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Pauline Baumberger

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All natural everything #nofilter

Eigentlich sind ja alle Weine ein Produkt aus der Natur. Was bedeutet es also, wenn ein Wein nicht nur Wein, sondern Naturwein ist? »Naturwein« oder »vin naturel«, das sind Begriffe, die man in den letzten Jahren immer häufiger hört. Dabei ist das Alleinstellungsmerkmal eigentlich nicht die Natur, sondern die Kultur. Ein Naturwein wird auf besondere Weise im Weinberg und Keller behandelt. Oder auch nicht behandelt. Natürlich eben.

Dabei muss ein Wein, auf dem Naturwein steht, gar nicht unbedingt natürlich sein, denn der Begriff ist nicht geschützt. Trotzdem sagt er etwas über die Philosophie des Produzenten aus. Während der Einsatz chemischer Substanzen jahrzehntelang ein selbstverständliches und irgendwann konventionelles Mittel war, um Erträge zu steigern und geschmackliche Qualitäten zu schönen, wird heute die unkonventionelle Opposition zum Trend.

In den 80er-Jahren legt auch die Weinwirtschaft den Fokus auf das ökologische Anbauen von Wein. Ziel ist die Beschränkung der chemischen Pflanzenschutzmittel auf ein notwendiges Maß.

Betrachtet man die Arbeit im Weinberg, kann man diesen Ansatz fast als einen grundsätzlichen Vorsatz aller Winzer sehen. Schaut man aber in den Keller, gibt es dort unterschiedliche Tendenzen. Beim Naturwein geht es darum, auf all die Klassiker, die dem Wein jahrelang wie selbstverständlich zugeführt wurden, zu verzichten.

Naturwein ist gewissermaßen ein gesellschaftliches, fast politisches Statement: Purismus und Entschleunigung. Im Produkt soll das Wesen der Traube erhalten bleiben. Was also kommt bei einem Naturwein in die Flasche?

Naturwein schmeckt anders. So viel steht fest. Naturweine sind oft maischevergoren (so wie auch beim Rotwein), spontanvergoren,nicht filtriert oder waren lange an der Luft. Was in die Flasche kommt, ist ein anderer Typ Wein. Wenn ihr experimentierfreudig seid, probiert es mal aus. Am einfachsten geht das übrigens mit dem »Freakweine«-Paket. Passionierten Weintrinkern wird mit der Zeit vermutlich jede dieser Techniken irgendwann begegnen.

Die Traube fällt nicht weit vom Stock

Andere Väter haben auch schöne Söhne. Zum Vatertag stellen wir Euch die besten Produkte von sechs Vätern vor: ihre zwölf Abkömmlinge. Wenn sich Geschwister so gut verstehen, dass sie zusammen arbeiten und einen Betrieb weiterführen möchten, dann hat der Papa alles richtig gemacht. Die Beere fällt nicht weit vom Stock.

Die Verbindung zwischen Brüdern ist eine besondere. Von außen betrachtet kann sie gut sein oder katastrophal, angespannt, eng, produktiv und noch vieles mehr. Ihre Geschichten ziehen sich durch die Zeit und finden sich in allen Ecken der Kultur. Angefangen bei Kain & Abel oder Romulus & Remus über die Gebrüder Grimm bis hin zu den Gallaghers und Daltons. Selbst im alltäglichen Sprachgebrauch sind sie zu finden. Wir können zum Beispiel Brüder im Geiste sein oder zumindest auf Bruderschaft trinken. Wir stellen euch sechs Weingüter vor, in denen Brüder gemeinsam komplett unterschiedliche Weine produzieren, die aber einen gemeinsamen Nenner haben: Sie sind aus der einzigartigen Beziehung von zwei Brüdern entstanden.

 

 

Wasem
Schon der Vater von Philipp und Julius arbeitet mit seinem Bruder zusammen. Bei Familie Wasem hat das also fast schon Tradition. Die beiden jungen Wasems haben in Geisenheim studiert, Weinbau und Önologie. Zusammen haben sie mit dem Einzylinder ein eigenes Herzensprojekt auf die Flasche gebracht und ihrem Lieblingstraktor gewidmet.

 

 

Karl May
Wenn ein Weingut Karl May heißt und zwei Brüder den Betrieb weiterführen, dann liegt der Name des gemeinsamen Weins auf der Hand: Blutsbruder. Peter und Fritz May bewirtschaften ihre 20 Hektar in siebter Generation. Zusammen mit ihrem Vater Karl bringen sie Heimat in die Flasche. Und sogar beim Sport spielen sie im gleichen Team. Sie sind eben Blutsbrüder, brüderlich verbunden in allen Lebenslagen.

