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GEILE WEINE

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#WineWorkout

Gude! Ich bin Daniel und für acht Wochen Praktikant bei Geile Weine. Ich habe schon von klein auf mit Wein zu tun, da meine Eltern das Weinhaus Michel in Mainz mit eigener Weinproduktion betreiben. Wenn ich nicht gerade Wein schlürfe, mache ich sehr gerne Sport.
Warum sollte man nicht das Eine nicht mit dem Anderen verbinden?
Deswegen möchte ich euch heute zeigen, wie ihr mit Weinen trainieren könnt. Die passenden Trainingsgeräte findet ihr bei uns im Shop.

1. ÜBUNG
„Bizeps-curls mit der Magnum Einzylinder“ (Bizeps)

Nimm die Magnum „Einzylinder“ mit beiden Händen und stelle dich gerade hin, Füße schulterbreit voneinander entfernt. Deinen Brustkorb streckst du nach vorne und machst ein leichtes Hohlkreuz. Dann führst du die Ellenbogen etwas vor deinen Körper, während der Durchführung der Übung bleiben sie vorm Körper. Nachdem du alles in Position gebracht hast, beugst du deinen Arm, indem du die Flasche bis zur Brust hochziehst und wieder langsam ablässt.




2.ÜBUNG
Ausfallschritt mit Vetruen Rot (Beine)

Schnapp dir Weingläser und fülle sie mit dem Vetruen Rot, dann stellst du dich aufrecht mit jeweils einem Glas in der Hand hin. Nun machst du einen Ausfallschritt nach vorne. Dann bleibst du kurz unten und nimmst einen Schluck vom Vetruen Rot. Das wiederholst du dann bis du nicht mehr kannst 😉




3. ÜBUNG
„Crunches mit der Magnum Blutsbruder

Du nimmst eine Magnum „Blutsbruder“ und legst dich auf den Boden. Dann beugst du deine Beine etwas an und bringst die Flasche etwas über deine Knie, sodass deine Arme und die Oberschenkel parallel zueinander sind. Wenn du das gemacht hast kannst du deinen Körper anheben und das mehrmals wiederholen.




4. ÜBUNG
„Liegestütze mit Belohnung (Vetruen Rot)“ 🙂 (Brust & Trizeps)

Du stellst ein Glas vom Vetruen Rot vor dich, steckst einen Strohhalm rein und gehst in die Liegestütz-Position. Dann machst du eine Liegestütz und während du unten bist nimmst du einen Schluck. Das wiederholst du, bis du nicht mehr kannst.




5. ÜBUNG
„Vorgebeugtes Trizepsstrecken mit dem Juwel Cuvée Weiss“ (Trizeps)

Du nimmst eine Weinflasche Cuvée Weiss in deine Hand und machst einen Ausfallschritt nach vorne. Dann stützt du dich mit der noch freien Hand auf einen Gegenstand, der ungefähr auf Hüfthöhe ist. Du streckst deine Brust etwas nach vorne und machst ein leichtes Hohlkreuz. Dann bringst du deinen Ellenbogen auf Höhe deiner Hüfte. Wenn du alles in Position gebracht hast, führst du die Übung aus, indem du die Flasche immer wieder nach hinten streckst und langsam wieder ablässt.




UND ZUM SCHLUSS
Und jetzt viel Spaß mit den Übungen – vergesst die Belohnung nicht. 😉

Eis & Wein

Halt Stopp! Um das zunächst einmal klarzustellen, es geht hier nicht um Eiswein, sondern genau andersrum – Weineis. Falls Ihr die 15 Sorten von der Gelateria um die Ecke schon durch habt und gerade anfangt, Euch zu langweilen, hätten wir da noch `ne grandiose Idee für Euch: Eis aus Wein! Eine kleine Abkühlung tut nämlich immer gut.

Ist ganz leicht selbst gemacht (auch ohne Eismaschine) und für jede Vorliebe gibt es eine passende Sorte. Seid die Helden bei der nächsten Gartenparty mit Rotweinsorbet. Versüßt das Balkon-Dinner mit der Liebsten mit Champagner-Popsicles, oder überrascht mal Muddern mit selbst gemachtem Rosé-Eis.



#1 Champagne Popsicles

All you need is love? Ausnahmsweise nicht:

Man nehme den hervorragenden Crémant de Limoux BrutCrémant de Limoux Rosé oder auch Riesling Sekt extra trocken und füge ein paar frische Erdbeeren sowie Himbeeren hinzu. Stiele nicht vergessen und ab in den Froster damit. Schon etwa 2-4 Stunden später könnt ihr das eiskalte Prickeln servieren. Je nach Gusto könnt ihr bei den Früchten auch gerne variieren. Brombeere, Johannisbeere, Granatapfel oder deine Lieblingsfrucht – Alles eine Wucht!

#2  Himbeer-Rotwein-Sorbet

Jetzt wird’s pervers und zwar im Sinne von ultralecker: Himbeer-Rotwein-Sorbet. Das ganze zaubert ihr mit nur ein paar wenigen Zutaten:

  • 1 Tasse Zucker
  • ¾ Tasse Wasser
  • 1 Flasche fruchtiger Rotwein (wenn’s geil werden soll: Orlenberg Spätburgunder oder Vertruen rot)
  • 3 Tassen Himbeeren (gefroren oder frisch)

Alle Zutaten in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa eine Minute kochen lassen, von der Herdplatte nehmen und abgedeckt eine Stunde ruhen lassen. Im Anschluss die Mische mit einem Pürierstab oder Mixer cremig pürieren. Nutzt einen Sieb, um die kleinen Himbeersamen auszusieben. Das ganze abdecken und einfrieren. Solltet ihr eine Eismaschine zur Hand haben umso besser.

