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Nadine

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Eis & Wein

Halt Stopp! Um das zunächst einmal klarzustellen, es geht hier nicht um Eiswein, sondern genau andersrum – Weineis. Falls Ihr die 15 Sorten von der Gelateria um die Ecke schon durch habt und gerade anfangt, Euch zu langweilen, hätten wir da noch `ne grandiose Idee für Euch: Eis aus Wein! Eine kleine Abkühlung tut nämlich immer gut.

Ist ganz leicht selbst gemacht (auch ohne Eismaschine) und für jede Vorliebe gibt es eine passende Sorte. Seid die Helden bei der nächsten Gartenparty mit Rotweinsorbet. Versüßt das Balkon-Dinner mit der Liebsten mit Champagner-Popsicles, oder überrascht mal Muddern mit selbst gemachtem Rosé-Eis.



#1 Champagne Popsicles

All you need is love? Ausnahmsweise nicht:

Man nehme den hervorragenden Crémant de Limoux BrutCrémant de Limoux Rosé oder auch Riesling Sekt extra trocken und füge ein paar frische Erdbeeren sowie Himbeeren hinzu. Stiele nicht vergessen und ab in den Froster damit. Schon etwa 2-4 Stunden später könnt ihr das eiskalte Prickeln servieren. Je nach Gusto könnt ihr bei den Früchten auch gerne variieren. Brombeere, Johannisbeere, Granatapfel oder deine Lieblingsfrucht – Alles eine Wucht!

#2  Himbeer-Rotwein-Sorbet

Jetzt wird’s pervers und zwar im Sinne von ultralecker: Himbeer-Rotwein-Sorbet. Das ganze zaubert ihr mit nur ein paar wenigen Zutaten:

  • 1 Tasse Zucker
  • ¾ Tasse Wasser
  • 1 Flasche fruchtiger Rotwein (wenn’s geil werden soll: Orlenberg Spätburgunder oder Vertruen rot)
  • 3 Tassen Himbeeren (gefroren oder frisch)

Alle Zutaten in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa eine Minute kochen lassen, von der Herdplatte nehmen und abgedeckt eine Stunde ruhen lassen. Im Anschluss die Mische mit einem Pürierstab oder Mixer cremig pürieren. Nutzt einen Sieb, um die kleinen Himbeersamen auszusieben. Das ganze abdecken und einfrieren. Solltet ihr eine Eismaschine zur Hand haben umso besser.

#3  Rosé-Zitronen-Sorbet

So und nicht anders schmeckt der Sommer. Fruchtig-frisches Sorbet das leicht einen sitzen hat. Fabelhaft! Du brauchst:

Rosé-Wein, Zucker und Zitronenabrieb in einem Topf etwa 5 Minuten kochen, bis sich der Zucker vollständig auflöst. Von der Herdplatte nehmen. Zitronensaft und Wasser hinzufügen. Den Zitronenabrieb mit einem Sieb entfernen. Abdecken und über Nacht einfrieren. Am nächsten Tag die gefrorene Mische mit einem Pürierstab oder Mixer cremig pürieren. Ich weiß, ihr könnt es kaum abwarten, aber nun muss das ganze nochmal 6-8 Stunden in den Froster. Danach ist es servierbereit und ihr werdet sehen, das Warten hat sich gelohnt. Guden!

 

Extravaganz im Glas – So schmeckt FLAME 17-1462

Farben und Wein. Okay. Ein krasses Thema mit viel Potenzial. Klar ist, dass die Farbe bei der Weinverkostung eine wahnsinnig große Rolle spielt. Sie beeinflusst die gesamte Sensorik und kann ausschlaggebend dafür sein, wie wir den Wein beurteilen und einordnen. Aber erstmal von vorne:

Color Report Pantone 2017

Pantone hat vor einigen Wochen die zehn Trendfarben des Frühjahrs 2017 veröffentlicht. Das machen sie jedes Jahr. Ziemlich fesche Farben mit fancy Namen. Diese Farben sind für etliche Branchen relevant: Interior, Kosmetik, Design, Grafik und hauptsächlich Mode. Aber in Verbindung mit Wein wurden sie noch nie gebracht. Auch irgendwie logisch, da sich die Branchen in der Regel nach den Pantonefarben richten. Das gestaltet sich bei der Weinproduktion jedoch schwierig und steht -im Gegensatz zum Geschmack- nicht im Vordergrund. Aber man muss sagen, einige Weine treffen die Trendfarben auf den Punkt. Als hätten sie es geahnt. Einfach weil sie’s können.

