für den Geschmack des Weins. Das eigene Terroir präsentiert der Riesling wie kein anderer. Die Mineralität des Bodens verkörpert er par excellene.

Vergleichen wir steile Moselhänge, die in besonderem Mikroklima erwachsen, mit kalkig-kargen Böden aus der Pfalz, die gestählt sind vom kühlen Klima des Nordens und verwöhnt von der Wärme der Sonne, stellen wir schnell die geschmacklichen Unterschiede fest – selbst als ungeübte Weinkenner. Deutschland liefert an vielen unterschiedlichen Ecken des Landes perfekte Bedingungen für markante Rieslinge. Optimale Anbaubedingungen für unsere Nummer 1 finden sich aber nicht nur in heimischen Gefilden, sondern weltweit. Riesling ist ein echter Globetrotter und fühlt sich vor allem in etwas kühlerem Klima pudelwohl.

Mit seinen vielen Möglichkeiten als Speisenbegleiter hat der Riesling ein weiteres Ass im Ärmel. Viele Weinliebhaber schätzen Rieslinge für ihre große Varianz beim Kombinieren mit Gerichten. Pikante Speisen schafft der Riesling mit links, vor allem wenn er ein bisschen Restzucker hat. Süßlichen Soßen kann er auch etwas entgegenbringen und selbst einem richtig deftigen Gericht kann ein vollmundiger Riesling standhalten.

Um zu verstehen und selbst zu erfahren, welchen Einfluss Klima, Böden und Ausbautechniken innerhalb Deutschlands auf die im Land beliebteste Rebsorte haben, gibt es unser Paket ‚Weinprobe: Riesling‘. Mit dem Paket kommen sechs ausgewählte deutsche Riesling-Weine, dazu werden Hintergrundinfos geliefert und es gibt eine kleine Anleitung für eine Weinprobe zu Hause.

WEINPROBE: RIESLING