#3  Rosé-Zitronen-Sorbet

So und nicht anders schmeckt der Sommer. Fruchtig-frisches Sorbet das leicht einen sitzen hat. Fabelhaft! Du brauchst:

Rosé-Wein, Zucker und Zitronenabrieb in einem Topf etwa 5 Minuten kochen, bis sich der Zucker vollständig auflöst. Von der Herdplatte nehmen. Zitronensaft und Wasser hinzufügen. Den Zitronenabrieb mit einem Sieb entfernen. Abdecken und über Nacht einfrieren. Am nächsten Tag die gefrorene Mische mit einem Pürierstab oder Mixer cremig pürieren. Ich weiß, ihr könnt es kaum abwarten, aber nun muss das ganze nochmal 6-8 Stunden in den Froster. Danach ist es servierbereit und ihr werdet sehen, das Warten hat sich gelohnt. Guden!

 

All natural everything #nofilter

Eigentlich sind ja alle Weine ein Produkt aus der Natur. Was bedeutet es also, wenn ein Wein nicht nur Wein, sondern Naturwein ist? »Naturwein« oder »vin naturel«, das sind Begriffe, die man in den letzten Jahren immer häufiger hört. Dabei ist das Alleinstellungsmerkmal eigentlich nicht die Natur, sondern die Kultur. Ein Naturwein wird auf besondere Weise im Weinberg und Keller behandelt. Oder auch nicht behandelt. Natürlich eben.

Dabei muss ein Wein, auf dem Naturwein steht, gar nicht unbedingt natürlich sein, denn der Begriff ist nicht geschützt. Trotzdem sagt er etwas über die Philosophie des Produzenten aus. Während der Einsatz chemischer Substanzen jahrzehntelang ein selbstverständliches und irgendwann konventionelles Mittel war, um Erträge zu steigern und geschmackliche Qualitäten zu schönen, wird heute die unkonventionelle Opposition zum Trend.

In den 80er-Jahren legt auch die Weinwirtschaft den Fokus auf das ökologische Anbauen von Wein. Ziel ist die Beschränkung der chemischen Pflanzenschutzmittel auf ein notwendiges Maß.

Betrachtet man die Arbeit im Weinberg, kann man diesen Ansatz fast als einen grundsätzlichen Vorsatz aller Winzer sehen. Schaut man aber in den Keller, gibt es dort unterschiedliche Tendenzen. Beim Naturwein geht es darum, auf all die Klassiker, die dem Wein jahrelang wie selbstverständlich zugeführt wurden, zu verzichten.

Naturwein ist gewissermaßen ein gesellschaftliches, fast politisches Statement: Purismus und Entschleunigung. Im Produkt soll das Wesen der Traube erhalten bleiben. Was also kommt bei einem Naturwein in die Flasche?

Naturwein schmeckt anders. So viel steht fest. Naturweine sind oft maischevergoren (so wie auch beim Rotwein), spontanvergoren,nicht filtriert oder waren lange an der Luft. Was in die Flasche kommt, ist ein anderer Typ Wein. Wenn ihr experimentierfreudig seid, probiert es mal aus. Am einfachsten geht das übrigens mit dem »Freakweine«-Paket. Passionierten Weintrinkern wird mit der Zeit vermutlich jede dieser Techniken irgendwann begegnen.

Die Traube fällt nicht weit vom Stock

Andere Väter haben auch schöne Söhne. Zum Vatertag stellen wir Euch die besten Produkte von sechs Vätern vor: ihre zwölf Abkömmlinge. Wenn sich Geschwister so gut verstehen, dass sie zusammen arbeiten und einen Betrieb weiterführen möchten, dann hat der Papa alles richtig gemacht. Die Beere fällt nicht weit vom Stock.

Die Verbindung zwischen Brüdern ist eine besondere. Von außen betrachtet kann sie gut sein oder katastrophal, angespannt, eng, produktiv und noch vieles mehr. Ihre Geschichten ziehen sich durch die Zeit und finden sich in allen Ecken der Kultur. Angefangen bei Kain & Abel oder Romulus & Remus über die Gebrüder Grimm bis hin zu den Gallaghers und Daltons. Selbst im alltäglichen Sprachgebrauch sind sie zu finden. Wir können zum Beispiel Brüder im Geiste sein oder zumindest auf Bruderschaft trinken. Wir stellen euch sechs Weingüter vor, in denen Brüder gemeinsam komplett unterschiedliche Weine produzieren, die aber einen gemeinsamen Nenner haben: Sie sind aus der einzigartigen Beziehung von zwei Brüdern entstanden.

 

 

Wasem
Schon der Vater von Philipp und Julius arbeitet mit seinem Bruder zusammen. Bei Familie Wasem hat das also fast schon Tradition. Die beiden jungen Wasems haben in Geisenheim studiert, Weinbau und Önologie. Zusammen haben sie mit dem Einzylinder ein eigenes Herzensprojekt auf die Flasche gebracht und ihrem Lieblingstraktor gewidmet.

