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Weinreise | Frankreich

Weiter geht’s mit unserer Weinreise! Cette fois: la France. Nach dem trockenen theoretischen Teil könnt ihr euch mit dem Frankreich-Paket dem feucht(-fröhlich)en Probieren widmen und euch den französischen Glanz nach Hause holen.

Champagner, Bordeaux, Chablis, Pouilly Fumé – eigentlich nur die Namen französischer Weinbauregionen. Doch sie stehen weltweit für höchste Qualität im Weinbau. Anders als in Deutschland, wo auf den meisten Preislisten ein buntes Rebsorten-Treiben herrscht, spezialisieren sich die verschiedenen Weinregionen Frankreichs auf bestimmte Rebsorten und Ausbaustile. Trinkt man einen Chablis, beschreibt man mit der Aussage nicht nur die Herkunft, sondern gleich auch die Rebsorte: Chardonnay. Bordeaux-Weine sind Rotwein-Cuvées, meist aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Trinkt man einen Pouilly Fumé, heißt das: es ist ein Sauvignon Blanc, obwohl es eigentlich ein Herkunftsgebiet an der Loire ist, das sich aus dem Namen der Stadt Pouilly-sur-Loire und dem Wort fumé (franz. für geräuchert, eine Anspielung auf Feuersteinaromen im Bouquet) zusammensetzt. Die größte Erfolgsgeschichte in der Wein-Profilierung ist wohl der Champagner.

Auf dem Weltmarkt funktioniert das super. Französische Weine und Herkunftsbezeichnungen sind Marken. Obwohl der Anteil Frankreichs am Weltweinmarkt in Bezug auf die Menge nur 20% beträgt, ist der Anteil in Bezug auf den Umsatz bei 25%. Hinzu kommt, dass Frankreich mit seinen 786.000 ha Anbaufläche das flächenmäßig drittgrößten Weinland der Welt, nach Spanien und China, ist. Allein die Anbaufläche von Bordeaux ist mit 120.000 ha größer als alle deutschen Anbaugebiete zusammen.

Was ist das Geheimnis hinter der französischen Erfolgsgeschichte? Das Terroir! Das heißt, man soll Herkunft, Boden und Klima im Wein schmecken können. Diese Besinnung auf die Gegebenheiten der Natur ist es auch, die hinter der Betonung der Weinregionen steckt. Auch auf den Etiketten findet sich diese Philosophie wieder. Je genauer die Herkunftsangabe ist, desto hochwertiger der Wein. Ein Wein aus einer besonderen Lage steht also über dem Wein, der beispielsweise aus einem bestimmten Ort kommt. Diese Idee war so erfolgreich, dass die Logik des französischen Weingesetzes weltweit adaptiert wurde.

Die passenden Tropfen für euren französischen Abend haben wir euch schon ausgesucht, ihr müsst nur noch Baguette, Käse und vielleicht ein paar Kerzen besorgen. À votre santé!

F A K T E N

Anbaufläche: 786.000 ha
– rote Trauben: etwa 75% / 604.500 ha
Weinbaubetriebe: ca. 144.000
Weinproduktion: 47.500.000 hl
Weinexport: 14.000.000 hl

Weinkonsum pro Kopf: 27 Liter
Durchschnittspreis Wein/Liter: 4,26€
Meist angebaute Rebsorten:
1. Merlot – 14 %
2. Grenache Noir – 11 %
3. Ugni Blanc (für Cognac und Armagnac) – 10%

Weinwissen | Was sagt der Preis?

Ist ein Wein sein Geld wert? Ist teuer gleich gut? Also ein 20 Euro-Wein automatisch besser als einer für 5 Euro? Den Preis für die Weine machen in erster Linie die Winzer und Winzerinnen. Einige Preisentscheidungen lassen sich hierbei auf die Produktionsmenge zurückführen. Meistens hat der Winzer bei den hochwertigeren Weinen eine geringere Erntemenge als bei den Basis-Weinen. Hier verzichtet der Winzer oftmals auf einen großen Ertrag, indem er Trauben vom Stock schneidet, um die Aromenkonzentration in den verbleibenden Trauben zu erhöhen. So produziert er allerdings am Ende weniger Flaschen und muss daher den Preis höher ansetzen, um die zusätzliche Arbeitszeit zu rechtfertigen. Diese liegt bei einem hochwertigen Wein bei vielen Stunden intensiver Bearbeitung im Weinberg und Keller.

