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Weinreise | Weinanbaugebiet Mosel

Eine der schönsten Weinregionen der Welt liegt bei uns um die Ecke. Die Rede ist von der Mosel. An den zahlreichen Moselschlingen wachsen in den steilsten Weinbergen Europas fast überall Weinreben. Diese einmalige Landschaft ist nicht nur schön anzusehen, sondern bringt auch einzigartige Weine hervor. Um das Jahr 1900 gehörten Rieslinge von der Mosel sogar zu den teuersten Weinen der Welt. Auch heute hat die Mosel noch viel zu bieten. Was genau verraten wir euch mit unserer kurzen Weinreise.

Zur Weinregion Mosel, gehören auch die Lagen rund um die Flüsse Saar und Ruwer. Bis 2007 hieß die Region auch offiziell noch Mosel – Saar – Ruwer. In unserem Moselweinpaket haben wir deshalb auch einen Wein von der Saar, vom Weingut Willems-Willems, reingepackt. Dass sich in diesem Paket drei Rieslinge befinden, ist ebenfalls kein Zufall. Denn auf mehr als 60% der Rebfläche an der Mosel wächst Riesling. Diese Rebsorte kann das Terroir, also das besondere Klima und die einmalige Mineralik der Schieferböden, am besten in die Flasche transportieren. Nicht selten kommt der Riesling auch mit etwas Restzucker auf die Flasche, ist also süßer. Auf dem Etikett erkennt man das an Begriffen wie „Kabinett“, „Spätlese“, „Halbtrocken“ oder „Lieblich“.

Die Steillagen an der Mosel, in denen ein Großteil der Reben stehen, fangen besonders viel Sonne ein und profitieren auch davon, dass die Mosel nachts die Wärme speichert. Schon die Römer wussten, dass sich aus den Trauben aus diesen Lagen hervorragende Weinreben herstellen lassen. Dass die Reben auf Schieferböden wachsen, wird überall in den Weinbergen ersichtlich (siehe Foto).

Bis aus den  Trauben aus der Steillage ein feiner Wein wird, ist viel Handarbeit nötig. Denn in die steilsten Lagen kommt kein Traktor oder Vollernter. Doch die Winzerinnen und Winzer an der Mosel sind kreativ geworden. In einigen steilen Weinlagen, gibt es kleine motorisierte Karren auf Schienen, um Arbeitsmaterialien (und den Winzer 😉 ) in den Weinberg zu transportieren. In solchen steilen Lagen stehen die Reben meistens als hochgewachsene Einzelstöcke, statt in Zeile, wie in vielen anderen Weinbauregionen (siehe Foto).

In weniger steilen Lagen, kommen in den Rebzeilen sogenannte Raupen zum Einsatz. Sie hängen an einer Seilwinde, damit sie nicht abrutschen und den Hang auch wieder heraufkommen. Das große Maß das trotz der kleinen Hilfsmittel an Handarbeit nötig ist, trägt immerhin auch dazu bei, dass aus tollen Lagen auch geile Weine werden.

Ein Wochendtrip zum Wandern und Weintrinken an die Mosel lohnt sich immer. Die Winzerinnen und Winzer heißen Weintouristen gerne willkommen und auf dem Moselsteig kann man die Region zu Fuß erkunden – bis hin zum steilsten Weinberg Europas. Wem das zu anstrengend klingt, sollte sich einfach ein Stück Mosel nach Hause holen. In unserem Moselpaket kann man die Vielfalt der Mosel-Rieslinge erschmecken und bekommt vielleicht Lust auf einen Besuch. Prost!

Food Friday | indischer Kichererbseneintopf mit Papadams

Wein und indisches Essen sind eine schwierige Kombination meint unser Weinfutzi Max. Challenge accepted, dachte sich Werkstudent Jonas. Also kombinierte er einen indischen Kichererbseneintopf und selbst ausgebackene Papadams mit dem Pét Nat Raw Rosé von Eschenhof-Holzer. Und siehe da, es war lecker! Wir zeigen euch wie ihr diese gewagte Kombi nachkochen könnt.