 

 

Karl May
Wenn ein Weingut Karl May heißt und zwei Brüder den Betrieb weiterführen, dann liegt der Name des gemeinsamen Weins auf der Hand: Blutsbruder. Peter und Fritz May bewirtschaften ihre 20 Hektar in siebter Generation. Zusammen mit ihrem Vater Karl bringen sie Heimat in die Flasche. Und sogar beim Sport spielen sie im gleichen Team. Sie sind eben Blutsbrüder, brüderlich verbunden in allen Lebenslagen.

 

 

Schwedhelm
Georg und Stephan konzentrieren sich auf die klimatischen Bedingungen und Böden ihrer Lagen. Das Zellertal ist der nördlichste Zipfel der Pfalz. Sie wollen das Tal verstehen, mit ihm leben und arbeiten. Und das schmeckt man.

 

 

Bicking & Bicking
Die beiden Brüder Achim und Lukas bringen Trauben aus der Nordpfalz und der Nahe in den Keller. Sie unterscheiden sich sehr: Lukas hat große Ideen. Er weiß, was er will und geht mit dem Kopf durch die Wand. Achims Fokus liegt auf der optimalen Qualität. Dabei ist er oft skeptisch mit seiner eigenen Arbeit. Die Kombination der beiden Charaktere bringt die beiden stets weiter.

 

 

Eugen Schmidt Söhne
Maximilian und Sebastian Schmidts erstes gemeinsames Produkt war der VollKorn. Ein Schnaps, der den Duft vom frisch gebackenen Brot ihrer Mutter einfangen sollte. Das klingt idyllisch oder? Genauso malerisch liegt das Weingut: mit Blick auf die Weinberge, den Bodensee und die Schweizer Alpen. Zum Familienweingut gehört eine Destille, in der seit 1755 gebrannt wird. Dort haben sich die beiden mit ihren Ideen ausgetobt. Aber dass die beiden nicht nur Schnaps können, haben sie längst unter Beweis gestellt.

 

 

Mooiplaas
Die Brüder Roos teilen sich die Aufgaben eines Winzers. Tielman ist überirdisch unterwegs, Louis unterirdisch. Tielman kümmert sich um die Weinberge und kennt jedes Fleckchen seines südafrikanischen Stück Lands, Louis ist Kellermeister und stellt das Terroir in den Weinen heraus. Zurück zu den Ursprüngen und mit der Natur ist die Devise: wilde Hefen, Spontangärung, leichte Filtration und Ausbau in kleinen Eichenfässern.

 

Ihr seht, aus der besonderen Verbindung zwischen Brüdern können grandiose Dinge entstehen. Glücklicherweise zählen dazu auch einige Weine aus dem Geile Weine-Sortiment, die wir für euch in eine Liste gepackt haben. In der Brüder-Box sind sechs Weine der sechs Brüderpaare. In ihrem Stil sind alle unterschiedlich, sie verbindet die gemeinsame Geschichte. Schnappt euch also eure Brüder und Schwestern, egal ob echte oder im Geiste, und reißt zusammen ein paar Flaschen auf! Der Vatertag eignet sich bestens dazu! Bei uns heißt das dann Bollerwagentuning!

Feinherber Feminismus – wer und was steckt dahinter?

Ab 1. Juni startet eine Interviewreihe auf dem brandneuen Geile Weine-Blog. „Feinherber Feminismus“ heißt sie. Als Pauline uns von dem Titel und ihrer Idee erzählt hat, waren wir schon neugierig, was sie wohl vorhat. Aber jetzt, wo wir den Trailer gesehen haben, sind wir endgültig gespannt auf mehr! Wir haben mit Pauline gesprochen. Sie hat uns erzählt, worum es in ihren zehn Interviews mit zehn Frauen geht. Aber davor, schaut selbst:

Pauline, was steckt hinter dem Titel „Feinherber Feminismus“?
Feinherber Feminismus ist eine Interviewreihe, in der wir Perspektiven ganz unterschiedlicher Frauen auf die Weinwelt vorstellen. Jede von ihnen hat eigene Ansätze, eigene Ansichten. Was sie verbindet, ist die Liebe zum Wein. Es ging uns darum, herauszufinden, wie es so ist als Frau in einem Berufsfeld, das nach außen immer noch recht männerbesetzt wirkt. Gibt es da Vorurteile? Wird man unterschätzt? Muss man sich mehr beweisen? Gibt es Unterschiede darin, wie Männer und Frauen Wein an- und ausbauen, bewerten oder verkaufen? Oder spielt das Geschlecht vielleicht gar keine Rolle mehr?

Und wie kommt es zu dem Titel?
Der Begriff „feinherb“ steht für das Cliché schlechthin, wenn es um Frauen und Wein geht: Frauen trinken eben lieber was süffiges, nicht zu trockenes. Dabei ist die Charakterisierung „feinherb“ im Weingesetz gar nicht richtig definiert. Hinter der Beschreibung können ganz unterschiedliche Weine stecken. So auch die Kategorie „Frauen in der Weinwelt“, hinter der ganz unterschiedliche Persönlichkeiten stecken. Vielleicht beschreiben die beiden Bestandteile fein und herb auch genau die Charaktereigenschaften, die von einer Frau in der Weinwelt erwartet werden. Dass es um eine feministische Sicht auf das Berufsfeld geht, war von Anfang an klar. Und ich liebe Alliterationen. Da hat sich die Kombination der beiden Begriffe einfach noch einmal mehr angeboten.
Es geht also um Einblicke in die Berufe, Positionen und Ansichten von Frauen, die sich durch ihr Können, Fachwissen und ihre Leidenschaft stark in der Weinwelt positionieren.