Wird der Wein außerdem noch in ein Barriquefass gelegt, welches allein schon mehrere hundert Euro kostet, muss der Winzer dieses und die Lagerzeit ebenfalls in den Preis einkalkulieren. Klingt fair, oder?

Auf der anderen Seite, spielt das Renommee des Weinguts eine wichtige Rolle. Je besser der Ruf eines Weinguts und je begehrter ein Wein ist, desto teurer kann man ihn verkaufen. Wenn dann von so einem Wein nur noch eine kleine Menge eines tollen Jahrgangs existiert, steigt die Preisbereitschaft automatisch weiter. Das schöne am Wein ist eben seine Vielseitigkeit und der Einfluss der Natur, welche jeden Jahrgang besonders und einzigartig macht.

Es kann natürlich auch passieren, dass man von einem renommierten Weingut das eine oder andere Fläschchen erwischt, welches qualitativ nicht besser ist, jedoch preislich weit über gleichwertigen Weinen liegt. Daher legen wir als Händler einen großen Wert darauf, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Weinen stimmt. Andernfalls würde man enttäuscht werden und am Ende keine Lust mehr auf Wein haben – das wäre fatal! Am wichtigsten ist sowieso – egal ob günstiger Wein oder ein teurerer Vertreter – der Wein muss schmecken 😉

Food Friday | Pad-Thai-Salat

Vici hatte bei sommerlichen 35 Grad im Office Lust auf Salat. Und weil uns alle das Fernweh plagt, hat sie uns einen thailändischen Pad-Thai-Salat gezaubert. So kommt immerhin etwas Urlaubsstimmung auf. Wie gewohnt, zeigen wir euch auch wie ihr euch ein Stück Thailand nach Hause holen könnt. Dazu empfehlen wir euch Wein aus heimischen Gefilden, der zu asiatischen Speisen ein echter Knaller ist!

Das braucht ihr

  • 1 Zucchini
  • 2 große Karotten
  • 1 rote Paprika
  • 90 g Rotkohl
  • 120 g Edamame (wahlweise auch Tofu)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Teelöffel Sesamsamen
  • 1 Teelöffel Hanfsamen
  • 50 g Mandelmuß
  • Limettensaft
  • Tamari (wahlweise auch Sojasauce)
  •  Ahornsirup
  •  Sesamöl
  • Ingwer
  • eine Knoblauchzehe

Und so geht´s (nach einem Rezept von springlane.de)

Die Zucchini müsst ihr mit einem Spiralschneider zu Zucchini-Nudeln verarbeiten. Paprika und Rotkohl schneidet ihr einfach in dünne Streifen. Die Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten. Die Karotten müssen gestiftelt werden. Das vermengt ihr dann in einer großen Schüssel.

Für das Salatdressing müsst ihr Ingwer reiben (circa 1 Teelöffel voll), die Limette auspressen, eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Das gebt ihr mit dem Mandelmuß, 2 Teelöffeln Tamari (oder Sojasauce), 2 Esslöffeln Wasser, 2 Teelöffeln Ahornsirup und einem Teelöffel Sesamöl in eine Schüssel und verrührt das ganze mit einem Schneebesen. Das Dressing kann anfangs etwas flüssig sein, wird jedoch noch fester, wenn es etwas steht.
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Den Rohkostsalat mit Edamame (bzw. Tofu), den Frühlingszwiebeln, Hanf- und Sesamsamen garnieren. Abschließend mit dem Dressing beträufeln und Wein einschenken. Guten Appetit!
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W E I N E M P F E H L U N G
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Wein.Beginner | Fusion von Jürgen Hofmann: Schiefer trifft Muschelkalk! Will man diesen Wein in einem Wort zusammen fassen, trifft es „bunt“ am besten. Super also zum bunten Salat!
Wein.Lover | Weissburgunder vom Weingut Metzger: Sommerlich, fruchtig, easy! Schön schlanker, unprätentiöser Burgundertyp. An der Nase dezente, aber typische Fruchtnoten von Birne und Steinobst. Am Gaumen sehr lebendig. Sommer im Glas…
Wein.Nerd | Trittenheimer Riesling Kabinett von Ansgar Clüsserath: Mango, Limette, Safran! Hier trifft perfekt ausbalancierte Süße auf eine schöne Säure und ergeben zusammen unendlichen Trinkfluss. Der Wein tänzelt mit Mango- und Limettenaromen über die Zunge und ist zum exotischen Pad-Thai-Salat ein Gedicht.

