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Food Friday x Weinwissen | Federweißer

Dieses mal gab es zum Food Friday einen Klassiker, den man in jeder Weinregion kennt: Zwiebelkuchen! Das ist nämlich der perfekte Begleiter zu unserem heiß geliebten Federweißen.

Und so geht´s

  • 30g Butter
  • 500g Zwiebeln
  • 300g Saure Sahne
  • 3 Eier
  • 1 EL Mehl
  • Kümmel & Salz, optional: Speck
  • Für den Boden kann man einen klassischen Mürbe- oder Hefeteig nutzen

Den Teig in eine gefettete Springform drücken. Zwiebeln klein schneiden. Butter in der Pfanne zerlassen und zwiebeln glasig andünsten. Mehl, Eier, Sahne, Kümmel und Salz verrühren und anschließend die Zwiebeln dazu geben. Masse auf dem Teig verteilen und ab damit in den Ofen für 30 Minuten bei 200 Grad Umluft. Bis der Zwiebelkuchen fertig ist, kann man schon einmal den Federweißen probieren.

 

 

Federweißer – was soll das eigentlich sein?

Als Federweißen, neuen Wein oder weißen (bzw. roten) Rauscher bezeichnet man Traubenmost ab dem Beginn der Gärung. Also quasi das leckere Zeug auf dem Weg vom Traubensaft zum Wein. Er ist oft noch etwas trübe und je nachdem ob er aus weißen (Federweißer) oder roten (Roter Rauscher) Trauben gemacht wurde, ist er eher gelblich oder dunkelrot. In Weinregionen fährt man einfach mit ein paar leeren Flaschen zum nächsten Winzer und lässt sich direkt & frisch aus dem Tank die Pullen füllen. Achtung, die Flaschen nicht ganz zudrehen. Der Wein blubbert weiter und kann sonst die Flaschen bersten lassen. Den heutigen, äußert leckeren Federweißen haben wir von unserem GW-Teammitglied und Winzer Jens aus dem Weingut George. Eines bleibt beim Genuss jedoch zu beachten: Sowohl der Zwiebelkuchen als auch das Gläschen Federweißer sollten in Maßen genossen werden. Sonst geht ganz schön die Post ab 😉

Kein Winzer in der Nähe?

Nun kann es sein, dass man gar keinen Winzer in der Nähe hat, bei dem man Federweißen holen könnte. Aber selbst wenn man in einer Weinregion lebt, Federweißen gibt es natürlich nicht das ganze Jahr, sondern nur in der Weinlesezeit. Denn nur dann wird der Traubenmost zu Wein vergoren. Außerdem ist Federweißer nicht länger als ein paar Tage haltbar, es ist ja ein unfertiges Produkt. Trotzdem muss man auf Zwiebelkuchen und einen trüben Prickler außerhalb der Weinlesezeit nicht verzichten! Denn es gibt Pét Nat, das ist eine Art Sekt für dessen Herstellung der noch gärende Most in Flaschen gefüllt wird. Mehr dazu lest ihr HIER.

W EI N E M P F E H L U N G: 

Wein.Beginner | Weissburgunder von Bettina Schumann: Mirabelle, Birne, Schmelz! Ein zugänglicher fruchtig und leicht würziger Wein aus Baden, der es mit dem Zwiebelkuchen definitiv aufnehmen kann.

Wein.Lover | Vertruen Chardonnay: Birne, Mandel, Schmelz! Die perfekte Pulle, um alle Menschen von dem ABC (Anything but Chardonnay) Stigma zu befreien und zu zeigen, dass Chardonnay nicht immer fett und mit Holz überladen sein muss. Trinkig, eine Menge Apfel und Birne im Glas und ein Hauch von Mandel runden den Wein ab.

Wein.Nerd | Pét Nat RAW White von Eschenhof-Holzer: Yuzu, Apfel, Frisch! In der Nase überkommt euch ein brotig-hefiger Duft mit Noten von Yuzu, grünem Apfel und Zitrone, wie man es eigentlich von dem ein oder anderen Champagner kennt. Der erste Schluck wird euch direkt überzeugen. Power, Frucht und eine frische Säure, die zum nächsten Schluck einlädt. Lasst die Korken knallen… äh die Flasche Ploppen!