Das braucht ihr:

– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 1 Dose Kidneybohnen
– 200g Spinat
– Eine Zwiebel
– Eine Hand voll Zitronenmelisse
– 1 EL Garam Masala (indisches Gewürz)
– 1 EL Tandoori Masala (oder Curry, Chili & Paprikagewürz)
– 1 Packung Papadams zum Selbstausbacken (zu finden im gut sortierten Supermarkt oder Asia-Laden)

Und so geht’s:

Zuerst müsst ihr die Zwiebel klein schneiden und in einem Topf anbraten. Dann kommen die Gewürze hinzu. Anschließend gebt ihr die Kichererbsen sowie die Kidneybohnen hinzu und dünstet das ganze für weitere 2 Minuten an. Dann gebt ihr die Tomaten und den Spinat hinzu und lasst das ganze für weitere 10 Minuten köcheln. Mit Salz, Pfeffer und Chili (je nach gewünschter Schärfe) könnt ihr dann den Eintopf abschmecken. Die Zitronenmelisse einfach beim Servieren über den Teller streuen.

Während der Eintopf vor sich hin köchelt, könnt ihr euch daran machen die Papadams auszubacken. Dazu lest ihr am besten die Anleitung auf der Verpackung. Am einfachsten geht es mit einer Fritteuse, ansonsten benötigt ihr Erdnuss- oder Rapsöl und eine tiefe Pfanne. Wichtig ist die Papadams vor dem Servieren auf Küchenpapier abtropfen zu lassen.

Ist alles fertig, stellt ihr die Papadams auf den Tisch, richtet den Eintopf an und lasst den Pét Nat poppen (was Pét Nat eigentlich genau ist, könnt ihr hier nachlesen). Guten Appetit!

W E I N E M P F E H L U N G

Wein.Beginner | Destination Rosé by Franz Hahn: Erdbeere, Wassermelone, Lebendig! Erfrischend wie kühles Nass an schon fast zu heißen Tagen.

Wein.Lover | Riesling Feinherb von Markus Hüls: Plattpfirsich, Lavendelhonig, Romantisch! Der saftige Duft von vollreifen Plattpfirsichen und süßlich-herbem Lavendelhonig versetzt einen sofort auf eine im Saft stehende Sommerwiese.

Wein.Nerd | Pét Nat Raw Rosé vom Weingut Eschenhof Holzer: Himbeer, Rhabarber, Raw! Kaum habt ihr die Flasche ploppen lassen, strömt euch ein Duft von frischer Himbeere entgegen. Am Gaumen wandelt sich das Ganze in Richtung Rhabarber und dank der Hefe in dem Pét Nat gesellt sich ein leicht vanilliger Schmelz dazu.

Weinreise | Südafrika

Goeie dag! Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel tut sich auch viel im Weinbau, deshalb schauen wir uns heute einmal Südafrika etwas genauer an. Weinbau gab es hier zwar schon zu Zeiten der Apartheid, aber erst mit der Öffnung des Landes in den 1990er Jahren hat es einen Qualitätssprung im südafrikanischen Weinbau gegeben. Geblieben aus der Zeit vor der Öffnung des Landes sind immerhin noch 46 der großen Kooperativen. Früher war es nämlich in Südafrika üblich, dass Trauben von Winzern in großen Mengen produziert wurden, jedoch nicht von ihnen selbst, sondern von Winzergenossenschaften zu Wein weiter verarbeitet wurden. Die Entwicklung geht jedoch seit der Öffnung zu immer mehr privaten Weingütern, von denen es heute rund 560 gibt.

Einzug gehalten haben in den 1990er Jahren auch bekannte, internationale Rebsorten. Rund 50% der Rebfläche sind heute mit den “großen Sechs” bedeckt: Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Merlot, Shiraz und die südafrikanische Rotwein-Rebsorte Pinotage. Letztere ist eine an der Universität Stellenbosch gezüchtete Rebsorte aus Cinsault und Pinot Noir (Spätburgunder). Sie bringt vor allem kräftige Aromen mit, wie beispielsweise Kaffee und darf natürlich in unserem Südafrika-Winecation-Paket nicht fehlen. Das Anbaugebiet Stellenbosch, in der Nähe von Kapstadt, ist nach wie vor das Mekka der südafrikanischen Weinproduktion. Hier ist die Dichte an Reben und Winzern am höchsten und (wenn nicht gerade Corona ist) heißen die Weingüter gerne Touristen willkommen. Tastings, Weinbergtouren oder eine Nacht im Gästezimmer auf dem Weingut gehören zum Standardprogramm der meisten Weingüter. Sarah und Alice von der GW-Crew waren schon einmal da (hier findet ihr den Bericht). Doch auch im Ausland kann man in den Genuss des Weins vom Kap kommen, denn 60% werden exportiert.

