Das Weinanbaugebiet Nahe verdankt seinen Namen dem kleinen Fluss, der bei Bingen in den Rhein mündet. Auf seine Größe bezogen, liegt es klar im Mittelfeld der deutschen Weinanbaugebiete, hat aber trotzdem eine wahnsinnige Vielfalt zu bieten. Man findet hier ganz unterschiedliche klimatische Bedingungen, je nachdem ob die Weinberge eher direkt am Fluss, oder im „Hinterland“ liegen und auch die Böden sind sehr unterschiedlich. Vom Rotliegenden über Schiefer und Lehmböden gibt es eine große Bandbreite. Entsprechend werden an der Nahe auch sehr viele verschiedene Rebsorten angebaut. An der Spitze stehen, wie so oft, Riesling und Müller-Thurgau sowie Dornfelder bei den Rotweinen. Die roten Rebsorten machen jedoch nur rund ein Viertel der Rebfläche aus.

Die Qualitäten, die die Winzerinnen und Winzer erzeugen, können sich sehen lassen und müssen den Vergleich mit den Spitzen aus anderen Anbaugebieten nicht scheuen. Dass die Nahe noch immer ein Geheimtipp ist, liegt auch daran, dass es das Weinanbaugebiet in dieser Form noch nicht seit Jahrhunderten, sondern unter diesem Namen erst seit knapp 100 Jahren gibt. Wein wird dort zwar schon viel länger angebaut, wie beispielsweise im Weinort Mandel schon seit über 1000 Jahren. Früher waren die Weingüter jedoch häufig ein Mischbetrieb: Es gab also neben dem Wein, auch noch Obst- und Gemüsefelder und meist Nutztierhaltung. Wie auch in der Pfalz und Rheinhessen, haben sich die meisten Weingüter nun jedoch zu 100% dem (Qualitäts-)Weinbau verschrieben. Wo früher noch Kartoffeln wuchsen, stehen heute Weinreben. Doch gerade ander Nahe sieht man zwischen den Rebflächen auch noch viele Äcker (meist auf der Nordseite der Hänge).

Kennenlernen kann man die wunderschöne Landschaft und auch die Weine auf zahlreichen Wanderwegen an der Nahe entlang. Manchmal stehen dort nämlich kleine, gemauerte Schränke gefüllt mit kühlen Weinen. Wer also unterwegs Durst bekommt, kann sich bedienen und legt einfach das entsprechende Kleingeld in eine Kasse in diesen Schrank. Auf dem Land funktioniert dieses Vertrauensprinzip wunderbar und wer weiß, ob nicht mancher Wanderer noch einmal Nachschub im Weingut kauft, wenn es geschmeckt hat 😉

 

Noch praktischer ist es natürlich, wenn der Weinhändler eures Vertrauens euch die Nahe etwas näher bringen möchte und ein entsprechendes Weinpaket geschnürt hat! HIER geht es zum Nahe-Paket.