 

Food Friday | Sushi

Das spannende beim Wine and Food-Pairing ist, dass man beim Kombinieren sowohl den Wein als auch das dazu passende Essen auf eine neue Art entdecken kann. Besonders abgefahren für die Geschmacksknospen ist die Kombination von deutschem Riesling und japanischem Sushi. Das Süße-Säure-Spiel des Rieslings und der einmalige, algig-fischige Sushi-Geschmack ergänzen sich wahnsinnig gut. Kein Geschmack steht dem anderen im Weg und deutscher Riesling bringt genug Wumms mit um in diesem Pairing nicht unterzugehen. Wenn es in eurer Nähe keinen anständigen Sushi-Dealer gibt, könnt ihr auch einfach selbst einmal Algen rollen. Wir verraten euch wie ihr auch zu Hause klassisches Maki-Sushi hinbekommt!

Das braucht ihr:

– 400g Sushi-Reis
– 500ml Wasser zum Reiskochen
– Reisessig
– 6 Noriblätter
– 100g rohes Lachsfilet
– Salz & Zucker
– Ingwer- und Wasabipaste sowie Sojasauce nach Gusto

Und so geht’s:

Essentiell für gutes Sushi ist der klebrige Sushireis. Dafür müsst ihr den Reis in einem Sieb mit kaltem Wasser 2-3 Mal abwaschen um die Stärke los zu werden. Danach kommt der Reis mit dem Wasser in den Topf und wird kurz aufgekocht. Anschließend lasst ihr ihn bei niedriger Temperatur und bei geschlossenem Deckel für 15 Minuten ziehen. Dabei muss die gesamte Wassermenge aufgesogen werden. Zum Reis kommen noch 4EL Reisessig, 1TL Zucker und 1TL Salz. Der Reis muss nun erst einmal auskühlen. Deckt ihn dazu einfach mit einem Küchentuch ab, welches die Restfeuchtigkeit aufsaugen kann. Das Lachfilet könnt ihr in der Zwischenzeit abwaschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden.

Um nun alles auch in Maki-Sushi zu verwandeln, benötigt ihr eine kleine rollbare Bambusmatte. Sie ist meist im Asia-Laden oder in speziellen Sushi-Sets erhältlich. Schneidet die Noriblätter auf die entsprechende Größe zurecht. Legt es auf die Bambusmatte und verteilt mit den Fingern gleichmäßig einen Teil des abgekühlten Reis darauf. In die Mitte kommen Lachsstreifen und wenn ihr mögt auch etwas Wasabi. Jetzt wird alles zusammengerollt und die lange Rolle anschließend in 2-3cm lange Stücke geschnitten. Fertig ist das klassische Maki, welches ihr am besten mit Ingwer- und Wasabipaste sowie Sojasauce zum Dippen serviert.

Wenn ihr noch Reis und Lachs übrig habt, könnt ihr ganz einfach auch Nigiri-Sushi machen. Befeuchtet dazu eure Hände mit Essigwasser und formt aus dem Reis einen länglichen Klumpen. Ihr könnt es nach Gusto mit Wasabi bestreichen und legt darauf anschließend ein großes Stück Lachs. Fertig!

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Wein.Beginner | PIW – Schwedhelm – Riesling: Fokussiert, Straff, Zitrone! Der Partner in Wine-Riesling schmeckt nach malerisch-dichten Wolken, die von der Sonne durchbrochen werden. Die mineralische Art und die fruchtige Zitrone sind ein toller Gegenpart zur eher cremigen Textur des Sushi.

Wein.Lover | 5 Wingert Risling vom Weinbau der Lebenshilfe: Saftig, Limette, Lebensfreude! Pfälzer Lebensfreude in einer Flasche – das könnt ihr von diesem Riesling erwarten. Lebensfreude im Wein bedeutet hier die Verbindung von Spritzigkeit mit saftigem Obst. Beides hat man direkt beim ersten Schluck im Mund. Der Wein ist breit und schmatzig genug um zu allen möglichen asiatischen Speisen kombiniert zu werden. Sushi gehört natürlich auch dazu.

Wein.Nerd |Trittenheimer Riesling Kabinett vom Weingut Clüsserath: Mango, Limette, Safran! Hier trifft perfekt ausbalancierte Süße auf eine schöne Säure und ergeben zusammen unendlichen Trinkfluss. Das Ganze fühlt sich so an, als ob Mangos und Limetten händchenhaltend über die Zunge tanzen und dann freudig in den Rachen springen. Die Süße kann die Schärfe des Wasabi optimal auffangen und ausbalancieren.