Weinreise | Italien

La dolce vita! Den ersten Stopp unserer flüssigen Reise durch Europa legen wir in Italien ein. Im Weinland No. 1 wird nicht nur viel, sondern auch richtig geiler Wein auf die Flasche gebracht. Auf dem mediterranen Stiefel (inklusive Inseln) werden auf rund 682.000 ha Reben angebaut, wodurch es flächenmäßig das viertgrößte Anbauland der Welt ist. Mengenmäßig sieht es allerdings anders aus, denn hier liegt Italien mit einer jährlichen Produktion von rund 50 Millionen Hektolitern ganz vorne und kämpft lediglich manchmal mit Frankreich um die Krone.

Richtig spannend wird es, wenn man sich die Rebsorten in Italien anschaut, denn hier befindet man sich im Jurassic Park der Reben – so viele verschiedene, teils uralte und fast vergessene Sorten gibt es. Um das mal in Zahlen zu fassen: derzeit werden rund 350 Rebsorten angebaut, wovon 330 italienischen Ursprungs sind. Viele davon spielen wirtschaftlich gesehen natürlich keine Rolle, aber die Vielfalt ist doch erstaunlich.

Es gibt keine Ecke in Italien, in der sich kein Wein findet. Organisiert ist die Produktion in 20 Anbaugebieten, wobei das Veneto mit einem Anteil von knapp 20% der Produktion das mit Abstand größte ist. Dort zu Hause sind auch unsere Freunde von Contrà Soarda, die hinter Zio Porco Wines stecken. Auf ihrem Weingut sind nicht nur Weineben „zu Hause“, es gibt dort auch Olivenbäume, Esel und Hühner. Ein echter Landwirtschaftsbetrieb eben, den unsere GW-Crew schon besucht hat. Im Video zeigen wir euch ein paar Impressionen des Roadtrips, inkl. Zwischenstopp in der Schweiz.

Genug Theorie, jetzt wird es Zeit italienisches Urlaubsgefühl nach Hause zu bringen. Wir haben euch das passende Paket geschnürt. Ihr müsst nur noch Pizza und Pasta besorgen, euch auf eine Piazza setzen und la dolce vita in den heimischen Gefilden genießen. Cin cin!

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Anbaufläche: 682.000 ha
Anbaugebiete: 20
Weinproduktion: 50 mio. hl
Anteil Weißwein: 54 %
Weinkonsum: 22,5 mio. hl

Meist angebaute Rebsorten:
1. Sangiovese 71.500 ha
2. Trebbiano 55.000 ha
3. Montepulciano 34.800 ha
4. Catarratto 34.800 ha
5. Merlot 28.000 ha

Food Friday | Vegetarischer Grillabend

Mal ganz ehrlich: der eigentliche Star beim Grillen ist nicht das Fleisch, sondern der Berg an Beilagen! Von verschiedenen Salaten, Brot mit Kräuterbutter über Gemüsespieße und natürlich die besten 20 Saucen welchen man im Supermarkt nicht widerstehen konnte. Zumindest unser GW-Crewmember Jonas ist Fan davon und hat sich an den Grill gestellt um den endgültigen Beweis anzutreten, dass auch vegetarisches Grillen Bock macht.

Das braucht ihr:

  • ca. 300g Schafskäse (für 2 Portionen)
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Pfefferonen
  • Oliven (entsteint)
  • Frühlingszwiebeln
  • Zucchini
  • Champignons
  • Paprika
  • kleine Spieße (aus Holz oder Edelstahl (reusable) – gibt´s im Supermarkt
  • Olivenöl

Und so gehts:

Das Gemüse für die Spieße muss ein Bisschen in der Marinade ziehen, deshalb lohnt es sich das ganze früh vorzubereiten. Zucchini in dicke Scheiben schneiden, Paprika zurechtschneiden und Champignons waschen und vom Stiel befreien. Für die Marinade Olivenöl, Salz, Pfeffer, gehackte Kräuter, Knoblauch, Rosmarin, Oregano und Thymian vermengen. Ein Spritzer Zitronen- oder Limettensaft gibt dem ganzen einen schönen Kick. Nun das Gemüse in eine Schüssel geben, vermengen und ziehen lassen. Wenn alles durchgezogen ist, einfach aufspießen (nicht zu viel auf einen Spieß) und ab auf den Grill. damit