 

 

Schwedhelm
Georg und Stephan konzentrieren sich auf die klimatischen Bedingungen und Böden ihrer Lagen. Das Zellertal ist der nördlichste Zipfel der Pfalz. Sie wollen das Tal verstehen, mit ihm leben und arbeiten. Und das schmeckt man.

 

 

Bicking & Bicking
Die beiden Brüder Achim und Lukas bringen Trauben aus der Nordpfalz und der Nahe in den Keller. Sie unterscheiden sich sehr: Lukas hat große Ideen. Er weiß, was er will und geht mit dem Kopf durch die Wand. Achims Fokus liegt auf der optimalen Qualität. Dabei ist er oft skeptisch mit seiner eigenen Arbeit. Die Kombination der beiden Charaktere bringt die beiden stets weiter.

 

 

Eugen Schmidt Söhne
Maximilian und Sebastian Schmidts erstes gemeinsames Produkt war der VollKorn. Ein Schnaps, der den Duft vom frisch gebackenen Brot ihrer Mutter einfangen sollte. Das klingt idyllisch oder? Genauso malerisch liegt das Weingut: mit Blick auf die Weinberge, den Bodensee und die Schweizer Alpen. Zum Familienweingut gehört eine Destille, in der seit 1755 gebrannt wird. Dort haben sich die beiden mit ihren Ideen ausgetobt. Aber dass die beiden nicht nur Schnaps können, haben sie längst unter Beweis gestellt.

 

 

Mooiplaas
Die Brüder Roos teilen sich die Aufgaben eines Winzers. Tielman ist überirdisch unterwegs, Louis unterirdisch. Tielman kümmert sich um die Weinberge und kennt jedes Fleckchen seines südafrikanischen Stück Lands, Louis ist Kellermeister und stellt das Terroir in den Weinen heraus. Zurück zu den Ursprüngen und mit der Natur ist die Devise: wilde Hefen, Spontangärung, leichte Filtration und Ausbau in kleinen Eichenfässern.

 

Ihr seht, aus der besonderen Verbindung zwischen Brüdern können grandiose Dinge entstehen. Glücklicherweise zählen dazu auch einige Weine aus dem Geile Weine-Sortiment, die wir für euch in eine Liste gepackt haben. In der Brüder-Box sind sechs Weine der sechs Brüderpaare. In ihrem Stil sind alle unterschiedlich, sie verbindet die gemeinsame Geschichte. Schnappt euch also eure Brüder und Schwestern, egal ob echte oder im Geiste, und reißt zusammen ein paar Flaschen auf! Der Vatertag eignet sich bestens dazu! Bei uns heißt das dann Bollerwagentuning!

Feinherber Feminismus – wer und was steckt dahinter?

Ab 1. Juni startet eine Interviewreihe auf dem brandneuen Geile Weine-Blog. „Feinherber Feminismus“ heißt sie. Als Pauline uns von dem Titel und ihrer Idee erzählt hat, waren wir schon neugierig, was sie wohl vorhat. Aber jetzt, wo wir den Trailer gesehen haben, sind wir endgültig gespannt auf mehr! Wir haben mit Pauline gesprochen. Sie hat uns erzählt, worum es in ihren zehn Interviews mit zehn Frauen geht. Aber davor, schaut selbst:

Pauline, was steckt hinter dem Titel „Feinherber Feminismus“?
Feinherber Feminismus ist eine Interviewreihe, in der wir Perspektiven ganz unterschiedlicher Frauen auf die Weinwelt vorstellen. Jede von ihnen hat eigene Ansätze, eigene Ansichten. Was sie verbindet, ist die Liebe zum Wein. Es ging uns darum, herauszufinden, wie es so ist als Frau in einem Berufsfeld, das nach außen immer noch recht männerbesetzt wirkt. Gibt es da Vorurteile? Wird man unterschätzt? Muss man sich mehr beweisen? Gibt es Unterschiede darin, wie Männer und Frauen Wein an- und ausbauen, bewerten oder verkaufen? Oder spielt das Geschlecht vielleicht gar keine Rolle mehr?