Wer bist du und wie kommt es, dass du dich mit diesen Fragen beschäftigst?
Ich bin Pauline, Kommunikationsdesignerin, Winzerstochter und seit März Teil des Geile Weine-Teams. Bei mir zuhause im Weindorf Mandel bin ich „S’Ältscht vom Bombaiersch Maggus“ – älteste Tochter eines Winzermeisters und deshalb war von Geburt an klar: Ich werde eines Tages Weinkönigin. So zumindest die Erwartungen der knapp 900 Einwohner meines Heimatdorfs an der Nahe. Und auch wenn meine Eltern diese Idee nie forciert haben, war genau das jahrelang der Plan: Mein kleiner Bruder würde als männlicher Nachkomme das Weingut übernehmen und meine Schwester und ich würden Naheweinköniginnen werden.

Und das hast du nie hinterfragt?
Für meine Eltern wären wir alle würdige Nachfolger gewesen. Aber warum für alle anderen, also Kunden, Freunde der Familie, Winzerkollegen oder das Dorf klar war, dass Carl der Nachfolger meines Papas werden würde, habe ich mich schon gefragt. Ich glaube, der Gedanke aller nach der Geburt meines Bruders war: „Marcus, zum Glück kam nach den beiden Töchtern jetzt doch noch ein Sohn.“
Und jetzt, wo ich mich entschieden habe, zurück zum Wein und zurück in die Heimat zu kommen, war einer meiner ersten Gedanken: „Vielleicht werde ich dann doch noch Naheweinmajestät!“. Und mit der Entscheidung, mich für das Amt zu bewerben, kam die Frage, ob ich ein Amt, das nur für ein Geschlecht reserviert ist, überhaupt vertreten kann. Deshalb ist auch Franzi Teil der Interviewreihe. Sie ist ehemalige Naheweinprinzessin und erzählt von ihren Erfahrungen und dass es eben nicht mehr nur um eine charmante Repräsentation des Anbaugebiets geht, sondern, neben der Begeisterung für den Wein, um wirkliches Fachwissen.

Wer ist sonst noch so dabei?
Dabei sind die Winzerinnen Carolin Hofmann vom Weingut WillemsWillems – ein Weingut, das mit Carolin in fünfter Generation von Frauen geführt wird. Juliane Eller, die nun schon den vierten Jahrgang ihrer eigenen Linie JuWel herausbringt und Marie Menger-Krug vom Weingut Motzenbäcker, die wie keine andere die Hefen in ihrem Keller versteht und so feine und prickelnde Tropfen schafft. Außerdem Quereinsteigerin Ann-Kathrin Müller, die von ihrem Weg aus dem Norden Deutschlands zum Wein und zum Weingut Krebs in der Pfalz berichtet. Sommelière, Autorin und Master of Wine Romana Echensperger erzählt von ihrem neuen Buch, das speziell Frauen einen Einblick in die Weinwelt gibt. Kellermeisterin Kathrin Starker vom Weingut Heymann-Löwenstein hat uns auf die Monorackbahn gesetzt und spricht über die Freiheiten des Angestelltseins. Sabine Wienk-Borgert ist Außenbetriebsleiterin beim Weingut Schreieck und die einzige Frau im Team für den Außenbetrieb. Iris Führ lehrt an der Weinbauschule und erzählt von Zeiten, in denen der Einstieg in die Weinwelt als Frau gar nicht so einfach war und Karen Theis ist zuständig für das Qualitätsmanagement bei Binderer St. Ursula, einer großen Weinkellerei.

Wann können wir das erste Interview lesen?
Am 1. Juni geht es los mit Marie Menger-Krug. Sie hat für uns vor der Kamera degorgiert, also die Hefe vom Sekt getrennt. Wir und die Kamera waren von oben bis unten voll mit Hefe. Marie hat mich begeistert. Eine Frau, die ihren Weinen Raum für freie Entwicklung, aber sie nie alleine lässt. Das solltet ihr euch auf alle Fälle anschauen! Alle zwei Wochen wird dann ein Interview auf unserem Blog veröffentlicht.

Weine von drei der Winzerinnen aus der Interviewreihe könnt ihr bei Geile Weine HIER bestellen.

Extravaganz im Glas – So schmeckt FLAME 17-1462

Farben und Wein. Okay. Ein krasses Thema mit viel Potenzial. Klar ist, dass die Farbe bei der Weinverkostung eine wahnsinnig große Rolle spielt. Sie beeinflusst die gesamte Sensorik und kann ausschlaggebend dafür sein, wie wir den Wein beurteilen und einordnen. Aber erstmal von vorne:

Color Report Pantone 2017

Pantone hat vor einigen Wochen die zehn Trendfarben des Frühjahrs 2017 veröffentlicht. Das machen sie jedes Jahr. Ziemlich fesche Farben mit fancy Namen. Diese Farben sind für etliche Branchen relevant: Interior, Kosmetik, Design, Grafik und hauptsächlich Mode. Aber in Verbindung mit Wein wurden sie noch nie gebracht. Auch irgendwie logisch, da sich die Branchen in der Regel nach den Pantonefarben richten. Das gestaltet sich bei der Weinproduktion jedoch schwierig und steht -im Gegensatz zum Geschmack- nicht im Vordergrund. Aber man muss sagen, einige Weine treffen die Trendfarben auf den Punkt. Als hätten sie es geahnt. Einfach weil sie’s können.