Food Friday | Garnelen

Victoria hatte Lust etwas Glanz aus Saint-Tropez ins Design-Office an den Mainzer Fischtorplatz zu bringen. Also ging sie schnell um die Ecke zum Fischhändler ihres Vertrauens, um feine Garnelen zu besorgen. Für echtes Luxus-Feeling sorgt ein feiner Rosé-Crémant aus Südfrankreich. Und wenn es französisch sein soll, darf natürlich auch ein frisch gebackenes Baguette nicht fehlen! Eine Kombination, die nicht nur am Mittelmeer hervorragend funktioniert. Probiert es doch auch einmal zu Hause aus, wir verraten euch wie es geht.

Das braucht ihr

– 400 Gramm Riesengarnelen vom Fischhändler. Bestellt sie mit Schale und ohne Kopf.
– ein feines Baguette
– ein halbes Bund glatte Petersilie
– 2 Knoblauchzehen
– eine Chilischote
– eine Zitrone
– grobes Meersalz
– gutes Olivenöl

Und so geht’s

Lasst die Garnelen auftauen und löst sie mit den Händen aus der Schale. Schale noch nicht wegwerfen, sondern zur Seite legen! Damit die Garnelen nicht bitter schmecken, müsst ihr den Darm entfernen (wenn der Fischhändler das nicht schon gemacht hat). Schneidet dazu den Rücken mit einem spitzen Messer auf und nehmt den dunklen Darm heraus. Spült sie ab und trocknet sie sanft mit einem Küchentuch. Auch die Petersilie müsst ihr abspülen, trocken schütteln und anschließend (nicht zu fein) hacken. Der Knoblauch muss in feine Scheiben geschnitten werden. Aus Chili und Salz macht ihr mit Hilfe eines Mörsers Chili-Salz.

Nun könnt ihr das Öl in der Pfanne erhitzen. Gebt die Schalen dazu und schwenkt alles gut durch. Die Schalen werden dann rosa. Wenn sie komplett hellrosa sind, nehmt sie aus der Pfanne – das Öl soll aber drin bleiben! So habt ihr die Meeres-Aromen aus der Schale ins Öl geholt. Haut jetzt die Garnelen in die Pfanne zum aromatisierten Öl. Salzt sie mit dem Chili-Salz und quetscht die halbe (nach Geschmack auch die ganze) Zitrone über der Pfanne aus. Gebt nach kurzem Anbraten den Knoblauch, sowie die Petersilie hinzu und rührt fleißig alles um. Sobald die Garnelen gar sind (Fleisch weiß, Haut rosa), könnt ihr sie schon servieren.

Gebt dafür einfach die leckere Mischung in einen tiefen Teller und auch das Öl hinzu. Denn darin lässt sich das Brot perfekt zu den Garnelen dippen. Jetzt fehlt nur noch ein großer weißer Hut, die Sonnenbrille und der Crémant im Glas, um sich zu fühlen wie die Reichen und Schönen im Süden Frankreichs. Prost!

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Wein.Beginner | Vertruen Chardonnay: Die perfekte Pulle, um alle Menschen von dem ABC (Anything but Chardonnay) Stigma zu befreien und zu zeigen, dass Chardonnay nicht immer fett und mit Holz überladen sein muss. Trinkig, eine Menge Apfel und Birne im Glas und ein Hauch von Mandel runden den Wein ab.

Wein.Lover | Crémant de Limoux Rosé von der Domaine la Louvière: Ganz was feines! Das Zeug ist einfach dermaßen gut! Lachsrosa für’s Auge, Erdbeerplunder für die Nase und feine Perlen für die Zunge. Dahinter stehen auch noch nette Leute und die Flasche sieht geil aus. Was will man mehr?

Wein.Nerd | Riesling Réserve von Jens Wagenitz: Monumental, Cremig, Reifes Steinobst! Réserve leitet sich vom französischen Wort Vorrat ab, ein Vorrat der für den „Bedarfs-„ oder „Notfall“ vorsorglich zurückbehalten wird. Der Riesling von Jens wurde 10 Monate im 500 Liter Tonneau (Größeres Barrique – Medium getoastet) gelagert und bis jetzt zurückbehalten. Bei uns war aber der „Bedarfs-„ oder „Notfall“ für einen Riesling aus dem Holzfass sehr groß.