Und wie kommt es zu dem Titel?
Der Begriff „feinherb“ steht für das Cliché schlechthin, wenn es um Frauen und Wein geht: Frauen trinken eben lieber was süffiges, nicht zu trockenes. Dabei ist die Charakterisierung „feinherb“ im Weingesetz gar nicht richtig definiert. Hinter der Beschreibung können ganz unterschiedliche Weine stecken. So auch die Kategorie „Frauen in der Weinwelt“, hinter der ganz unterschiedliche Persönlichkeiten stecken. Vielleicht beschreiben die beiden Bestandteile fein und herb auch genau die Charaktereigenschaften, die von einer Frau in der Weinwelt erwartet werden. Dass es um eine feministische Sicht auf das Berufsfeld geht, war von Anfang an klar. Und ich liebe Alliterationen. Da hat sich die Kombination der beiden Begriffe einfach noch einmal mehr angeboten.
Es geht also um Einblicke in die Berufe, Positionen und Ansichten von Frauen, die sich durch ihr Können, Fachwissen und ihre Leidenschaft stark in der Weinwelt positionieren.

Wer bist du und wie kommt es, dass du dich mit diesen Fragen beschäftigst?
Ich bin Pauline, Kommunikationsdesignerin, Winzerstochter und seit März Teil des Geile Weine-Teams. Bei mir zuhause im Weindorf Mandel bin ich „S’Ältscht vom Bombaiersch Maggus“ – älteste Tochter eines Winzermeisters und deshalb war von Geburt an klar: Ich werde eines Tages Weinkönigin. So zumindest die Erwartungen der knapp 900 Einwohner meines Heimatdorfs an der Nahe. Und auch wenn meine Eltern diese Idee nie forciert haben, war genau das jahrelang der Plan: Mein kleiner Bruder würde als männlicher Nachkomme das Weingut übernehmen und meine Schwester und ich würden Naheweinköniginnen werden.

Und das hast du nie hinterfragt?
Für meine Eltern wären wir alle würdige Nachfolger gewesen. Aber warum für alle anderen, also Kunden, Freunde der Familie, Winzerkollegen oder das Dorf klar war, dass Carl der Nachfolger meines Papas werden würde, habe ich mich schon gefragt. Ich glaube, der Gedanke aller nach der Geburt meines Bruders war: „Marcus, zum Glück kam nach den beiden Töchtern jetzt doch noch ein Sohn.“
Und jetzt, wo ich mich entschieden habe, zurück zum Wein und zurück in die Heimat zu kommen, war einer meiner ersten Gedanken: „Vielleicht werde ich dann doch noch Naheweinmajestät!“. Und mit der Entscheidung, mich für das Amt zu bewerben, kam die Frage, ob ich ein Amt, das nur für ein Geschlecht reserviert ist, überhaupt vertreten kann. Deshalb ist auch Franzi Teil der Interviewreihe. Sie ist ehemalige Naheweinprinzessin und erzählt von ihren Erfahrungen und dass es eben nicht mehr nur um eine charmante Repräsentation des Anbaugebiets geht, sondern, neben der Begeisterung für den Wein, um wirkliches Fachwissen.

Wer ist sonst noch so dabei?
Dabei sind die Winzerinnen Carolin Hofmann vom Weingut WillemsWillems – ein Weingut, das mit Carolin in fünfter Generation von Frauen geführt wird. Juliane Eller, die nun schon den vierten Jahrgang ihrer eigenen Linie JuWel herausbringt und Marie Menger-Krug vom Weingut Motzenbäcker, die wie keine andere die Hefen in ihrem Keller versteht und so feine und prickelnde Tropfen schafft. Außerdem Quereinsteigerin Ann-Kathrin Müller, die von ihrem Weg aus dem Norden Deutschlands zum Wein und zum Weingut Krebs in der Pfalz berichtet. Sommelière, Autorin und Master of Wine Romana Echensperger erzählt von ihrem neuen Buch, das speziell Frauen einen Einblick in die Weinwelt gibt. Kellermeisterin Kathrin Starker vom Weingut Heymann-Löwenstein hat uns auf die Monorackbahn gesetzt und spricht über die Freiheiten des Angestelltseins. Sabine Wienk-Borgert ist Außenbetriebsleiterin beim Weingut Schreieck und die einzige Frau im Team für den Außenbetrieb. Iris Führ lehrt an der Weinbauschule und erzählt von Zeiten, in denen der Einstieg in die Weinwelt als Frau gar nicht so einfach war und Karen Theis ist zuständig für das Qualitätsmanagement bei Binderer St. Ursula, einer großen Weinkellerei.