Schafskäse ist natürlich eine einfache Sache, die ihr kurz bevor der Grill angeschmissen werden soll, vorbereiten könnt. Wichtig ist: er schmeckt umso besser, je höher die Qualität. 1-2 Euro mehr für den Bio-Schafskäse mit echter Schafsmilch können sich lohnen 😉 Legt ihn auf ein großes Stück Alufolie, Olivenöl drüber (und drunter) und etwas Pfeffer darüber streuen. Dann Tomaten, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln schnibbeln und mit Oliven und 2-3 Pfefferonen über dem Schafskäse verteilen. Ihr könnt natürlich nach Gusto noch Sachen hinzufügen oder weglassen. Nun noch etwas Salz, Basilikum und Petersilie darüber streuen, das Alupäckchen zu machen und ab auf den Grill – nicht in die Mitte, eher an den Rand um ihn schonend zu grillen.

W E I N E M P F E H L U N G

Wein.Beginner | Riesling vom Weingut Metzger: Knackig, Spritzig, Riesling! Knackige Säure, schlanker Körper und eine exotische Frucht. Nach unserer Erfahrung extrem gut als Begleiter beim Grillen.

Wein.Lover | Weissburgunder von Doro Wörner: Pinova, Floral, Eleganz! Alleine das Riechen macht hier schon irre Spaß. Eine elegante Nase mit Aromen von reifem Apfel und Hollunderblüten. Am Gaumen bleibt der Wein elegant und tänzelt die Zunge herunter. Wunderbar zum aromatischen Schafskäse!

Wein.Nerd | Cuvée & vom Weingut Zimmer-Mengel: Harmonie, Birne, Power! Ganz großes Tennis! Harmonisch und rund schmiegt er sich erstmal an die Zunge. Danach kommt dann die Power vom Ausbau im Holzfass und zum Schluss ein Spritzer Säure, der den Ganzen Wein fluffig die Kehle runter laufen lässt, sodass man immer noch einen weiteren Schluck möchte. Kommt gut mit den Röstaromen der Gemüsespieße klar!

 

 

Weinwissen | Verschlusssache

Nur billige Weine haben einen Schraubverschluss? Weit gefehlt! Neben dem Naturkorken hat sich vor allem der Schraubverschluss etabliert. Denn er ist praktisch, dicht und sieht mittlerweile auch ganz manierlich aus. Für Weine, die nicht jahrelang lagern sollen, ist der Schraubverschluss eine gute Wahl. Er verschließt den Wein am besten und hält ihn so spritzig und frisch. Juliane Eller spricht gerne über den Schraubverschluss als „Aroma-Tresor“. Andere Alternativen sind Glasverschlüsse (die man selten sieht, weil sie sehr teuer sind) und diverse Korkersatz-Varianten (z.B. Plastikkorken).

Wir haben mal ein paar Winenerds zu befragt um den Mythos um den Weinverschluss aufzuklären:

Der Verschluss eines Weines beeinflusst auch wie er sich in der Flasche entwickelt (oder entwickeln soll). Ein Korken lässt immer auch etwas Luft an den Wein, wodurch er sich weiterentwickeln kann. Ein Schraubverschluss hingegen, wie bereits geschrieben, soll den Wein möglichst vor weiterem Sauerstoffkontakt schützen. Keine der beiden Varianten ist besser oder schlechter als die andere. Der Winzer möchte damit einfach unterschiedliche Ziele erreichen, damit wir den Wein so im Glas haben, wie er ihn gemacht und gedacht hat. Wenn ihr doch mal einen Wein mit Korken drinken wollt, haben wir HIER das richtige Tool um an den Stoff zu kommen 😉 Prost!

Food Friday | Kartoffelcrunch mit Fetakäse & Zatar

Eine klassische pfälzer Kombo, die immer geht: Kartoffeln und Riesling. Klassisch wären wohl einfach Pellkartoffeln („Gequellde“) mit Quark. Wir hatten aber diese Woche bock auf ein bisschen mehr Pep! Deshalb hat Suzan einen knusprigen Kartoffelcrunch (aka Kartoffelgratin light) mit Feta-Käse gezaubert und es mit Zatar-Gewürz (Gewürzmischung, ua mit wildem Thymian) abgerundet. Schmeckt ebenso wunderbar zum pfälzer Riesling 😉 Wir verraten euch wie es geht!

