In unserer Weinreisen-Reihe stellen wir Euch jeden Monat ein Weinland dieser Welt vor. Diesmal wagen wir uns in heimische Gefilde. Es wird etwas patriotisch und wir berichten etwas zum deutschen Weinbau. Nach dem trockenen theoretischen Teil könnt ihr euch mit dem Riesling-Paket dem feucht(-fröhlich)en Probieren widmen.

Mit einer Anbaufläche von rund 102.000 Hektar (1 ha = 10.000 m2) sind wir kein ganz kleines Anbauland, aber eben auch kein besonders großes. Genau genommen liegen wir im Ranking der Anbauländer nach Fläche auf Platz 14, zwischen Griechenland und Brasilien.

Klimatisch gesehen haben wir es hier recht kühl, was den Hang zum Weißwein erklärt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass immerhin ein Drittel der Fläche mit roten Rebsorten bepflanzt ist.

Der Großteil der hier erzeugten Weine wird auch direkt im Inland getrunken. Das macht auch Sinn, da knapp dreimal mehr konsumiert, als produziert wird. Dennoch brauchen wir uns auf dem Weltmarkt nicht verstecken. Insbesondere Riesling findet man nirgends so vielfältig und (Achtung, persönliche Meinung) grandios wie hier und auch der Spätburgunder muss die internationale Konkurrenz nicht scheuen. Insgesamt kann man aber froh sein, dass der Rest der Welt nicht wirklich weiss, was wir hier machen. So bekommt man immer noch sehr guten Wein zu extrem fairen Preisen.

F A K T E N
Anbaufläche: 102.000 ha
– rote Trauben: etwa 1/3
Weinbaubetriebe: ca. 15.900
Weinproduktion: 9.000.000 hl
Weinexport: 3.000.000 hl (davon 1 mio hl Wein aus deutschen Trauben)
Weinimport: 10.000.000 hl

Weinkonsum p.K. inkl. Sekt: 24,3 l/a
Durchschnittspreis Wein/Liter: 2,88€
Meist angebaute Rebsorten:
1. Riesling – 23.596 ha / 23,1 %
2. Müller-Thurgau – 12.736 ha / 12,3 %
3. Spätburgunder – 11.784 ha / 11,5 %

Um Deutschland kennenzulernen, muss man mit einer Riesling-Probe starten und die findet ihr HIER. In diesem Paket stecken Weine aus Rheinhessen, der Pfalz, dem Rheingau und von der Saar. Lernt vier der 13 deutschen Anbaugebiete kennen.