Neben den Rotweinen ist auch der Sauvignon Blanc aus Südafrika sehr beliebt und bekannt für seine besondere Aromatik, die stark an grüne Paprika erinnert. Klar, dass wir also auch einen Sauvignon Blanc in’s Paket packen mussten. Hoffen wir also, dass euch die Weine etwas Sonne, Wind und Urlaubsgefühl vom Kap der Guten Hoffnung nach Hause in den Garten bringen. Domkop!

W E I N F A K T E N

  • Rebfläche: 130.000 Hektar
  • Weinkonsum pro Kopf: 10 Liter
  • Die häufigsten Rebsorten:
    Chenin Blanc (18%), Cabernet Sauvignon (12%), Syrah (11%)

Food Friday | Steinofen Pizza

GW-Lover und Food-Blogger Daniele hat gezeigt wie geil der Klassiker Pizza x Wein sein kann. Auf seine selbstgemachte Steinofen-Pizza hat er nur das beste aus bella Italia gelegt: Straciatella di bufala aus Apulien, sowie italienischen Pancetta und Trüffel. Damit ihr auch etwas davon habt, verraten wir euch sein Rezept.

Das braucht ihr:

– 700g Mehl vom Typ 00
– 1/2 Liter Wasser
– 25g Salz
– 0,5g Trockenhefe

Und so geht´s

Mehl und Wasser müsst ihr getrennt in je eine große Schüssel packen. Dann die Trockenhefe im Mehl auflösen und das Salz wiederum im Wasser auflösen. Anschließend müsst ihr langsam und behutsam nach und nach alles miteinander vermengen. Sollte der Teig zu klebrig sein, wartet einfach einmal fünf Minuten und lasst ihn so lange abgedeckt stehen. Dann könnt ihr weitermachen. Das Ziel ist es am Ende einen glatten Teig zu haben, der nicht rissig sein darf. Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist, formt den Teig zu einer Kugel und gebt ihn in eine Schüssel. Deckt sie mit Frischhaltefolie ab und lasst ihn für 2 Stunden gehen. Anschließend muss er 16-20 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Wenn der Teig soweit ist, formt daraus circa 250g schwere Kugeln. Diese müsst ihr dann, abgedeckt mit einem sauberen und feuchten Geschirrtuch, für weitere 2-4 Stunden (außerhalb des Kühlschranks) ruhen lassen. Nun kann es aber endlich losgehen. Rollt die kleinen Kugeln dünn aus. Wenn ihr eine echte italienische Pizza machen wollt, kommt der Teig lediglich mit der Tomatensoße (in diesem Fall mit frischen gelben Tomaten) in einen auf 250 Grad vorgeheizten Ofen. Wer keinen Steinofen zu Hause hat, kann sich mit einem „Pizzastein“ behelfen. Ist die Pizza gold-knusprig holt ihr sie heraus und belegt sie direkt nach gusto. In unserem Fall kamen dann Straciatella, Pancetta und Trüffel auf die Pizza. Buon Appetito!

W E I N E M P F E H L U N G

Wein.Beginner | 1838 vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett: Erfrischend, Lakritz, Schattenmorelle! Eine leicht schräge Cuvée aus Merlot, Lagrein, Cabernet Sauvignon und Dornfelder. Klingt erstmal komisch, passt aber wunderbar zusammen und auch zur Pizza!

Wein.Lover | El Angosto Tinto von der Bodega el Angosto: Eukalyptus, Tabak, Cassis! Saftig, voll und langanhaltend hält der Wein diesen Moment fest. Fast schwarz in der Farbe duftet er wunderbar nach Cassis, Tabak und Eukalyptus und verrät auf verschmitzte Art den Holzeinsatz. Ein starker Partner für eine starke Pizza.

