sollte man nicht immer probieren über den Tellerrand zu schauen? Ja! Und deswegen machen wir das heute in unserem Rebsorten-Special. Wir schauen rüber in unser Nachbarland Österreich und wollen über dessen National-Rebsorte sprechen:

ALL ABOUT… Grüner Veltliner!

Die Rebfläche des Weinbaulandes Österreich ist zu einem Drittel mit Grüner Veltliner bestockt, was direkt den Stellenwert der Rebsorte in diesem Land zum Ausdruck bringt. Auch als „Weißgipfler“ bekannt, ist sie die wichtigste autochthone Rebsorte für die Winzer und Winzerinnen. Ganz klar ein Aushängeschild für das Weinland Österreich und bei der Anbaufläche scheinbar auch ein ganz feiner Tropfen – Angebot und Nachfrage und so, das kennt ihr ja alle… 😉

Der Ursprung des Grüner Veltliner liegt im Burgenland, dem am östlichst gelegenen Weinanbaugebiet Österreichs. 1998 wurde anhand von DNA-Analysen festgelegt, dass die Rebsorte Traminer ein Elternteil ist. Erst 9 Jahre später konnte man durch eine weitere Analyse eines alten Rebstocks in St. Georgen im Burgenland den zweiten Elternteil bestimmen. Grüner Veltliner ist also eine natürliche Kreuzung aus Traminer und St. Georgen.

Mittlerweile ist die Rebsorte auch vermehrt in Ungarn, Tschechien und der Slowakei vertreten. Kleine Teile könnt ihr in Deutschland finden sowie in Italien und Frankreich. In der Neuen Weinwelt wird sie besonders in Neuseeland und den USA angebaut.

Bei uns in Deutschland wird Grüner Veltliner hauptsächlich trocken ausgebaut. Hingegen ihr in Österreich auf eine Vielfalt von Ausbauarten stoßt. Neben dem trockenen Weinausbau ist es dort auch typisch, ihn zur Versektung einzusetzen – super interessant, da der Schaumwein dann ein tolles nussiges und leicht würziges Aroma mit sich bringt. Feinperlig werden dann die Aromen perfekt unterstützt und in Szene gesetzt. Einfach besonders!

Für ein sehr geiles Food Pairing empfehlen wir Euch – zurzeit mehr als passend – ein frisches Spargelgericht dazu. Diese Kombination ist ein echter Klassiker! Die Aromatik des Veltliners passt außerdem zur asiatischen Küche, da er scharfen Speisen ohne Probleme standhält!

Der Name Grüner Veltliner verrät im Übrigen so einiges über die Farbe im Glas! Wenn ihr die Tage also eine Flasche aufzieht, achtet einmal ganz genau auf die wunderschönen und charakteristischen grünen Reflexe im Glas. Cheers!

 

Um das zu prüfen und sich mit der Rebsorte vertraut zu machen, haben wir Euch mal ein paar interessante und vor allem unterschiedliche Ausbauarten des Grünen Veltliners aus unserem Sortiment zusammen gepackt:

 

GRÜNER VELTLINER WAGRAM

Eschenhof-Holzer

WIE EIN FLIEGENDER SCHMETTERLING

Der Einstiegs-Veltliner vom Eschenhof Holzer macht schonmal eine Ansage, wo die Reise hingeht! Natürlich ist das nicht brutal konzentriert, sondern macht einfach richtig Spass zu trinken, ohne dabei den Sortencharakter zu verleugnen. Konkret heisst das Zitrus, Blüten und weisser Pfeffer, verpackt in spritziger Säure und mit überraschendem Nachdruck. Geiler Scheiß für den langen Abend!

 

 

 

GRÜNER VELTLINER

Weingut Hinterbichler 

Der Hinterbichler hat eine flüssige Hommage an seine Wurzeln in die Flasche gebracht und sie schmeckt einfach grandios. Toller Veltliner, mit allem was dazu gehört, d.h. verspielte Säure, bunte Frucht, Pfeffer-Touch und erschreckend spaßige Trinkigkeit.

 

 

 

 

GRÜNER VELTLINER 2 HUT

Lukas Krauß

Ein wahrer Exot. Es gibt nur eine geringe Menge der österreichischen Erfolgsrebsorte Grüner Veltliner aus Deutschland. Lukas Krauß zeigt den Österreichern, dass auch Andere sehr gute Weine aus deren Rebsorte kreieren können. Reife Fruchtaromen gepaart mit einer dezenten Veltlinerwürze. Einmal gekostet bietet er viel Trinkvergnügen dank seinem langen Nachhall.