Das braucht ihr:

500g Kartoffeln

200g Schafskäse

Zatar-Gewürz (schaut einfach mal in einem gut sortierten Supermarkt oder im Netz)

Eine flache, große Auflaufform

Und so geht´s:

Die Kartoffeln müsst ihr waschen und schälen und in feine (!) Scheiben schneiden. Legt diese möglichst flach in der Auflaufform aus. Sie können sich natürlich etwas überlappen, aber es es sollte nicht zu dick werden. Bröselt den Schafskäse gleichmäßig darüber. Für den angekündigten Pep sorgt das Zatar-Gewürz – einfach drüberstreuen! Jetzt kommt alles in den Ofen, am besten bei Umluft mit Grillfunktion bei circa 180 Grad backen. Wenn die Kartoffeln oben leicht braun werden, könnt ihr sie rausholen. Sollten sie noch nicht ganz durch sein, könnt ihr sie bei niedriger Hitze im Ofen noch etwas garen. Wenn alles ready ist, müsst ihr nur noch den Wein einschenken, euch eine Gabel schnappen und losschlemmen!

W E I N E M P F E H L U N G:

Wein.Beginner | Cuvée Rosé vom Weingut Dambach: Rhabarber, Grip, Grapefruit! Die beiden Rebsorten in dieser Cuvée, Cabernet Sauvignon und Merlot, sorgen für eine würzige und frische Aromatik. Man hat das Gefühl, man würde eine Rhabarberschorle mit einem Spritzer Grapefruit trinken.

Wein.Lover | Riesling Zellertal vom Weingut Schwedhelm: Wie die Luft nach einem Sommerregen! Die Rieslinge aus dem Zellertal in der Nordpfalz von den Schwedhelms sind brutal gut. Als ob man eine Zitrone auf einem Stein ausdrückt und daran leckt.

Wein.Nerd | Tacheles vom Weingut Weinreich: Curryblatt, Kaktusfeige, Eistee! Tacheles ist ein maischevergorener (auf den Traubenschalen vergorenen wie Rotwein) Weisswein, der unfiltriert und ohne Zugabe von Schwefel auf die Flasche kommt.  Aus dem Glas strömt euch ein funky Duft von Curryblatt, Grapefruit und Kaktusfeige entgegen. Durch die feinen Gerbstoffe ist der Wein herb und erfrischend. Ungewöhnlicher Stoff, der aber irre viel Spaß macht und viel zu lernen und entdecken bietet.

Weinwissen | Weingläser

Klar kann man Wein auch aus der Flasche „trinken“. Er gehört aber eigentlich ins Weinglas, wenn er auch wirklich schmecken soll. Doch die Welt der Weingläser kann schon fast so erschlagend sein, wie die Weinwelt selbst. Wer einmal im Kaufhaus in der entsprechenden Abteilung war, weiß, was wir meinen. So schwer muss man es sich aber gar nicht machen. Wir zeigen euch in diesem Blogeintrag einmal die drei wichtigsten Weingläser – quasi die Grundrechenarten des stilvollen Weingenusses. Und dasBeste: wir haben für euch auch direkt die passenden Gläser auf Lager.

Eins haben alle Weingläser gemeinsam: Einen Kelch auf einem Stiel. Das soll nicht nur schick aussehen, sondern erfüllt einige wichtige Funktionen. Halten wir das Weinglas am Stiel, erwärmt man nicht ungewollt den Inhalt, was den Geschmack verändern könnte (mehr dazu auch in unserem Beitrag zur richtigen Trinktemperatur). Der Kelch wiederum erlaubt es dem Wein sich besser zu entfalten. Mit unserer Zunge schmecken wir nur fünf verschiedene Geschmacksrichtungen (süß, sauer, bitter, salzig und umami). Viel mehr nehmen wir über unsere Nase wahr. Füllt man den Kelch des Weinglases nur bis zur Hälfte, hat der Wein eine große Oberfläche, um seine Aromen freizugeben. Der nach oben hin enger werdende Kelch sorgt dafür, dass die Aromen konzentriert an unsere Nase gelangen. Verstärkt wird der Effekt noch, wenn man den Wein im Glas schwenkt. Der Kelch manch eines Weinglases kann groß sein, er ist jedoch nicht dafür gemacht, randvoll gefüllt zu werden, sondern die Aromen des Weins einzufangen und zu sammeln (siehe die Weingläser in der Mitte und rechts auf dem Bild).