#17-1462

Die meiner Meinung nach geilste Farbe unter den Pantone Trendfarben 2017 ist FLAME 17-1462. Ein knalliges Orange. Ja, aber irgendwie auch viel mehr als das. Extravaganz und Theatralik. Das trifft es ganz gut. Pantone orientiert sich im Frühjahr 2017 an den Farben, die uns die Natur hergibt. Nur eben etwas anders interpretiert. Sonne, Wasser, Blumen, Luft und Feuer aka FLAME. “Feurige Wärme” voller “Lebensfreude” und “Geselligkeit” heißt es im (Fashion) Color Report Frühjahr 2017.

So gar nicht lame

Auf dem Laufsteg der Fashionweek mag dieses sogenannte FLAME vielleicht gut aufgehoben sein. Aber im Alltag? Die Vorstellung mich in knallorangenen Stoff zu hüllen und damit souverän ins Büro zu gehen, scheint mir zunächst befremdlich, fast schon billig. #Textmarker? Aber umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr lerne ich die Farbe zu schätzen. Ich checke, dass FLAME so viel Eleganz ausstrahlen kann, wenn sie nur richtig kombiniert wird. In Verbindung mit Nudetönen oder einem matten Schwarz verhilft sie einem dabei, absolut selbstbewusst und charakterstark aufzutreten. Aber ja, ich bleibe dabei, dass sie etwas besonderes ist und eben nix für Warmduscher, Backofenvorheizer oder Frühbucher. Also so gar nicht lame halt.

The Orange

Das betrifft gleichermaßen den flamigen Orange-Wein den ich euch vorstelle. THE ORANGE, ein trockener Roter Veltliner von Eschenhof-Holzer aus Österreich. Gezaubert von dem lieben Arnold Holzer. 

Orange-Weine sind maischevergorene Weißweine. What? Das bedeutet, dass die Weißweintrauben, genauso wie Rotweintrauben, mit der Beerenschale (also auf der Maische) vergoren werden. Dadurch erhalten sie Gerbstoffe und eine krasse Aromatik. Außerdem gibt die Schale dem Wein diese abgefahrene Farbe. THE ORANGE wurde mit natürlicher Hefe spontan vergoren und nach drei Wochen auf der Maische gepresst. Im Anschluss relaxte er nochmal 18 Monate in einem kuscheligen Eichenholzfass, bevor er dann unfiltriert abgefüllt wurde. Geiler Scheiß

Good to know: Häufig werden Orange-Weine in einem Atemzug mit Naturweinen genannt. Sprich, naturbelassene Trauben ohne Einsatz von Schwefel, Hefe oder sonstigen Hilfsmitteln. Schönung und Zusätze im Sinne der Stabilität sind jedoch wohl gestattet. Hier ist die Grenze nicht ganz trennscharf, da Naturwein kein klar definierter Begriff ist. In jedem Fall maischevergoren sollte er sein, der Naturwein. Jedoch ist nicht jeder Orange-Wein automatisch ein Naturwein. Trotzdem scheint die vierte Weinfarbe Orange die Antwort darauf zu sein, dass alles was die Natur hergibt, irgendwie super hip und alternativ ist. Abgesehen davon, lassen sich aber auch unkonventionelle Produktionsweisen ableiten, die eine neue und vielfältige Richtung in der Weinwelt versprechen.

Wäre THE ORANGE ein Mensch, dann wäre er ein echter Trendsetter, der sich nichts gefallen lässt und alles andere als konventionell ist. Ein Naturbursche, der nicht auf den Mund gefallen ist. Ein Träumer, der Grenzen überschreitet und wenig auf die Meinung anderer gibt. THE ORANGE scheint nicht nur optisch absolut im Sinne von FLAME zu sein. Sein gesamtes Dasein spiegelt die flamige Power wider. Eine geschmackliche sowie modische Herausforderung, die nicht jeder bändigen kann. Kannst du’s?



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