Food Friday | Sauerteig-Stulle

Manchmal sind es die einfachen Dinge im Leben… wie diese geil belegte Sauerteig-Stulle. Ziegenfrischkäse, Rote Beete, karamellisierte Walnüsse und Kresse on top – und fertig ist ein einfacher aber sau schmackhafter Lunch. 🤤 Die erdigen Aromen haben wir mit einem südafrikanischen Shiraz aufgefangen. Der ist keiner von der allzu fetten Sorte und schmeckt durch die leichte Kühlung sogar ganz erfrischend. Ein Traum! 🍷

R E Z E P T
Für zwei Stullen:

2 Scheiben Sauerteigbrot
(oder dein Lieblingsbrot)
150g Ziegenfrischkäse
100g Rote Beete
30g Walnüsse
Kresse

Und so geht’s:
Mehr als nur easy. Alles einfach uf die Stulle druf. Fertig! Tipp: Ziegenkäse mit Thymian verfeinern. Schmeckt mega und gibt das gewisse Etwas!

Und passend zu unserem Pausenschmankerl haben wir natürlich auch drei ideale Weine für alle Vesper-Liebhaber parat:

W E I N E M P F E H L U N G E N

Wein.Beginner | Gabelflug Rotweincuvée: In der Nase ein süßlich-fruchtiger Duft mit blumigem Touch, auf der Zunge eine frische Würze und weiche Gerbstoffe. Ein Charmeur von einem Wein!
Hier geht’s zum Wein!
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Wein.Lover | First Sighting Shiraz: Ein Wein aus der Neuen Welt mit ein bisschen mehr Bumms. Und Räucherspeck. Klingt komisch, ist aber extrem geil. Und hat hervorragend zu unserer Stulle gepasst.
Hier geht’s zum Wein!

Wein.Nerd | Porcosporco: Dieser lachsfarbene Rosé überrascht mit seiner kühlen, kräutrig-mineralischen Art. Einfach mal was Anderes als die üblichen Erdbeer-Joghurt-Bomben.
Hier geht’s zum Wein!

Food Friday | indischer Kichererbseneintopf mit Papadams

Wein und indisches Essen sind eine schwierige Kombination meint unser Weinfutzi Max. Challenge accepted, dachte sich Werkstudent Jonas. Also kombinierte er einen indischen Kichererbseneintopf und selbst ausgebackene Papadams mit dem Pét Nat Raw Rosé von Eschenhof-Holzer. Und siehe da, es war lecker! Wir zeigen euch wie ihr diese gewagte Kombi nachkochen könnt.

Das braucht ihr:

– 1 Dose Kichererbsen
– 1 Dose gehackte Tomaten
– 1 Dose Kidneybohnen
– 200g Spinat
– Eine Zwiebel
– Eine Hand voll Zitronenmelisse
– 1 EL Garam Masala (indisches Gewürz)
– 1 EL Tandoori Masala (oder Curry, Chili & Paprikagewürz)
– 1 Packung Papadams zum Selbstausbacken (zu finden im gut sortierten Supermarkt oder Asia-Laden)

Und so geht’s:

Zuerst müsst ihr die Zwiebel klein schneiden und in einem Topf anbraten. Dann kommen die Gewürze hinzu. Anschließend gebt ihr die Kichererbsen sowie die Kidneybohnen hinzu und dünstet das ganze für weitere 2 Minuten an. Dann gebt ihr die Tomaten und den Spinat hinzu und lasst das ganze für weitere 10 Minuten köcheln. Mit Salz, Pfeffer und Chili (je nach gewünschter Schärfe) könnt ihr dann den Eintopf abschmecken. Die Zitronenmelisse einfach beim Servieren über den Teller streuen.

Während der Eintopf vor sich hin köchelt, könnt ihr euch daran machen die Papadams auszubacken. Dazu lest ihr am besten die Anleitung auf der Verpackung. Am einfachsten geht es mit einer Fritteuse, ansonsten benötigt ihr Erdnuss- oder Rapsöl und eine tiefe Pfanne. Wichtig ist die Papadams vor dem Servieren auf Küchenpapier abtropfen zu lassen.

Ist alles fertig, stellt ihr die Papadams auf den Tisch, richtet den Eintopf an und lasst den Pét Nat poppen (was Pét Nat eigentlich genau ist, könnt ihr hier nachlesen). Guten Appetit!

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Wein.Beginner | Destination Rosé by Franz Hahn: Erdbeere, Wassermelone, Lebendig! Erfrischend wie kühles Nass an schon fast zu heißen Tagen.