#17-1462

Die meiner Meinung nach geilste Farbe unter den Pantone Trendfarben 2017 ist FLAME 17-1462. Ein knalliges Orange. Ja, aber irgendwie auch viel mehr als das. Extravaganz und Theatralik. Das trifft es ganz gut. Pantone orientiert sich im Frühjahr 2017 an den Farben, die uns die Natur hergibt. Nur eben etwas anders interpretiert. Sonne, Wasser, Blumen, Luft und Feuer aka FLAME. “Feurige Wärme” voller “Lebensfreude” und “Geselligkeit” heißt es im (Fashion) Color Report Frühjahr 2017.

So gar nicht lame

Auf dem Laufsteg der Fashionweek mag dieses sogenannte FLAME vielleicht gut aufgehoben sein. Aber im Alltag? Die Vorstellung mich in knallorangenen Stoff zu hüllen und damit souverän ins Büro zu gehen, scheint mir zunächst befremdlich, fast schon billig. #Textmarker? Aber umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr lerne ich die Farbe zu schätzen. Ich checke, dass FLAME so viel Eleganz ausstrahlen kann, wenn sie nur richtig kombiniert wird. In Verbindung mit Nudetönen oder einem matten Schwarz verhilft sie einem dabei, absolut selbstbewusst und charakterstark aufzutreten. Aber ja, ich bleibe dabei, dass sie etwas besonderes ist und eben nix für Warmduscher, Backofenvorheizer oder Frühbucher. Also so gar nicht lame halt.

The Orange

Das betrifft gleichermaßen den flamigen Orange-Wein den ich euch vorstelle. THE ORANGE, ein trockener Roter Veltliner von Eschenhof-Holzer aus Österreich. Gezaubert von dem lieben Arnold Holzer. 

Orange-Weine sind maischevergorene Weißweine. What? Das bedeutet, dass die Weißweintrauben, genauso wie Rotweintrauben, mit der Beerenschale (also auf der Maische) vergoren werden. Dadurch erhalten sie Gerbstoffe und eine krasse Aromatik. Außerdem gibt die Schale dem Wein diese abgefahrene Farbe. THE ORANGE wurde mit natürlicher Hefe spontan vergoren und nach drei Wochen auf der Maische gepresst. Im Anschluss relaxte er nochmal 18 Monate in einem kuscheligen Eichenholzfass, bevor er dann unfiltriert abgefüllt wurde. Geiler Scheiß

Good to know: Häufig werden Orange-Weine in einem Atemzug mit Naturweinen genannt. Sprich, naturbelassene Trauben ohne Einsatz von Schwefel, Hefe oder sonstigen Hilfsmitteln. Schönung und Zusätze im Sinne der Stabilität sind jedoch wohl gestattet. Hier ist die Grenze nicht ganz trennscharf, da Naturwein kein klar definierter Begriff ist. In jedem Fall maischevergoren sollte er sein, der Naturwein. Jedoch ist nicht jeder Orange-Wein automatisch ein Naturwein. Trotzdem scheint die vierte Weinfarbe Orange die Antwort darauf zu sein, dass alles was die Natur hergibt, irgendwie super hip und alternativ ist. Abgesehen davon, lassen sich aber auch unkonventionelle Produktionsweisen ableiten, die eine neue und vielfältige Richtung in der Weinwelt versprechen.

Wäre THE ORANGE ein Mensch, dann wäre er ein echter Trendsetter, der sich nichts gefallen lässt und alles andere als konventionell ist. Ein Naturbursche, der nicht auf den Mund gefallen ist. Ein Träumer, der Grenzen überschreitet und wenig auf die Meinung anderer gibt. THE ORANGE scheint nicht nur optisch absolut im Sinne von FLAME zu sein. Sein gesamtes Dasein spiegelt die flamige Power wider. Eine geschmackliche sowie modische Herausforderung, die nicht jeder bändigen kann. Kannst du’s?



Klicke auf das Bild und du gelangst direkt zu den Orange Weinen im Geile Weine Shop.



Spargelweine

Veronika, der Lenz ist da! Das beliebteste Phallusgemüse Deutschlands hat Saison. Egal ob mit Hollandaise, Bütterchen, Schinken, Ei, Schnitzel, gekocht, gedünstet oder gebraten – der passende Wein ist essentiell. Silvaner ist dazu unbestreitbar gut, aber mit Sicherheit nicht die einzige Möglichkeit. Wir haben für euch fünf Weine ausgesucht, die alle eine gute Figur zu dem Stangenwasser machen. Zu einem unserer Spargelbegleiter empfehlen wir ein ganz einfaches, aber fabelhaftes Spargel-Risotto-Rezept von gegessenwirdimmer.

Zu grünem Spargel und Parmesan passt der Gutsriesling Feinherb vom Weingut Hüls. Neben den intensiven Zutaten macht der Riesling eine starke, aber trotzdem frische und fruchtige Figur. Die Kombi aus leichter Restsüße und der Säure des Rieslings ist der Hammer.