Wein.Nerd | Osthofener Pinot Noir vom Weingut Karl May: Eleganz und Kraft gehen hier Hand in Hand. Er bringt die typische Sauerkirschfrucht mit sich, ergänzt durch einen Hauch schwarze Johannisbeere und etwas erdigen Waldboden. Ein eleganter Wein für den gehobenen Pizza-Genuss.

Weinreise | Österreich

Servus! Willkommen im Land des Grünen Veltliner. Was in Deutschland der Riesling, ist in unserem bergigen Nachbarland der Grüne Veltliner. Die meistangebaute Rebsorte in Österreich darf in diesem Paket natürlich nicht fehlen. Der meiste Wein wächst in Niederösterreich rund um Wien, zum Beispiel im Weinanbaugebiet Wagram. Dort ist auch das Weingut Eschenhof-Holzer zu Hause, von dem die drei Weine in diesem Paket stammen. Arnold ist der kreative Kopf im Weingut und zeigt, dass Österreich mehr zu bieten hat als „nur“ Grünen Veltliner. Sein Pét Nat Raw Rosé (was das genau ist, könnt ihr auch hier nachlesen) ist ein prickliger Naturwein, den man unbedingt probieren sollte.

Gefallen an der Vielfalt der österreichischen Weinwelt, haben vor allem die Österreicher selbst gefunden. Drei Viertel des österreichischen Weins, wird direkt im Herkunftsland getrunken, unteranderem in der sehr weinaffinen Gastronomie. Nach einem Weinskandal in den 1980er Jahren hat sich der Weinbau in Österreich revolutioniert und sich konsequent der Erzeugung von Qualitätsweinen verschrieben. Dieser Wandel ist nicht nur in Deutschland unbemerkt geblieben, die auch gerne mal einen feinen Wein von ihren Nachbarn trinken. Auch in den USA zum Beispiel wächst die Nachfrage nach Weinen aus Österreich. Dabei steht nicht nur der Grüne Veltliner im Vordergrund. Zweigelt und Blaufränkisch sind zwei rote Rebsorten, die sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen und eher in den südlichen Weinanbaugebieten Österreichs angepflanzt werden.

Ausgestattet mit diesem neuen Wissen über unsere Nachbarn im Süden könnt ihr euch auf eine ausgiebige Wandertour begeben und die drei Weine als Wegzehrung einpacken. So kommt hoffentlich etwas Urlaubsgefühl bei euch zu Hause auf. Prost!

F A K T E N

Rebfläche: 45900 Hektar
Weinkonsum pro Kopf: 28 Liter
Häufigste Rebsorten:
Grüner Veltliner (29%)
Zweigelt (14%)
Blaufränkisch (9%)

Weinwissen | Rebsorten

Die Frage, was eine Rebsorte ist und wieviele es davon gibt, taucht bei unseren Weinmomenten immer wieder auf. Ersteres ist relativ leicht zu beantworten: Wein wird aus den Früchten der Edlen Weinrebe (Vitis vinfera) gewonnen. Von dieser Pflanze gibt es verschiedene, unterscheidbare Sorten, die entweder durch Kreuzung oder durch Mutation und anschließende Selektion entstanden sind. Diese nennt man Rebsorten.

Genau die globale Anzahl der unterschiedlichen Rebsorten zu bestimmen, ist etwas kniffliger. Es werden immer wieder Sorten entdeckt, vergessene wiedergefunden, neue gezüchtet und vermeintlich unterschiedliche als gleich enttarnt (z.B. Primitivo und Zinfandel). Jens Priewe (Autor von u.a. „Wein – die neue große Schule“) spricht von rund 10.000 verschiedenen Sorten. Kym Anderson (Direktor des Wine Economics Research Centre Adelaide) liegt in seiner Einschätzung deutlich darunter. Fest steht, dass es tausende sind. 

Die Unterschiede erkennt man manchmal auch, wenn man durch die Weinberge spaziert. Zum einen sind die Trauben weißer Rebsorten idR grün bis rötlich, Rote Rebsorten wiederum bläulich bis lila. Auch die Beeren der Trauben unterscheiden sich. Bei manchen Rebsorten hängen sie relativ locker, bei anderen dicht gepackt. Mal sind sie größer, mal kleiner. Die Unterschiede lassen sich also nicht nur erschmecken, sondern manchmal sogar schon im Weinberg erspähen.