Wein.Lover | Riesling Feinherb von Markus Hüls: Plattpfirsich, Lavendelhonig, Romantisch! Der saftige Duft von vollreifen Plattpfirsichen und süßlich-herbem Lavendelhonig versetzt einen sofort auf eine im Saft stehende Sommerwiese.

Wein.Nerd | Pét Nat Raw Rosé vom Weingut Eschenhof Holzer: Himbeer, Rhabarber, Raw! Kaum habt ihr die Flasche ploppen lassen, strömt euch ein Duft von frischer Himbeere entgegen. Am Gaumen wandelt sich das Ganze in Richtung Rhabarber und dank der Hefe in dem Pét Nat gesellt sich ein leicht vanilliger Schmelz dazu.

Food Friday | Steinofen Pizza

GW-Lover und Food-Blogger Daniele hat gezeigt wie geil der Klassiker Pizza x Wein sein kann. Auf seine selbstgemachte Steinofen-Pizza hat er nur das beste aus bella Italia gelegt: Straciatella di bufala aus Apulien, sowie italienischen Pancetta und Trüffel. Damit ihr auch etwas davon habt, verraten wir euch sein Rezept.

Das braucht ihr:

– 700g Mehl vom Typ 00
– 1/2 Liter Wasser
– 25g Salz
– 0,5g Trockenhefe

Und so geht´s

Mehl und Wasser müsst ihr getrennt in je eine große Schüssel packen. Dann die Trockenhefe im Mehl auflösen und das Salz wiederum im Wasser auflösen. Anschließend müsst ihr langsam und behutsam nach und nach alles miteinander vermengen. Sollte der Teig zu klebrig sein, wartet einfach einmal fünf Minuten und lasst ihn so lange abgedeckt stehen. Dann könnt ihr weitermachen. Das Ziel ist es am Ende einen glatten Teig zu haben, der nicht rissig sein darf. Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist, formt den Teig zu einer Kugel und gebt ihn in eine Schüssel. Deckt sie mit Frischhaltefolie ab und lasst ihn für 2 Stunden gehen. Anschließend muss er 16-20 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Wenn der Teig soweit ist, formt daraus circa 250g schwere Kugeln. Diese müsst ihr dann, abgedeckt mit einem sauberen und feuchten Geschirrtuch, für weitere 2-4 Stunden (außerhalb des Kühlschranks) ruhen lassen. Nun kann es aber endlich losgehen. Rollt die kleinen Kugeln dünn aus. Wenn ihr eine echte italienische Pizza machen wollt, kommt der Teig lediglich mit der Tomatensoße (in diesem Fall mit frischen gelben Tomaten) in einen auf 250 Grad vorgeheizten Ofen. Wer keinen Steinofen zu Hause hat, kann sich mit einem „Pizzastein“ behelfen. Ist die Pizza gold-knusprig holt ihr sie heraus und belegt sie direkt nach gusto. In unserem Fall kamen dann Straciatella, Pancetta und Trüffel auf die Pizza. Buon Appetito!

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Wein.Beginner | 1838 vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett: Erfrischend, Lakritz, Schattenmorelle! Eine leicht schräge Cuvée aus Merlot, Lagrein, Cabernet Sauvignon und Dornfelder. Klingt erstmal komisch, passt aber wunderbar zusammen und auch zur Pizza!

Wein.Lover | El Angosto Tinto von der Bodega el Angosto: Eukalyptus, Tabak, Cassis! Saftig, voll und langanhaltend hält der Wein diesen Moment fest. Fast schwarz in der Farbe duftet er wunderbar nach Cassis, Tabak und Eukalyptus und verrät auf verschmitzte Art den Holzeinsatz. Ein starker Partner für eine starke Pizza.

Wein.Nerd | Osthofener Pinot Noir vom Weingut Karl May: Eleganz und Kraft gehen hier Hand in Hand. Er bringt die typische Sauerkirschfrucht mit sich, ergänzt durch einen Hauch schwarze Johannisbeere und etwas erdigen Waldboden. Ein eleganter Wein für den gehobenen Pizza-Genuss.