Die drei Glastypen

Die Champagner-Flöte (links im Bild): Die Champganerflöte ist nicht nur für den edelsten, sondern für alle Schaumweine gemacht. Die geringe Oberfläche sorgt dafür, dass der Sprudel nicht zu schnell aus dem Sekt weicht. Meist sind die Gläser zudem unten etwas angeraut, damit noch mehr Perlen nach oben steigen. Bei wirklich großen (und teuren) Schaumweinen, kann jedoch im engen Glas das vielschichtige Aroma nicht richtig zur Geltung kommen. Da lohnt es sich, diese auch einmal in einem Weißweinglas zu probieren. Sie sprudeln zwar nicht mehr so schön für das Auge, aber man riecht und schmeckt den Schaumwein besser. Probiert es doch einfach einmal aus!

Das Weißweinglas (in der Mitte): Der Kelch des Weißweinglases ist in der Regel etwas kleiner als der eines Rotweinglases. Denn in einem zu großen Glas kann sich der Duft eines leichten Weißweins zu schnell verlieren.

Das Rotweinglas (rechts im Bild): Das Glas fällt mit seinem ausladenden Kelch direkt ins Auge. Rotweine sind meist sehr kräftige, aromenstarke Weine. In einem zu kleinen Glas können sie einen erschlagen. Im großen Kelch haben sie hingegen genug Platz, um sich zu entfalten und ihre Vielschichtigkeit zu präsentieren.

GW-Lifehack 

Sind einmal nicht die passenden Gläser in Reichweite, kann es auch ein „Einheitsglas“ wie unser Original Geile-Weine-Glas tun, mit einem einfachen Trick. Möchte man Weißwein trinken, füllt man das Glas circa dreiviertel voll. So verkleinert man den Kelch künstlich. Mit Rotwein macht man das Glas nur zu einem viertel voll. Und schon schmeckt das ganze wunderbar. Wie bereits gesagt: guten Sekt kann auch aus dem stylischen „Geilen Glas“ trinken. Da Sekt ein Erfrischungsgetränk ist, müsst ihr dafür auch auf keinen besonderen Anlass warten. 😉

Food Friday | Kartoffel Spargel Himbeer-Mix mit Erdbeersalsa

Der heutige FoodFriday schreit nach Frühling. Ein Mix aus grünem Spargel, Kartoffelspalten und Himbeeren, getoppt mit leckerem Olivenöl, Beerenvinaigrette und ein paar Spritzern frischem Zitronensaft – das ist Balkonien auf dem Teller! Beim Rezept haben wir uns von Luisa Zeltner inspirieren lassen. Die hat es richtig gemacht und statt der Himbeeren natürlich Erdbeeren genutzt – das ist nicht nur saisonal sondern mit dem Spargel eine unschlagbare Kombi. Schaut mal bei ihr vorbei für Rezept-Inspirationen, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Wir zeigen euch hier, wir ihr diesen leckeren Mix nachkochen könnt!

Ihr benötigt:

  • 5-6 Kartoffeln, festkochend
  • 1/2 Bund grüner Spargel
  • 2-3 Erdbeeren
  • 1 Bio-Zitrone
  • 4 EL Olivenöl guter Qualität
  • Zum Anrichten: Basilikum, Erdbeeren

Und so geht´s:

Heizt den Ofen auf 200 Grad vor. Die Kartoffeln müsst ihr putzen, in Streifen schneiden und mit der Hälfte des Zitronensaftes und etwas Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und circa 20 Minuten goldbraun backen (die Grillfunktion am Ende hilft dabei 😉 ).

In der Zwischenzeit den Spargel mit etwas Olivenöl und Zitronenabrieb in einer Pfanne anbraten. Sollten die Spargelstangen zu dick sein, kurz vorher in heißem Wasser blanchieren. Für die Salsa Olivenöl und den restlichen Zitronensaft mischen und mit ein paar Basilikumblättern und den Erdbeeren pürieren.