In Deutschland sind aktuell 112 Ertragsrebsorten zugelassen, wobei nicht alle davon wirtschaftlich relevant sind. Alleine die Top 10 Sorten belegen knapp 79% der Fläche auf der Wein angebaut wird. Die Top 20 Rebsorten belegen sogar 95% der Rebfläche. Im Umkehrschluss bleiben für die anderen 92 Sorten nur noch 5% der Fläche, also so wenig, dass sie etwas hinten runter fallen. Darum kennt auch kaum ein Mensch Tauberschwarz, schwarzen Gänsfüsser oder gelben Kleinberger. Die Top 3-Sorten in Deutschland sind Riesling (weiß), Müller-Thurgau (weiß) und Spätburgunder (rot). Wenn ihr mal in einem Weingut seid und eine (euch) unbekannte oder seltsame klingende Rebsorte auf der Karte entdeckt, probiert die doch mal. Die Chancen stehen gut, dass es sich um eine eher selten angebaute Rebsorte handelt, zu der euch der oder die Winzer/in eine spannende Geschichte erzählen kann.

Weinreise | Spanien

¡Hola! Wir erkunden ein echtes Schwergewicht der Weinwelt: Spanien. Allein die Anbaufläche ist schon gigantisch: Fast eine Million Hektar sind mit Reben bepflanzt. Damit ist es flächenmäßig das größte Anbauland der Welt. Blickt man auf die Produktionsmenge verschiebt sich das Bild ein wenig. Hier liegt Spanien mit rund 40 Millionen Hektolitern „nur“ auf Platz 3 (hinter Italien und Frankreich). Ein Grund dafür ist das heiße und trockene Klima, welches die Erträge verringert. Das Klima ist jedoch auch essentiell für die gehaltvollen und kräftigen Rotweine, für die Spanien weltweit bekannt ist.

Wein wird in allen 17 autonomen Regionen Spaniens angebaut, wobei rund die Hälfte der Rebfläche in Castilla-La-Mancha zu finden ist. Damit ist dort die größte Konzentration an Reben weltweit. Die autonomen Regionen dürfen jedoch nicht mit den Anbaugebieten verwechselt werden. Diese entwickeln sich in Spanien recht dynamisch, sodass jedes Jahr neue dazukommen. Die bekanntesten davon sind Rioja, Ribera del Duero und Priorat. Spanien ist natürlich nicht nur für seine schiere Größe als Weinbauland bekannt, sondern auch für die Qualität – insbesondere der Rotweine.

Neben der Klassifikation nach Anbaugebieten werden Spanische Weine nach Reifestufen unterschieden. Hier gibt es für die Roten die Stufen Crianza, Reserva und Gran Reserva. Möchte ein Wein eines dieser Prädikate tragen, so muss er zunächst eine vorgeschrieben Zeit im Holzfass (max. 600 Liter) und anschließend noch in der Flasche reifen. Dadurch sind Spanische Weine häufig schon beim Kauf trinkreif, was sicherlich auch ihre Beliebtheit zumindest teilweise erklärt. Rotwein trinken die Spanier übrigens nicht nur im (auch sehr warmen) spanischen Winter, sondern gekühlt (auf 15-18 Grad) auch zu Tapas im Sommer. Also Tisch decken, Wein kalt stellen und losschlemmen. Die passenden Weine dafür, findet ihr in unserem Winecation-Paket. Salud!

F A K T E N

Anbaufläche: Eine Millionen ha
Weinproduktion: 40.000.000 Liter
Anteil Rotwein: 51,1 %
Weinkonsum pro Kopf: 25 Liter
Reifezeiten: Crianza: 6-12 Monate im Holzfass & 12-18 Monate auf der Flasche
Reserva: 36 Monate Gesamtreife, davon mindestes 12 Monate im Barriquefass (225l)
Gran Reserva: 60 Monate reife gesamt, davon mindestens 24 Monate im Barrique