Zum Gutsriesling Feinherb vom Weingut Hüls kocht ihr: Spargel-Risotto.

 

Blitz Silvaner Geile Weine

Z U T A T E N
Für 4-5 Personen

320g Risottoreis
1 Bund grüner Spargel
2 Schalotten (geschält ca. 60 g)
1,5 l Gemüsebrühe
1 Glas Weißwein
60 g Butter
30 g Olivenöl
40 g Parmigiano Reggiano
5-6 Stiele Minze

Gebt 40g Butter, Olivenöl und die klein geschnittenen Schalotten in einen Kochtopf und lasst sie bei mittlerer Hitze goldbraun werden. Schneidet in der Zwischenzeit den Spargel in Stücke, entfernt dabei das holzige Ende und gebt die Stücke zu den Schalotten in den Topf. Röstet den Spargel bei hoher Hitze und gebt nach kurzer Zeit den Risottoreis dazu. Lasst ihn auch ein wenig anrösten. Jetzt mit Weißwein ablöschen und bei geringerer Hitze einkochen lassen. Dann nach und nach die Gemüsebrühe hinzugeben und häufig rühren. Je mehr ihr rührt, desto cremiger wird das Risotto. Nach einer viertel Stunde ist der Reis bissfest. Nehmt den Topf vom Herd und gebt den geriebenen Parmesan und den Rest Butter zusammen mit der gehackten Minze hinzu. Unterrühren, das Risotto einen Moment ruhen lassen und genießen!

Die Zutaten ganz bequem nach Hause bestellen könnt ihr über gegessenwirdimmer.

Außerdem toll zu Spargel:

Silvaner ist und bleibt der Klassiker zum Spargel. Und das aus gutem Grund! Man sagt ihm ja manchmal nach, dass er eher neutral sei. Das ist, zumindest im Fall vom Blitz, gelogen…der Blitz vom Weingut Stein hat viel Schmelz, eine tolle Konzentration und trotzdem Frische.

Der Leib & Seele Weiß von WEINGUT BERGDOLT-REIF & NETT ist easy. Unkompliziert unterstreicht er den Spargel und macht ihn nicht platt. Ein Streichler für Leib & Seele.

Der Kräftigste in dieser Reihe ist Wasems Einzylinder Weiß. Hier kommen drei Rebsorten zusammen: Grauburgunder, Weissburgunder und Chardonnay. Letzterer wurde im Holzfass ausgebaut, daher auch die Power. Super, wenn es Schnitzel zum Spargel gibt!

Warum eigentlich nicht mal ein bisschen exotischer? Der Sauvignon Blanc vom Weingut Hinterbichler kommt besonders gut bei Ofen- bzw. gegrilltem Spargel mit Limetten-Butter.

Bestellen könnt ihr die Spargelweine über Geile Weine und mit dem Code SPARGEL17 bekommt ihr bis zum 7. Mai sogar 10% auf die ausgewählten Spargelbegleiter.

Rezeptfotos: gegessenwirdimmer

Wandertag

Holt die Wanderschuhe aus dem Schrank, bald ist 1. Mai! Selbst wer sie das ganze Jahr unangerührt, aber für den Fall der Fälle griffbereit lagert – es gibt einen Tag im Jahr, an dem die Wanderwege Deutschlands gefüllt sind und ihr macht sie dieses Jahr noch voller. Wem das Wandern alleine zu wenig lustvoll ist, sollte unsere Wein-Wanderroute durch Rheinhessen ausprobieren. Die funktioniert natürlich nicht nur am 1. Mai, sondern jederzeit. Ganz wichtig, bevor ihr loswandert, gebt bitte in den Weingütern bescheid, dass ihr bei ihnen vorbeikommen wollt. Damit auch sicher jemand da ist und ihr nicht rastlos durch Rheinhessen schreitet.

Zwar versteckt sich die Sonne gerade noch hinter großen Wolken. Dafür ist die Wettervorhersage für eure Maiwanderung sonnig mit Aussicht auf geilen Wein. Unser Wanderweg ist 9,5 km lang und hat drei Stationen, damit ihr den Wein nicht im Bollerwagen mitnehmen müsst.

Bevor es losgeht mit dem Wandern: Nehmt den Zug nach Ingelheim und am Bahnhof steigt ihr in den Bus 643 Richtung Engelstadt. Achtung, der Bus fährt nur einmal pro Stunde um XX:26 Uhr. In Engelstadt steigt ihr aus und wandert vom Weingut Zimmer-Mengel aus los in Richtung Appenheim. Hier der Stations-Überblick:

Station #1: Weingut Zimmer-Mengel, Im Adelpfad, 55270 Engelstadt

Startpunkt ist das Weingut Zimmer-Mengel. Am Rande des idyllischen Örtchens Engelstadt erwarten euch Weine mit feiner Säure und einem salzig-pikanten und mineralischen Charakter. Fabian, der älteste der drei Söhne, hat sein Weinbau-Studium in Geisenheim abgeschlossen und ist seit 2010 Kellermeister im Familienbetrieb. Die Weine, die aus seinen Fässern kommen, sind knackig, fokussiert und ohne viel Schnickschnack ausgebaut.
Besuch ankündigen: (06130) 17 88

