Eine der schönsten Weinregionen der Welt liegt bei uns um die Ecke. Die Rede ist von der Mosel. An den zahlreichen Moselschlingen wachsen in den steilsten Weinbergen Europas fast überall Weinreben. Diese einmalige Landschaft ist nicht nur schön anzusehen, sondern bringt auch einzigartige Weine hervor. Um das Jahr 1900 gehörten Rieslinge von der Mosel sogar zu den teuersten Weinen der Welt. Auch heute hat die Mosel noch viel zu bieten. Was genau verraten wir euch mit unserer kurzen Weinreise.

Zur Weinregion Mosel, gehören auch die Lagen rund um die Flüsse Saar und Ruwer. Bis 2007 hieß die Region auch offiziell noch Mosel – Saar – Ruwer. In unserem Moselweinpaket haben wir deshalb auch einen Wein von der Saar, vom Weingut Willems-Willems, reingepackt. Dass sich in diesem Paket drei Rieslinge befinden, ist ebenfalls kein Zufall. Denn auf mehr als 60% der Rebfläche an der Mosel wächst Riesling. Diese Rebsorte kann das Terroir, also das besondere Klima und die einmalige Mineralik der Schieferböden, am besten in die Flasche transportieren. Nicht selten kommt der Riesling auch mit etwas Restzucker auf die Flasche, ist also süßer. Auf dem Etikett erkennt man das an Begriffen wie „Kabinett“, „Spätlese“, „Halbtrocken“ oder „Lieblich“.

Die Steillagen an der Mosel, in denen ein Großteil der Reben stehen, fangen besonders viel Sonne ein und profitieren auch davon, dass die Mosel nachts die Wärme speichert. Schon die Römer wussten, dass sich aus den Trauben aus diesen Lagen hervorragende Weinreben herstellen lassen. Dass die Reben auf Schieferböden wachsen, wird überall in den Weinbergen ersichtlich (siehe Foto).

Bis aus den  Trauben aus der Steillage ein feiner Wein wird, ist viel Handarbeit nötig. Denn in die steilsten Lagen kommt kein Traktor oder Vollernter. Doch die Winzerinnen und Winzer an der Mosel sind kreativ geworden. In einigen steilen Weinlagen, gibt es kleine motorisierte Karren auf Schienen, um Arbeitsmaterialien (und den Winzer 😉 ) in den Weinberg zu transportieren. In solchen steilen Lagen stehen die Reben meistens als hochgewachsene Einzelstöcke, statt in Zeile, wie in vielen anderen Weinbauregionen (siehe Foto).

In weniger steilen Lagen, kommen in den Rebzeilen sogenannte Raupen zum Einsatz. Sie hängen an einer Seilwinde, damit sie nicht abrutschen und den Hang auch wieder heraufkommen. Das große Maß das trotz der kleinen Hilfsmittel an Handarbeit nötig ist, trägt immerhin auch dazu bei, dass aus tollen Lagen auch geile Weine werden.

Ein Wochendtrip zum Wandern und Weintrinken an die Mosel lohnt sich immer. Die Winzerinnen und Winzer heißen Weintouristen gerne willkommen und auf dem Moselsteig kann man die Region zu Fuß erkunden – bis hin zum steilsten Weinberg Europas. Wem das zu anstrengend klingt, sollte sich einfach ein Stück Mosel nach Hause holen. In unserem Moselpaket kann man die Vielfalt der Mosel-Rieslinge erschmecken und bekommt vielleicht Lust auf einen Besuch. Prost!