Food Friday | Lachs-Spinat-Flammkuchen

Es muss nicht immer Speck & Zwiebeln sein, wenn es um Flammkuchen geht. Das traditionelle Gericht aus dem Elsass kennt viele Gesichter und ist im Handumdrehen selbst gebacken. Ob als Klassiker, herzhaft mit Zwiebeln und Speck – in einer süßen Variante mit Äpfeln und Zimt oder wie heute bei uns auf dem Teller: mit Lachs & Spinat. 😋⁠

Flammkuchenessen macht Spaß vor allem in geselliger Runde und mit einem leckeren Vino. Unser Jonas hat sich direkt mal einen ganz feinen Tropfen gegönnt: der Sauvignon Blanc „Laurenzikapelle Lieblingsei“ vom Weingut Hofmann. Nach einer Maischestandzeit von mehreren Tagen wird der Wein spontan im Beton-Ei (ja wirklich, ein 600 Liter großes Ei aus Beton 🥚) vergoren, wo er dann auch auf der Hefe lagert. Das Ergebnis ist unfassbar spannend!⁠ Bevor den Wein aufmacht, verraten wir euch erst einmal wie ihr den Flammkuchen nachbacken könnt.

Das braucht ihr:

  • 250g Mehl
  • 150ml Wasser (lauwarm)
  • 1/2 Packung Trockenhefe (oder frische)
  • Prise Zucker, Salz und Pfeffer
  • 150g Lachs – achtet auf die entsprechenden Siegel für Nachhaltigkeit (bei 2 Flammkuchen doppelete Menge)
  • 150g Frischkäse
  • 150g Spinat (frisch oder tiefgefroren / bei 2 Flammkuchen doppelete Menge)
  • 2 Frühlingszwiebeln

Und so geht’s:

Für den Teig vermischt ihr Mehl, lauwarmes (!) Wasser, die Hefe und je eine Prise Salz, Pfeffer und Zucker und knetet ihn ordentlich durch. Danach müsst ihr ihn eine Stunde gehen lassen, die Menge sollte sich in dieser Zeit verdoppeln. Die Menge sollte für zwei Flammkuchen reichen. Wenn der Teig soweit ist solltet ihr ihn möglichst dünn ausrollen. Nun bestreicht ihr ihn mit Frischkäse und schneidet anschließend die Frühlingszwiebeln möglichst dünn. Legt Lachs, den (aufgetauten) Spinat und die Frühlingszwiebeln nun auf den Flammkuchen. Jetzt muss er nur noch für rund 15 Minuten bei 200 Grad (Umluft) in den Ofen.  Schaut immer mal wieder rein, denn so ein dünner Flammkuchen kann schnell anbrennen! Wenn ihr den zweiten Flammkuchen mit Apfelscheiben und Zimt bestreuen wollt (Frischkäse wieder als Unterlage), dann bratet die Äpfel vorher kurz in der Pfanne mit Agavendicksaft an. Lasst es euch schmecken!

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Wein.Beginner | Der runde Weisse von Save Water Drink Wine: Aus dem Glas strömt der Duft von frischen Limetten, Litschi und Pfirsich. Nimmt man einen Schluck, hat man das Gefühl, als ob reife Mirabellen über die Zunge rollen, die sich mit einem tollen Schmelz verabschieden. Die Frucht passt wunderbar zur Würze des Flammkuchens.

Wein.Lover | Grauburgunder von Alexander Luff: Kräutrig-würzig mit einer Frische, die an Zitronenmelisse erinnert, springt einem der Wein aus dem Glas entgegen. Dazu kommt eine saftige, fruchtige Note. Lecker!

Wein.Nerd | Sauvignon Blanc Laurenzikapelle von Jürgen Hofmann: Ein außergewöhnlicher Wein, der es mit seiner Exotik und Tiefe ohne Probleme mit dem salzig-kräftigen Flammkuchen aufnehmen kann.

Food Friday | Pad-Thai-Salat

Vici hatte bei sommerlichen 35 Grad im Office Lust auf Salat. Und weil uns alle das Fernweh plagt, hat sie uns einen thailändischen Pad-Thai-Salat gezaubert. So kommt immerhin etwas Urlaubsstimmung auf. Wie gewohnt, zeigen wir euch auch wie ihr euch ein Stück Thailand nach Hause holen könnt. Dazu empfehlen wir euch Wein aus heimischen Gefilden, der zu asiatischen Speisen ein echter Knaller ist!

Das braucht ihr

  • 1 Zucchini
  • 2 große Karotten
  • 1 rote Paprika
  • 90 g Rotkohl
  • 120 g Edamame (wahlweise auch Tofu)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Teelöffel Sesamsamen
  • 1 Teelöffel Hanfsamen
  • 50 g Mandelmuß
  • Limettensaft
  • Tamari (wahlweise auch Sojasauce)
  •  Ahornsirup
  •  Sesamöl
  • Ingwer
  • eine Knoblauchzehe

Und so geht´s (nach einem Rezept von springlane.de)

Die Zucchini müsst ihr mit einem Spiralschneider zu Zucchini-Nudeln verarbeiten. Paprika und Rotkohl schneidet ihr einfach in dünne Streifen. Die Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten. Die Karotten müssen gestiftelt werden. Das vermengt ihr dann in einer großen Schüssel.