Jetzt nur noch alles zusammen mixen, Wein einschenken und genießen!

W E I N E M P F E H L U N G:

Wein.Beginner | Destination Rosé: Erdbeere! Wassermelone! Lebendig! Erfrischend wie kühles Nass an schon fast zu heißen Tagen.

Wein.Lover | Rossi Rosé von Jürgen Hofmann: Dieser Wein passt wunderbar zu dem Salat, denn er schmeckt wie die erste Erdbeere des Jahres. Süßlich, aber nicht überreif, herrlich erfrischend und wie der erste Vorbote eines schönen Sommers. Das ist Leichtigkeit, Spaß und Trinkfreude in flüssig.

Wein.Nerd | Vertruen Scheurebe: Yuzu! Mango! Sternfrucht! Hier trifft exotische Frucht auf erfrischende Säure, was in Kombination den ultimativen Trinkspaß ergibt. Passt perfekt zu dem süß-salzigen Salat!

Weinreise | Weinanbaugebiet Pfalz

Fröhliche Pfalz – Gott erhalt’s! In unserer neuen Weinreise-Reihe wollen wir euch bestmöglich auf den Urlaub zu Hause vorbereiten. Viel weiter weg, wird man wohl 2020 selten kommen können. Wenn das Paradies vor der Tür liegt, dann ist das aber vielleicht auch gar nicht nötig 😉 Wir stellen euch einige der offiziellen 13 deutschen Weinanbaugebiete vor. Nur in diesen ausgewiesenen Gebieten darf in Deutschland Wein angebaut werden. Den Start machen wir im zweitgrößten Weinanbaugebiet Deutschland, der wunderschönen Pfalz.

Herzstück des Weinanbaugebiets Pfalz ist die 85 Kilometer lange Deutsche Weinstraße, die von Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze bis an den Rand Rheinhessens in Bockenheim führt. Fährt man die malerische Strecke zwischen Pfälzer Wald und Rheinebene entlang, sieht man vor allem Reben, Reben und Reben und kommt durch ein malerisches Weindorf nach dem nächsten.

Ein Viertel der deutschen Rebfläche liegt in der Pfalz und nirgends sonst auf der Welt wächst so viel Riesling wie hier. Kein Wunder ist das bei den Pfälzern der Schobbewein Nr. 1! Doch das bedeutet nicht, dass hier nur billige Weine für die Masse produziert werden. Insbesondere am Haardtgebirge wachsen einige der besten (und teuersten) Rieslinge Deutschlands. Dabei hilft das besonders milde Klima (für deutsche Verhältnisse ;)). In manchen Jahren strahlt die Pfälzer Sonne mehr als 2000 Stunden auf die Reben. Wird einem das zu warm, kann man im Schatten der Bäume des Pfälzer Waldes stundenlang ganz entspannt von Hütte zu Hütte wandern. Dort gibt es als Belohnung dann einen ordentlichen „Pälzer Schobbe“ zur Erfrischung. 4 Finger breit Wein, 1 Finger breit Wasser und zwar in einem im 0,5L Dubbeglas. Die Riesling-Schorle gehört nicht nur zu jeder Wandertour, sondern vor allem auch zu jedem Weinfest, von denen es (zumindest 2021 wieder) jedes Wochenende mindestens eins gibt. Mit dabei ist im Herbst auch das größte Weinfest der Welt in Bad Dürkheim, der Dürkheimer Wurstmarkt (siehe Foto von Sven und Philipp). Gefeiert wird es im Schatten des größten Weinfasses der Welt, in dem jedoch kein Wein liegt, sondern ein Restaurant zu finden ist.

Wein ist allgegenwärtig in der Pfalz. Welch besseren Ort könnte es also geben um die deutsche Weinkönigin zu krönen? Jedes Jahr im Herbst findet diese Wahl am Mittelpunkt der Deutschen Weinstraße, in Neustadt an der Weinstraße, statt. Der Herbst, wenn die Trauben geerntet werden und man in den Winzergenossenschaften den ersten neuen Wein aka Federweißen trinken kann, eignet sich super für einen Ausflug in die Pfalz.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, einen echten Pfälzer Schobbe zu probieren und etwas Pfälzer Lebensgefühl in euren vier Wänden braucht, dann bestellt euch doch einfach unser PFALZ-PAKET. Zum Wohl. Die Pfalz.