Station #2: Hofmann Willems-Willems, Vor dem Klopp 4, 55437 Appenheim

Saar und Rheinhessen an einem Ort: 2006 führen Carolin und Jürgen ihre beiden elterlichen Weingüter und damit zwei Anbaugebiete zusammen. In ihrer Vinothek mitten im Grünen, mit Blick auf die umliegenden Weinberge und den gläsernen Weinkeller, kann das Sortiment der beiden Weingüter Willems-Willems und Hofmann probiert werden.
Besuch ankündigen: (06725) 30 00 63

Station #3: Weingut Wasem, Edelgasse 5, 55218 Ingelheim am Rhein

Passend zur letzten Station könnt ihr hier nicht nur spannende Weine probieren, sondern auch gleich zum Essen bleiben. Das habt ihr euch nach den 9,5 km auch wirklich verdient! Im Kloster Engelthal, einem unglaublich schönen Anwesen gibt es unglaublich Leckeres. In der dritten und vierten Generation Wasem führt die Familie ein Weingut, Restaurant und Hotel. Hier gibt es also alles, was es am Ende einer Wanderung so braucht!
Besuch ankündigen: (06132) 22 20

Und für zwischendurch packt euch die Wilde Susi ein. Die Wegschorle, unsere Alternative zum Wegbier! Zeigt uns euren schönsten Weinschorlenmoment mit dem Hashtag #wegschorle und verlinkt @wilde_susi. Bestellen könnt ihr eure Wandertagsration an Wilden Susis hier: wilde-susi.de

Ein kleiner Tipp: gebt die drei Stationen bei Google Maps ein und wählt den Fußgänger. So ist die Route etwas genauer als auf unserer Illustration. Und dann rein in die Wanderschuhe und los!

Frühlingsgefühle

Ein Blick auf den Wetterbericht bringt uns zum Strahlen: Zum ersten Mal in diesem Jahr sehen wir die 20 auf dem Screen. Zur warmen Sonne auf unserer Haut passt am besten ein kühler Schluck Wein auf der Zunge. Egal ob Picknick, ein Spaziergang bei den ersten Sonnenstrahlen und Krokussen, Angrillen oder Frühjahrsputz – für jeden Moment gibt es den richtigen Wein. Locker-süffig, prickelnd oder fruchtig müssen sie sein, die Frühlingsweine. Kramt die Picknickdecke aus dem Schrank, denn es ist wieder soweit: Endlich wieder draußen saufen!

„Eine gute Zeit“ lässt sich am besten mit Schneiders Moritz´ würzig-blumigem Weißwein machen, denn der Name ist Programm: mit Freunden zusammensitzen, das Wetter, das Leben und zwei bis fünf Gläser Wein genießen –mit diesem Wein wird die Frühjahrsstimmung noch freudiger.

Oh ja, mit den höheren Temperaturen kommen Frühlingsgefühle auf. Draußen wird es warm, aber wir werden heißer. Dazu passt der Horny Rosé vom Weingut Hörner aus der Pfalz. Fruchtig, würzig, süffig – der richtige Begleiter für wilde Eroberungsvorhaben.

Sollte euch das etwas zu wild sein, stellt euch einfach vor, ihr liegt auf einer frisch gemähten Wiese und esst einen exotischen Obstsalat – so schmeckt Fusion. Solange die Blumen noch nicht in bunter Vielfalt blühen, schenken wir uns einfach etwas Buntes ein.

Wie auch der Frühling, ist der Riesling vom Kloster Eberbach ganz frisch im Programm. Die Beine bis zum Sonnenuntergang baumeln lassen und dabei die Farben beobachten, die ihr im Wein schmecken könnt: Sonnengelb und Knallorange. Also genau das Richtige für fröhliche Frühjahrsabende.

Dann am nächsten Morgen aufwachen, das Fenster aufmachen, die Sonne reinlassen und den Frühlingstag im Liegen verbringen. Für alle, die selbst bei dem Wetter nicht raus möchten bietet sich ein Picknick im Bett an – da darf etwas Prickelndes natürlich nicht fehlen. Wer Flying Pig auf dem Frühstückstablett stehen hat, braucht keine Obstbeilage, denn der Perlwein schmeckt nach Birnen, Pfirsich und Apfel.

Wenn Ihr jetzt Lust habt, all diese Momente zu erleben und die passenden Weine dazu zu schmecken, dann schaut mal auf der Geile Weine-Hitliste „Endlich wieder draußen saufen“ vorbei. Dort könnt ihr die passenden Weine für jeden dieser Frühlingsmomente bestellen.

Spit Or Swallow

Deine Chefin oder dein Kumpel sind totale Weinfreaks und du bist mal wieder zu einer gemeinsamen Weinverkostung eingeladen. Aber wie hält man eigentlich das Glas und warum stecken die ihre Nase immer so tief ins Glas? Wir erklären dir das seltsame Verhalten der Weintrinker.

Geht man auf eine Jahrgangspräsentation, eine Verkostung oder das Meeting des Chardonnay-Clubs, kommt man um den – für einen Hobbyweintrinker oft affig wirkenden – Weinkenner-Habitus nicht herum. Nach dem konzentrierten und feinmotorisch anspruchsvollen Öffnen der verkorkten Weinflasche wird als erstes der an einem Stück herausgelöste Korken ausführlich beschnuppert.