Für das Salatdressing müsst ihr Ingwer reiben (circa 1 Teelöffel voll), die Limette auspressen, eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Das gebt ihr mit dem Mandelmuß, 2 Teelöffeln Tamari (oder Sojasauce), 2 Esslöffeln Wasser, 2 Teelöffeln Ahornsirup und einem Teelöffel Sesamöl in eine Schüssel und verrührt das ganze mit einem Schneebesen. Das Dressing kann anfangs etwas flüssig sein, wird jedoch noch fester, wenn es etwas steht.
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Den Rohkostsalat mit Edamame (bzw. Tofu), den Frühlingszwiebeln, Hanf- und Sesamsamen garnieren. Abschließend mit dem Dressing beträufeln und Wein einschenken. Guten Appetit!
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Wein.Beginner | Fusion von Jürgen Hofmann: Schiefer trifft Muschelkalk! Will man diesen Wein in einem Wort zusammen fassen, trifft es „bunt“ am besten. Super also zum bunten Salat!
Wein.Lover | Weissburgunder vom Weingut Metzger: Sommerlich, fruchtig, easy! Schön schlanker, unprätentiöser Burgundertyp. An der Nase dezente, aber typische Fruchtnoten von Birne und Steinobst. Am Gaumen sehr lebendig. Sommer im Glas…
Wein.Nerd | Trittenheimer Riesling Kabinett von Ansgar Clüsserath: Mango, Limette, Safran! Hier trifft perfekt ausbalancierte Süße auf eine schöne Säure und ergeben zusammen unendlichen Trinkfluss. Der Wein tänzelt mit Mango- und Limettenaromen über die Zunge und ist zum exotischen Pad-Thai-Salat ein Gedicht.

Food Friday | Vegetarischer Grillabend

Mal ganz ehrlich: der eigentliche Star beim Grillen ist nicht das Fleisch, sondern der Berg an Beilagen! Von verschiedenen Salaten, Brot mit Kräuterbutter über Gemüsespieße und natürlich die besten 20 Saucen welchen man im Supermarkt nicht widerstehen konnte. Zumindest unser GW-Crewmember Jonas ist Fan davon und hat sich an den Grill gestellt um den endgültigen Beweis anzutreten, dass auch vegetarisches Grillen Bock macht.

Das braucht ihr:

  • ca. 300g Schafskäse (für 2 Portionen)
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Pfefferonen
  • Oliven (entsteint)
  • Frühlingszwiebeln
  • Zucchini
  • Champignons
  • Paprika
  • kleine Spieße (aus Holz oder Edelstahl (reusable) – gibt´s im Supermarkt
  • Olivenöl

Und so gehts:

Das Gemüse für die Spieße muss ein Bisschen in der Marinade ziehen, deshalb lohnt es sich das ganze früh vorzubereiten. Zucchini in dicke Scheiben schneiden, Paprika zurechtschneiden und Champignons waschen und vom Stiel befreien. Für die Marinade Olivenöl, Salz, Pfeffer, gehackte Kräuter, Knoblauch, Rosmarin, Oregano und Thymian vermengen. Ein Spritzer Zitronen- oder Limettensaft gibt dem ganzen einen schönen Kick. Nun das Gemüse in eine Schüssel geben, vermengen und ziehen lassen. Wenn alles durchgezogen ist, einfach aufspießen (nicht zu viel auf einen Spieß) und ab auf den Grill. damit

Schafskäse ist natürlich eine einfache Sache, die ihr kurz bevor der Grill angeschmissen werden soll, vorbereiten könnt. Wichtig ist: er schmeckt umso besser, je höher die Qualität. 1-2 Euro mehr für den Bio-Schafskäse mit echter Schafsmilch können sich lohnen 😉 Legt ihn auf ein großes Stück Alufolie, Olivenöl drüber (und drunter) und etwas Pfeffer darüber streuen. Dann Tomaten, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln schnibbeln und mit Oliven und 2-3 Pfefferonen über dem Schafskäse verteilen. Ihr könnt natürlich nach Gusto noch Sachen hinzufügen oder weglassen. Nun noch etwas Salz, Basilikum und Petersilie darüber streuen, das Alupäckchen zu machen und ab auf den Grill – nicht in die Mitte, eher an den Rand um ihn schonend zu grillen.