Weinwissen | Wein lagern

Ihr wollt ein paar Flaschen zu Hause lagern, habt aber keinen Weinkeller? Geht das? Klar! Will man direkt in der „Profi-Liga“ spielen, kann man sich einen Weinklimaschrank kaufen. Die gibt es mittlerweile auch zu erschwinglichen Preisen. Trotzdem sind sie noch verhältnismäßig teuer und man benötigt dafür auch den entsprechenden Platz. Deshalb haben wir ein paar Tipps für euch, wie man auch in seiner Wohnung ein paar Flaschen auf Vorrat halten kann. Kühl, nicht zu trocken, möglichst dunkel – das sind die Anforderungen. Also gilt es die dunkelste, kühlste Stelle der Wohnung zu finden! Manchmal ist es der Vorratsschrank, das ungeheizte Gästezimmer, oftmals aber auch der Platz unter dem Bett.

Habt ihr den passenden Platz gefunden, kommt es auch auf die Flaschenposition an. Habt ihr Flaschen mit Korken, solltet ihr sie liegend lagern, damit der Korken benetzt bleibt und nicht austrocknet. Sektflaschen sollten jedoch (trotz Korken) stehend gelagert werden. Hat ein Wein einen Schraubverschluss könnt ihr euch die Position aussuchen. Für eine jahrelange Lagerung ist, neben entsprechend hochwertigem Wein, ein richtiger Keller oder Klimaschrank dann doch unerlässlich. Sonst ist man eventuell nach 5 oder 10 Jahren Warten enttäuscht, wenn der Wein die Zeit nicht überstanden hat. Es muss übrigens nicht gleich ein Weinkeller sein. Ein richtiger Keller mit möglichst konstanter Temperatur – also kein Heizungskeller oder ähnliches – eignet sich in der Regel auch. Wer, wie wir, oft zu ungeduldig ist, um lange zu warten, sollte einfach weiterhin Wein bestellen, in den Kühlschrank legen und jung & frisch genießen. Prost!

Weinreise | Portugal

Bem vindo a Portugal! Wir widmen uns nun diesem nicht ganz so bekannten, aber dafür extrem spannenden Anbauland. Die Geschichte des Weinbaus reicht hier zurück bis auf die Phönizier. Portugal war mit seinen Likörweinen, Madeira und Portwein, eine der ersten Exportnationen der Welt. Das Douro-Tal in Portugal (Alto Douro) ist nicht nur wunderschön (siehe Bild), sondern auch die älteste Weinbauregion der Welt mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Nach dieser frühen Blüte verfiel das Weinland allerdings in eine Art Dornröschenschlaf, der bis Anfang der 1990er Jahre andauerte.

Nachdem Likörweine in den 1970ern in eine Absatzkrise gerutscht sind, dauerte es eine Weile, bis das Land seine neue Weinidentität gefunden hat. Dazu gehörte auch eine generelle Umstrukturierung des Weinbaus. Die Rebfläche hat sich seit Anfang der 90er fast halbiert. Dabei ist allerdings die Produktivität der Rebanlagen gestiegen, wobei diese noch immer sehr gering ist. Gründe für diese geringe Produktivität gibt es mehrere. Der Rebbestand ist zum Teil sehr alt, was zu niedrigen Erträgen führt. Dazu kommt das teils harsche Klima und auch karge Böden. Außerdem ist die moderne Anbautechnick noch nicht überall angekommen.

ABER: Das Land hat sich mittlerweile extrem gut aufgestellt. Viel Geld und Knowhow fließen in den Weinsektor. Moderne Weingüter schießen in allen Anbaugebieten aus dem Boden. Der Rebbestand wird verjüngt und zu den vielen einheimischen Rebsorten kommen immer mehr global angebaute, wodurch sich der Weinstil dem internationalen Geschmack annähert, ohne dabei seine Individualität zu verlieren.

Gebiete, die früher nicht für gute Weine bekannt waren (z.B. Alentejo, Dao…) erleben eine qualitative Renaissance. Dabei bleiben die Preise noch recht niedrig. Kurzum Portugal ist ein Weinland im Umbruch, dass man unbedingt im Auge behalten sollte.

Probiert doch einmal die Tropfen von Caves Campelo oder der Casa Relvas aus Portugal!