Die vorher bereitgestellten Gläser werden nun mit ausreichend perfekt temperiertem Wein befüllt und das goldene Nass wird kunstvoll-elegant im Glase gekreist. Jetzt endlich steckt der Weinfreund von Welt seine Nase tief ins Glas und erkundet olfaktorisch den zu begutachtenden Tropfen. Vorsichtig wird ein Schluck Wein in den Mund genommen und mit lauten, schlotzigen Geräuschen durch eben diesen getrieben, bevor man den wild durcheinandergewirbelten Rebensaft mit einem lauten Plätschern in den wartenden Spuckeimer schießt. Von den dann folgenden sprachlichen Ergüssen müssen wir gar nicht erst anfangen.

Das steckt hinter dem Getue

Das Gehabe rund um den Wein kann schon sehr befremdlich sein, doch hinter den Gesten und Marotten steckt meist mehr. Gehen wir doch mal Schritt für Schritt durch eine Weinverkostung.

Das Öffnen der Flasche wird oft schon geradezu zelebriert. Ist die Flasche durch einen Naturkorken verschlossen, ist das richtige Werkzeug äußerst hilfreich. Ein Kellnermesser hilft hier sicherlich am meisten. Da ist ein Kapselschneider dran, ein kleines Messer, mit dem man die Plastik- oder Zink-Kapsel, die den Korken unter sich verbirgt, gut abnehmen kann. Außerdem kann man mit einem Kellnermesser ohne viel Kraft den Korken gerade aus der Flasche bugsieren, ohne ihn abzubrechen. Und warum wird der Korken nun so genau untersucht und beschnuppert? Der Naturkork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und muss, bevor er die Weinflaschen verschließen darf, gereinigt werden. Wurde der Kork schlecht gereinigt, kommt es häufig zu Fehltönen im Wein. Man hört dann oft ein Entsetztes: „Der hat Kork“. Oft verrät der Geruch des Korkens schon, ob er einen Fehler in den Wein getragen hat, daher wird er gerne genauer begutachtet. Aber Vorsicht, manchmal entdeckt man den unangenehmen, modrigen Korkfehler auch erst beim Schnuppern am Wein im Glas, oder gar beim ersten Schluck.

Lass das Glas kreisen

Sobald der Wein im Glas ist, geht das Schauspiel weiter. Cool ist, wer am lässigsten mit dem Glas umherschwingt und Wein in Bewegung bringt. Doch auch hier gibt es einen äußerst praktischen Nutzen hinter der Geste. Durch die Bewegung wird der Wein großflächig auf der Glasinnenwand verteilt. Hier kommt es dann gleich zum nächsten Akt. Denn steckt man unmittelbar nach dem Schwenken die Nase in das Glas, kann man deutlich mehr riechen. Alles was der Wein an Duft freigibt, sind flüchtige Stoffe und durch die Bewegung und die Benetzung der Glasinnenwand wird mehr davon preisgegeben. Solltet ihr Probleme haben, das Glas kunstvoll zu schwingen, ohne euch zu besudeln, dann stellt das Glas einfach auf den Tisch und kreist auf der Tischplatte umher. Sieht noch nicht ganz so cool aus, aber funktioniert.

Duft und Geschmack hängen untrennbar zusammen und daher kommt nach dem geruchlichen Eindruck direkt der erste Schluck des Weines in den Mund. Auch hier versucht man, den Mund möglichst komplett mit Wein zu benetzen und durch die Bewegung und das Zusammentreffen von Wein und Luft mehr Duft und Geschmack wahrzunehmen. Man kann den Wein sanft und leise durch den Mund strömen lassen oder seine Mitverkoster durch lautes Gurgeln akustisch mit auf die Reise nehmen. Das muss jeder selbst wissen.

Spucken oder schlucken, das ist hier die Frage!

Steht vor euch ein „Spucki“ auf dem Tisch, ein kleines Gefäß zum Ausgießen aber auch Ausspucken von Wein, so steckt meist nicht das mangelnde Vertrauen in die Weinqualität dahinter. Aber wenn man viele Weine in kurzer Zeit probiert, ist ein „Spucki“ wirklich hilfreich. Sonst schmeckt mit jedem Schluck der Wein ein bisschen besser. Einfach schon der Laune wegen ist das in manchen Fällen vielleicht gar nicht so schlecht. Der „Spucki“ hilft, ein wenig länger durchzuhalten und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Die meisten Eigenheiten der Weine kann man tatsächlich entdecken, ohne den Wein herunterzuschlucken.

Nicht so viel Theater

Doch am Ende darf man bei dem ganzen Theater nicht vergessen, warum man zusammengefunden hat und weshalb man die Weine verkostet. Denn meistens geht es nicht um eine dezidierte Analyse und Beurteilung der Weine, sondern darum, einen schönen Abend zu haben und die Vielfalt im Wein zu erkunden. Deswegen sollte der Spaß im Vordergrund stehen und der Spuckeimer vielleicht mehr im Hintergrund. Aber wenn ihr das nächste mal einen Wein im Glas habt, dann probiert doch mal aus, was für einen Unterschied es macht, das Glas vorher kreisen zu lassen oder den Wein zu gurgeln. Das richtige Paket zum Verkosten hat Geile Weine schon für euch zusammengestellt. In der Weinaromen-Weinprobe sind spannende Weine mit Anleitung zum richtigen Verkosten und Infos zu den einzelnen Sorten in einer Box. Genau das richtige für einen spaßigen Abend mit oder ohne „Spucki“.