Klar kann man Wein auch aus der Flasche „trinken“. Er gehört aber eigentlich ins Weinglas, wenn er auch wirklich schmecken soll. Doch die Welt der Weingläser kann schon fast so erschlagend sein, wie die Weinwelt selbst. Wer einmal im Kaufhaus in der entsprechenden Abteilung war, weiß, was wir meinen. So schwer muss man es sich aber gar nicht machen. Wir zeigen euch in diesem Blogeintrag einmal die drei wichtigsten Weingläser – quasi die Grundrechenarten des stilvollen Weingenusses. Und dasBeste: wir haben für euch auch direkt die passenden Gläser auf Lager.

Eins haben alle Weingläser gemeinsam: Einen Kelch auf einem Stiel. Das soll nicht nur schick aussehen, sondern erfüllt einige wichtige Funktionen. Halten wir das Weinglas am Stiel, erwärmt man nicht ungewollt den Inhalt, was den Geschmack verändern könnte (mehr dazu auch in unserem Beitrag zur richtigen Trinktemperatur). Der Kelch wiederum erlaubt es dem Wein sich besser zu entfalten. Mit unserer Zunge schmecken wir nur fünf verschiedene Geschmacksrichtungen (süß, sauer, bitter, salzig und umami). Viel mehr nehmen wir über unsere Nase wahr. Füllt man den Kelch des Weinglases nur bis zur Hälfte, hat der Wein eine große Oberfläche, um seine Aromen freizugeben. Der nach oben hin enger werdende Kelch sorgt dafür, dass die Aromen konzentriert an unsere Nase gelangen. Verstärkt wird der Effekt noch, wenn man den Wein im Glas schwenkt. Der Kelch manch eines Weinglases kann groß sein, er ist jedoch nicht dafür gemacht, randvoll gefüllt zu werden, sondern die Aromen des Weins einzufangen und zu sammeln (siehe die Weingläser in der Mitte und rechts auf dem Bild).

Die drei Glastypen

Die Champagner-Flöte (links im Bild): Die Champganerflöte ist nicht nur für den edelsten, sondern für alle Schaumweine gemacht. Die geringe Oberfläche sorgt dafür, dass der Sprudel nicht zu schnell aus dem Sekt weicht. Meist sind die Gläser zudem unten etwas angeraut, damit noch mehr Perlen nach oben steigen. Bei wirklich großen (und teuren) Schaumweinen, kann jedoch im engen Glas das vielschichtige Aroma nicht richtig zur Geltung kommen. Da lohnt es sich, diese auch einmal in einem Weißweinglas zu probieren. Sie sprudeln zwar nicht mehr so schön für das Auge, aber man riecht und schmeckt den Schaumwein besser. Probiert es doch einfach einmal aus!

Das Weißweinglas (in der Mitte): Der Kelch des Weißweinglases ist in der Regel etwas kleiner als der eines Rotweinglases. Denn in einem zu großen Glas kann sich der Duft eines leichten Weißweins zu schnell verlieren.

Das Rotweinglas (rechts im Bild): Das Glas fällt mit seinem ausladenden Kelch direkt ins Auge. Rotweine sind meist sehr kräftige, aromenstarke Weine. In einem zu kleinen Glas können sie einen erschlagen. Im großen Kelch haben sie hingegen genug Platz, um sich zu entfalten und ihre Vielschichtigkeit zu präsentieren.

GW-Lifehack 

Sind einmal nicht die passenden Gläser in Reichweite, kann es auch ein „Einheitsglas“ wie unser Original Geile-Weine-Glas tun, mit einem einfachen Trick. Möchte man Weißwein trinken, füllt man das Glas circa dreiviertel voll. So verkleinert man den Kelch künstlich. Mit Rotwein macht man das Glas nur zu einem viertel voll. Und schon schmeckt das ganze wunderbar. Wie bereits gesagt: guten Sekt kann auch aus dem stylischen „Geilen Glas“ trinken. Da Sekt ein Erfrischungsgetränk ist, müsst ihr dafür auch auf keinen besonderen Anlass warten. 😉