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Wein.Beginner | Riesling vom Weingut Metzger: Knackig, Spritzig, Riesling! Knackige Säure, schlanker Körper und eine exotische Frucht. Nach unserer Erfahrung extrem gut als Begleiter beim Grillen.

Wein.Lover | Weissburgunder von Doro Wörner: Pinova, Floral, Eleganz! Alleine das Riechen macht hier schon irre Spaß. Eine elegante Nase mit Aromen von reifem Apfel und Hollunderblüten. Am Gaumen bleibt der Wein elegant und tänzelt die Zunge herunter. Wunderbar zum aromatischen Schafskäse!

Wein.Nerd | Cuvée & vom Weingut Zimmer-Mengel: Harmonie, Birne, Power! Ganz großes Tennis! Harmonisch und rund schmiegt er sich erstmal an die Zunge. Danach kommt dann die Power vom Ausbau im Holzfass und zum Schluss ein Spritzer Säure, der den Ganzen Wein fluffig die Kehle runter laufen lässt, sodass man immer noch einen weiteren Schluck möchte. Kommt gut mit den Röstaromen der Gemüsespieße klar!

 

 

Food Friday | Kartoffelcrunch mit Fetakäse & Zatar

Eine klassische pfälzer Kombo, die immer geht: Kartoffeln und Riesling. Klassisch wären wohl einfach Pellkartoffeln („Gequellde“) mit Quark. Wir hatten aber diese Woche bock auf ein bisschen mehr Pep! Deshalb hat Suzan einen knusprigen Kartoffelcrunch (aka Kartoffelgratin light) mit Feta-Käse gezaubert und es mit Zatar-Gewürz (Gewürzmischung, ua mit wildem Thymian) abgerundet. Schmeckt ebenso wunderbar zum pfälzer Riesling 😉 Wir verraten euch wie es geht!

Das braucht ihr:

500g Kartoffeln

200g Schafskäse

Zatar-Gewürz (schaut einfach mal in einem gut sortierten Supermarkt oder im Netz)

Eine flache, große Auflaufform

Und so geht´s:

Die Kartoffeln müsst ihr waschen und schälen und in feine (!) Scheiben schneiden. Legt diese möglichst flach in der Auflaufform aus. Sie können sich natürlich etwas überlappen, aber es es sollte nicht zu dick werden. Bröselt den Schafskäse gleichmäßig darüber. Für den angekündigten Pep sorgt das Zatar-Gewürz – einfach drüberstreuen! Jetzt kommt alles in den Ofen, am besten bei Umluft mit Grillfunktion bei circa 180 Grad backen. Wenn die Kartoffeln oben leicht braun werden, könnt ihr sie rausholen. Sollten sie noch nicht ganz durch sein, könnt ihr sie bei niedriger Hitze im Ofen noch etwas garen. Wenn alles ready ist, müsst ihr nur noch den Wein einschenken, euch eine Gabel schnappen und losschlemmen!

W E I N E M P F E H L U N G:

Wein.Beginner | Cuvée Rosé vom Weingut Dambach: Rhabarber, Grip, Grapefruit! Die beiden Rebsorten in dieser Cuvée, Cabernet Sauvignon und Merlot, sorgen für eine würzige und frische Aromatik. Man hat das Gefühl, man würde eine Rhabarberschorle mit einem Spritzer Grapefruit trinken.

Wein.Lover | Riesling Zellertal vom Weingut Schwedhelm: Wie die Luft nach einem Sommerregen! Die Rieslinge aus dem Zellertal in der Nordpfalz von den Schwedhelms sind brutal gut. Als ob man eine Zitrone auf einem Stein ausdrückt und daran leckt.

Wein.Nerd | Tacheles vom Weingut Weinreich: Curryblatt, Kaktusfeige, Eistee! Tacheles ist ein maischevergorener (auf den Traubenschalen vergorenen wie Rotwein) Weisswein, der unfiltriert und ohne Zugabe von Schwefel auf die Flasche kommt.  Aus dem Glas strömt euch ein funky Duft von Curryblatt, Grapefruit und Kaktusfeige entgegen. Durch die feinen Gerbstoffe ist der Wein herb und erfrischend. Ungewöhnlicher Stoff, der aber irre viel Spaß macht und viel zu lernen und entdecken bietet.