Wann können wir das erste Interview lesen?
Am 1. Juni geht es los mit Marie Menger-Krug. Sie hat für uns vor der Kamera degorgiert, also die Hefe vom Sekt getrennt. Wir und die Kamera waren von oben bis unten voll mit Hefe. Marie hat mich begeistert. Eine Frau, die ihren Weinen Raum für freie Entwicklung, aber sie nie alleine lässt. Das solltet ihr euch auf alle Fälle anschauen! Alle zwei Wochen wird dann ein Interview auf unserem Blog veröffentlicht.

Weine von drei der Winzerinnen aus der Interviewreihe könnt ihr bei Geile Weine HIER bestellen.

Spargelweine

Veronika, der Lenz ist da! Das beliebteste Phallusgemüse Deutschlands hat Saison. Egal ob mit Hollandaise, Bütterchen, Schinken, Ei, Schnitzel, gekocht, gedünstet oder gebraten – der passende Wein ist essentiell. Silvaner ist dazu unbestreitbar gut, aber mit Sicherheit nicht die einzige Möglichkeit. Wir haben für euch fünf Weine ausgesucht, die alle eine gute Figur zu dem Stangenwasser machen. Zu einem unserer Spargelbegleiter empfehlen wir ein ganz einfaches, aber fabelhaftes Spargel-Risotto-Rezept von gegessenwirdimmer.

Zu grünem Spargel und Parmesan passt der Gutsriesling Feinherb vom Weingut Hüls. Neben den intensiven Zutaten macht der Riesling eine starke, aber trotzdem frische und fruchtige Figur. Die Kombi aus leichter Restsüße und der Säure des Rieslings ist der Hammer.

Zum Gutsriesling Feinherb vom Weingut Hüls kocht ihr: Spargel-Risotto.

 

Blitz Silvaner Geile Weine

Z U T A T E N
Für 4-5 Personen

320g Risottoreis
1 Bund grüner Spargel
2 Schalotten (geschält ca. 60 g)
1,5 l Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
60 g Butter
30 g Olivenöl
40 g Parmigiano Reggiano
5-6 Stiele Minze

Gebt 40g Butter, Olivenöl und die klein geschnittenen Schalotten in einen Kochtopf und lasst sie bei mittlerer Hitze goldbraun werden. Schneidet in der Zwischenzeit den Spargel in Stücke, entfernt dabei das holzige Ende und gebt die Stücke zu den Schalotten in den Topf. Röstet den Spargel bei hoher Hitze und gebt nach kurzer Zeit den Risottoreis dazu. Lasst ihn auch ein wenig anrösten. Jetzt mit Weißwein ablöschen und bei geringerer Hitze einkochen lassen. Dann nach und nach die Gemüsebrühe hinzugeben und häufig rühren. Je mehr ihr rührt, desto cremiger wird das Risotto. Nach einer viertel Stunde ist der Reis bissfest. Nehmt den Topf vom Herd und gebt den geriebenen Parmesan und den Rest Butter zusammen mit der gehackten Minze hinzu. Unterrühren, das Risotto einen Moment ruhen lassen und genießen!

Die Zutaten ganz bequem nach Hause bestellen könnt ihr über gegessenwirdimmer.

Außerdem toll zu Spargel:

Silvaner ist und bleibt der Klassiker zum Spargel. Und das aus gutem Grund! Man sagt ihm ja manchmal nach, dass er eher neutral sei. Das ist, zumindest im Fall vom Blitz, gelogen…der Blitz vom Weingut Stein hat viel Schmelz, eine tolle Konzentration und trotzdem Frische.

Der Leib & Seele Weiß von WEINGUT BERGDOLT-REIF & NETT ist easy. Unkompliziert unterstreicht er den Spargel und macht ihn nicht platt. Ein Streichler für Leib & Seele.

Der Kräftigste in dieser Reihe ist Wasems Einzylinder Weiß. Hier kommen drei Rebsorten zusammen: Grauburgunder, Weissburgunder und Chardonnay. Letzterer wurde im Holzfass ausgebaut, daher auch die Power. Super, wenn es Schnitzel zum Spargel gibt!

Warum eigentlich nicht mal ein bisschen exotischer? Der Sauvignon Blanc vom Weingut Hinterbichler kommt besonders gut bei Ofen- bzw. gegrilltem Spargel mit Limetten-Butter.

Bestellen könnt ihr die Spargelweine über Geile Weine und mit dem Code SPARGEL17 bekommt ihr bis zum 7. Mai sogar 10% auf die ausgewählten Spargelbegleiter.

Rezeptfotos: gegessenwirdimmer