Teil 4 unserer monatlichen Weinreise bringt uns nach Italien. Auf dem mediterranen Stiefel (inklusive Inseln) werden auf rund 682.000 ha Reben angebaut, wodurch es flächenmäßig das viertgrößte Anbauland ist. Mengenmäßig schaut es allerdings anders aus, denn hier liegt Italien mit einer jährlichen Produktion von rund 50 Millionen Hektolitern ganz vorne und kämpft lediglich manchmal mit Frankreich um die Krone.

Es gibt keine Ecke in Italien, in der sich kein Wein findet. Organisiert ist die Produktion in 20 Anbaugebieten, wobei das Veneto mit einem Anteil von knapp 20% der Produktion das mit Abstand größte ist. Qualitätsmäßig wird unterschieden in Vino, IGP und DOP Weine, wobei sich die gesamte Produktion relativ gleichmäßig auf die
Qualitätsstufen verteilt.

Richtig spannend wird es, wenn man sich die Rebsorten in Italien anschaut, denn hier befindet man sich im Jurassic Park der Reben – so viele verschiedene, teils uralte und fast vergessene Sorten gibt es. Um das mal in Zahlen zu fassen: 2016 waren 511 verschiedene Rebsorten registriert. Viele davon spielen wirtschaftlich gesehen natürlich keine Rolle, aber die Vielfalt ist doch erstaunlich.

Eigentlich wäre das eine schöne Lebensaufgabe alle davon mal zu probieren. Wenn es einer geschafft hat, kann er sich bei uns im Büro eine Gratisflasche Spumante abholen… 🙂

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:
Anbaufläche: 682.000 ha
Anbaugebiete: 20
Weinproduktion: 50 mio. hl
Anteil Weißwein: 54 %
Weinkonsum: 22,5 mio. hl

Meist angebaute Rebsorten:
1. Sangiovese 71.500 ha
2. Trebbiano 55.000 ha
3. Montepulciano 34.800 ha
4. Catarratto 34.800 ha
5. Merlot 28.000 ha