F A K T E N

Anbaufläche: 194.000 ha
Veränderung seit 1990: -48,8 %
Anbaufläche DE: 102.000 ha
Weinproduktion: ca. 7 Millionen Liter
Weinproduktion DE: ca. 9 Millionen Liter

Rebsorten: ca. 330
Weinkonsum p.K.: 50 l pro Jahr

Food Friday | Lachs-Spinat-Flammkuchen

Es muss nicht immer Speck & Zwiebeln sein, wenn es um Flammkuchen geht. Das traditionelle Gericht aus dem Elsass kennt viele Gesichter und ist im Handumdrehen selbst gebacken. Ob als Klassiker, herzhaft mit Zwiebeln und Speck – in einer süßen Variante mit Äpfeln und Zimt oder wie heute bei uns auf dem Teller: mit Lachs & Spinat. 😋⁠

Flammkuchenessen macht Spaß vor allem in geselliger Runde und mit einem leckeren Vino. Unser Jonas hat sich direkt mal einen ganz feinen Tropfen gegönnt: der Sauvignon Blanc „Laurenzikapelle Lieblingsei“ vom Weingut Hofmann. Nach einer Maischestandzeit von mehreren Tagen wird der Wein spontan im Beton-Ei (ja wirklich, ein 600 Liter großes Ei aus Beton 🥚) vergoren, wo er dann auch auf der Hefe lagert. Das Ergebnis ist unfassbar spannend!⁠ Bevor den Wein aufmacht, verraten wir euch erst einmal wie ihr den Flammkuchen nachbacken könnt.

Das braucht ihr:

  • 250g Mehl
  • 150ml Wasser (lauwarm)
  • 1/2 Packung Trockenhefe (oder frische)
  • Prise Zucker, Salz und Pfeffer
  • 150g Lachs – achtet auf die entsprechenden Siegel für Nachhaltigkeit (bei 2 Flammkuchen doppelete Menge)
  • 150g Frischkäse
  • 150g Spinat (frisch oder tiefgefroren / bei 2 Flammkuchen doppelete Menge)
  • 2 Frühlingszwiebeln

Und so geht’s:

Für den Teig vermischt ihr Mehl, lauwarmes (!) Wasser, die Hefe und je eine Prise Salz, Pfeffer und Zucker und knetet ihn ordentlich durch. Danach müsst ihr ihn eine Stunde gehen lassen, die Menge sollte sich in dieser Zeit verdoppeln. Die Menge sollte für zwei Flammkuchen reichen. Wenn der Teig soweit ist solltet ihr ihn möglichst dünn ausrollen. Nun bestreicht ihr ihn mit Frischkäse und schneidet anschließend die Frühlingszwiebeln möglichst dünn. Legt Lachs, den (aufgetauten) Spinat und die Frühlingszwiebeln nun auf den Flammkuchen. Jetzt muss er nur noch für rund 15 Minuten bei 200 Grad (Umluft) in den Ofen.  Schaut immer mal wieder rein, denn so ein dünner Flammkuchen kann schnell anbrennen! Wenn ihr den zweiten Flammkuchen mit Apfelscheiben und Zimt bestreuen wollt (Frischkäse wieder als Unterlage), dann bratet die Äpfel vorher kurz in der Pfanne mit Agavendicksaft an. Lasst es euch schmecken!

W E I N E M P F E H L U N G

Wein.Beginner | Der runde Weisse von Save Water Drink Wine: Aus dem Glas strömt der Duft von frischen Limetten, Litschi und Pfirsich. Nimmt man einen Schluck, hat man das Gefühl, als ob reife Mirabellen über die Zunge rollen, die sich mit einem tollen Schmelz verabschieden. Die Frucht passt wunderbar zur Würze des Flammkuchens.

Wein.Lover | Grauburgunder von Alexander Luff: Kräutrig-würzig mit einer Frische, die an Zitronenmelisse erinnert, springt einem der Wein aus dem Glas entgegen. Dazu kommt eine saftige, fruchtige Note. Lecker!

Wein.Nerd | Sauvignon Blanc Laurenzikapelle von Jürgen Hofmann: Ein außergewöhnlicher Wein, der es mit seiner Exotik und Tiefe ohne Probleme mit dem salzig-kräftigen Flammkuchen aufnehmen kann.